Berufsreife aufgrund einer Berufausbildung

Anerkennung der Berufsreife in Mecklenburg-Vorpommern

Die Berufsreife kann nachträglich aufgrund des erfolgreichen Abschlusses einer Berufsausbildung anerkannt werden. Hierfür müssen bestimmte Grundbedingungen erfüllt sein.

Variante 1:

Mit einen erfolgreichen Abschluss 

  • des schulischen Teils der dualen Berufsausbildung (Teilzeitberufsschule) oder
  • dem nach den Rechtsvorschriften der ehemaligen DDR erworbenen Facharbeiterbrief

wird gleichzeitig die Berufsreife erworben.


Variante 2: 

Schüler der Bildungsgänge

  • des einjährigen Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ1),
  • des zweijährigen Berufsvorbereitungsjahrs (BVJ2),
  • des Berufsvorbereitungsjahrs für Ausländer und Aussiedler (BVJA) und
  • des schulischen Teils der berufsvorbereitenden Bildungsgänge (BvB)

erwerben die Berufsreife, wenn

  • die Dauer des erfolgreich abgeschlossenen Bildungsganges mindestens neun Monate beträgt,
  • sie erfolgreich am Zusatzunterricht in den Fächern Deutsch, Sozialkunde und Mathematik teilgenommen und
  • mindestens einen Qualifizierungsbaustein erworben haben.

Die Anerkennung erfolgt durch die besuchte Berufliche Schule.

In Einzelfällen, beispielsweise wenn die Berufliche Schule geschlossen wurde oder bei Berufsausbildungen nach dem Recht der ehemaligen DDR, kann ein Antrag an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern gerichtet werden.


Antragsverfahren

Mit dem Antrag sind folgende Nachweise vorzulegen:

  • formloses Anschreiben,
  • Abschlusszeugnis (Teilzeitberufsschule/ Facharbeiterbrief/ BVJ1/ BVJ2/ BVJA/ BvB) (Original oder amtlich beglaubigte Kopie),
  • ggf. Nachweis über eine Namensänderung.

Amtliche Beglaubigungen können zum Beispiel in öffentlichen Einrichtungen oder Ämtern einer Stadt oder eines Landkreises oder bei Notaren vorgenommen werden.

Die Anerkennung erfolgt in Form eines Bescheides, mit dem zugleich eine Verwaltungsgebühr gemäß der „Verordnung über Kosten im Geschäftsbereich des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Kostenverordnung Bildungsministerium - KostVO BM M-V)“ verbunden ist.

Rechtliche Grundlage:
§ 12 der Verordnung über die Berufsschule in Mecklenburg-Vorpommern (Berufsschulverordnung - BSVO M-V)

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
Abteilung Schulen

Werderstraße 124
19055 Schwerin

Jutta Olejko
Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V

Tel: 0385 588 7217
E-Mail: J.Olejko@bm.mv-regierung.de

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