Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch

Im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Schwerin ist im März 2017 der neue Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch zusammengekommen. Bei der konstituierenden Sitzung hat sich das Gremium über die Förderung der niederdeutschen Sprache und die Heimatpflege in Mecklenburg-Vorpommern ausgetauscht. Kulturministerin Birgit Hesse hatte zuvor die Mitglieder berufen.

„Die niederdeutsche Sprache ist ein wichtiger Teil unserer Landeskultur und spielt in der Heimatpflege eine große Rolle“, betonte Kulturministerin Birgit Hesse. „Ich halte es daher für sinnvoll, den bisherigen Niederdeutschbeirat um Vertreterinnen und Vertreter zu erweitern, die sich seit vielen Jahren in der Heimatpflege engagieren. Die Neukonstituierung des Beirates ist daher mehr als eine bloße Umbenennung. Wie beim Landesheimatprogramm verfolgen wir auch bei diesem Beirat einen ganzheitlichen Ansatz. Ich werde mich auch für eine stärkere Vermittlung der Heimatkunde in Kita und Schule einsetzen. Mit der ‚Heimatkiste‛ wollen wir beispielsweise allen Kindertagesstätten Material zur Verfügung stellen, um schon die Kleinsten für ihre Heimat zu begeistern. Den Mitgliedern des Beirates danke ich für ihre Bereitschaft, in diesem Gremium mitzuarbeiten“, sagte Hesse.

Mit dem Landesprogramm „Meine Heimat – mein modernes Mecklenburg-Vorpommern“ hat das Land sein Engagement in der Heimatpflege verstärkt. Bis zum Jahr 2020 stehen insgesamt 7,5 Millionen Euro für verschiedene Projekte der Heimatpflege zur Verfügung. Ein Schwerpunkt liegt auch hier in der Förderung der niederdeutschen Sprache.

Laut einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Deutsche Sprache und des Instituts für niederdeutsche Sprache aus dem Jahr 2016 finden 84,5 Prozent der Befragten, es solle mehr für Plattdeutsch getan werden. 63,8 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gaben an, dass dies in der Schule geschehen solle. Telefonisch befragt wurden insgesamt 1.632 Personen aus den Bundesländern Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

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Der Beirat für Heimatpflege und Niederdeutsch hat sich im März 2017 konstituiert.
Die Mitglieder sind:

Cornelia Nenz
Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Birte Arendt
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, Institut für Deutsche Philologie

Susanne Bliemel
Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V),
Beauftragte für das Landesheimat-programm im schulischen Bereich

Susanne Schlettwein-Kämpfer
Regionales Berufliches Bildungszentrum des Landkreises Rostock,
Abteilung Sozialpädagogik

Ulrike Stern
Mecklenburgisches Staatstheater GmbH

Iris Koßmehl
Deutsche Jugend in Europa,
Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Inge Gotzmann
BUND HEIMAT UND UMWELT IN DEUTSCHLAND (BHU),
Bundesverband für Kultur, Natur und Heimat e. V.

Marion Suri
Niederdeutsche Bühne der Stadt Neubrandenburg e. V.

Christoph Schmitt
Universität Rostock,
Institut für Volkskunde/Wossidlo-Archiv

Mathias Hoffmann
Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V)
Landesbeauftragter für Niederdeutsch

Hartmut Brun

Dittmar Alexander

Bernd Fischer
Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

Olaf Both
Volkskundemuseum in Schönberg e. V.

Reinhard Dettmann
Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern

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