"Entspann‘ Dich" - ein Achtsamkeitsprogramm für die Schulen

Kann man in der Lebenswelt Schule achtsam mit sich selbst und Anderen umgehen?

Balance 2745786_1920; Foto: Pixabay
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In Kooperation mit der AOK Nordost wird seit Beginn dieses Jahres im Rahmen des Landesprogramms „Gute gesunde Schule“ ein neues Format der Psychohygiene für die Schulen angeboten, das evaluierte Programm „Entspann‘ Dich“.

Ziel der zweitägigen Fortbildung ist es, die innere und äußere Wahrnehmung zu schulen, achtsam mit dem eigenen Körper und Geist umzugehen und sich selbst wirksam in seinem Arbeitsumfeld zu erleben.

Die Lehrerinnen und Lehrer Mecklenburg/Vorpommerns lernen dabei als Multiplikatoren, wie sie den achtsamen Umgang mit sich selbst gestalten, aber auch Ruhe, Konzentration und Motivation gezielt im Unterricht mit den Schülerinnen und Schülern umsetzen können.

Die Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer setzt bewusst auf Impulse für einen reflektierten Umgang mit sich selbst und vermittelt Kompetenzen wie die Fähigkeit zur Selbstmotivation, den Umgang mit den eigenen Gefühlen und die daraus resultierende ethische Lebenshaltung des liebevollen achtsamen Miteinanders. Achtsamkeit wird dabei als eine innere Haltung dem Leben gegenüber verstanden und stärkt unsere seelische Widerstandsfähigkeit, wie neuste wissenschaftliche Forschungen bestätigen. Gerade in einer Zeit des ständigen Verweilens bei den Außenreizen sind Achtsamkeitsübungen ein mächtiges Instrument um die psychische Abwehrkraft zu stärken, das Stressempfinden zu reduzieren und somit mehr Gelassenheit entwickeln zu können. Durch vielfältige praktische Übungen werden die Lehrerinnen und Lehrer in die Lage versetzt, diese nicht nur für sich selbst für mehr Achtsamkeit im Umgang mit sich selbst und seiner Umwelt aber auch den Schülerinnen und Schülern im Unterricht zu vermitteln. Es ist wichtig, regelmäßige kleine Pausen für die Leistungsfähigkeit des Gehirns anzubieten und uns so achtsam um unseren Geist zu kümmern, wie wir das auch mit unserem Körper tun.

Die erste Veranstaltung dieser Art fand im Januar in Rostock statt. Die Teilnehmerinnen waren einhellig der Meinung, dass ein solches Training der Achtsamkeit dem Unterricht wichtige Impulse zur eigenen Stärkung aber auch zur Persönlichkeitsbildung der Schülerinnen und Schüler geben kann, z.B. Verantwortung für sich selbst und den eigenen Körper zu übernehmen, das eigene Denken zu verstehen und die eigene Gefühlswelt bewusst werden zu lassen. Es ist zudem sehr wichtig, entspannte Lehrerinnen und Lehrer zu haben, die in der Lage sind, die Schülerinnen und Schüler gesund zu führen und ihnen Instrumente im Unterricht bieten können, wie sie auch selbst erfolgreich im Leben sein können. Alle waren sich darin einig, dass es eben nicht reicht nur den Bildungstrichter anzusetzen. Übungen wie sie die Kurse anbieten, z.B. zur selektiven Aufmerksamkeit, der Impulskontrolle und der eigenen Bewusstheit sind unverzichtbar für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen heute und werden leider noch zu wenig im Unterricht eingesetzt, obwohl viele Kinder und Jugendliche heute überfordert, rastlos und gestresst erscheinen und die Voraussetzungen um überhaupt lernen zu können nicht in den Unterricht mitbringen.

Weitere Veranstaltungen zur Achtsamkeit werden in Schwerin am 20./21.03.2019 und am 05.06/06.06.2019 in Neubrandenburg wie im Bildungsserver ausgewiesen stattfinden.

B. Rentsch, Achtsamkeitslehrerin

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