Internationales

©piai/Fotolia.com
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Das Schulgesetz für das Land Mecklenburg-Vorpommern formuliert den Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen wie folgt: „Der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schulen wird bestimmt durch die Wertentscheidungen, die im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland und in der Verfassung des Landes Mecklenburg-Vorpommern niedergelegt sind. Ziel der schulischen Bildung und Erziehung ist die Entwicklung zur mündigen, vielseitig entwickelten Persönlichkeit, die im Geiste der Geschlechtergerechtigkeit und Toleranz bereit ist, Verantwortung für die Gemeinschaft mit anderen Menschen und Völkern sowie gegenüber künftigen Generationen zu tragen.“

Als ein Lernziel wird die Entwicklung des Verständnisses für die Eigenart und das Existenzrecht anderer Völker, für die Gleichheit und das Lebensrecht aller Menschen genannt. Dafür bedarf es interkultureller Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler und des Lehrpersonals.

Zu beachten bei allen Auslandsdienstreisen

Im Falle von Dienstreisen ins Ausland (nur EU-Staaten, EWR-Länder und die Schweiz) benötigen Lehrerinnen und Lehrer eine sogenannte A1-Bescheinigung. Diese Bescheinigung erhalten im Schuldienst verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer von ihrer für Personalangelegenheiten zuständigen Stelle. Angestellte Lehrerinnen und Lehrer wenden sich an ihre Krankenkasse.

Mehr dazu auf der Website der Kultusministerkonferenz

Aktuell

Deutsch-französische Schulkooperation fördern

Das Deutsch-französische Jugendwerk (DFJW) unterstützt Schulen bei der Planung und Durchführung deutsch-französischer Projekte und Begegnungen. Diese Unterstützung umfasst verschiedene Austauschprogramme, finanzielle Zuschüsse zu den anfallenden Kosten, aber auch Fortbildungen für Lehrer*innen zu unterschiedlichen Themen. Die erste Etappe ist häufig die Suche nach einer französischen Partnerschule. Zur Unterstützung der Schulen hat das DFJW die Partnerbörse DOMINO für Schulen eingerichtet. Um das Angebot auf die Bedürfnisse der Schulen noch besser abstimmen zu können, bittet das DFJW die Schulen, bis spätestens 6. September 2021 an einer 1-2 minütigen Umfrage teilzunehmen.

DOMINO Umfrage

Schüleraustausch in Corona-Zeiten

Gemäß Hinweisschreiben des Bildungsministeriums zum Schulstart im Schuljahr 2021/2022 vom 23.07.2021 können Schüleraustausche in 2021 grundsätzlich mit den Ländern stattfinden, die vom RKI beziehungsweise dem Auswärtigen Amt nicht zum Risikogebiet erklärt wurden.

Der  Pädagogische Austauschdienst gibt relevante Hinweise, inkl. zu besonderen Fördermöglichkeiten für digitalen Austausch, unter https://www.kmk-pad.org/aktuelles/artikelansicht/hinweise-zum-corona-virus.html

Regelungen

Unterricht über die Europäische Union

Ein neuer EU-weiter Wettbewerb für EU-Wissensvermittlung in Schulen wurde ausgeschrieben. Mit dem Jan-Amos-Comenius-Preis für hervorragenden Unterricht über die Europäische Union sollen Sekundarschulen ausgezeichnet werden, die ihren Schülerinnen und Schülern auf besonders interessante Weise Wissen über die Europäische Union vermitteln.

Bewerbungsschluss ist der 06.02.2020, 17:00 Uhr MEZ.

Informationen zur Teilnahme und Anmeldeunterlagen finden Sie unter

Europäische Kommission - Neuer Preis für EU-Wissensvermittlung in Schulen

Tipps für Öffentlichkeitsarbeit über internationale Aktivitäten an Schulen

Sie haben einen erlebnisreichen Schüleraustausch organisiert, einen erfolgreichen Erasmus+ Antrag gestellt oder internationale Gäste an Ihrer Schule aufgenommen? Machen Sie darauf aufmerksam! Der Leitfaden zu PR und Öffentlichkeitsarbeit an Schulen bietet Hilfestellung für Lehrkräfte und Schulleitungen, beantwortet Fragen rund um Medienarbeit, Bildrechte und Datenschutz und bietet praktische Tipps sowie gute Beispiele. Die Broschüre zum Herunterladen oder Bestellen

Beschlüsse und Verwaltungsvorschriften

„Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 25.10.1996 i. d. F. vom 05.12.2013)

In der Beschlussfassung wird u. a. hervorgehoben: „Die Entwicklung interkultureller Bildung und Erziehung wird als kontinuierlicher Prozess verstanden, der systemisch als Teil der Entwicklung von Schule als lernender Institution gestaltet wird. […] Interkulturelle Bildung und Erziehung als Querschnittsaufgabe verlangt, dass die Maßnahmen der Entwicklung interkultureller Bildung und Erziehung mit anderen Maßnahmen der Schule abgestimmt werden.“

Die Entwicklung interkultureller Bildung und Erziehung wird als kontinuierlicher Prozess verstanden, der systemisch als Teil der Entwicklung von Schule als lernender Institution gestaltet wird. Dabei nimmt Schule Vielfalt zugleich als Normalität und als Potenzial für alle wahr und trägt zum Erwerb interkultureller Kompetenzen im Unterricht aller Fächer und durch außerunterrichtliche Aktivitäten bei.

Download Beschluss "Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule"

„Europabildung in der Schule“ (Empfehlung der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland; Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 08.06.1978 i. d. F. vom 05.05.2008)

Der Beschluss formuliert Europa als Aufgabe der Schule: „Die Schule hat die Aufgabe, die Annäherung der europäischen Völker und Staaten und die Neuordnung ihrer Beziehungen bewusst zu machen. Sie soll dazu beitragen, dass in der heranwachsenden Generation ein Bewusstsein europäischer Zusammengehörigkeit entsteht und Verständnis dafür entwickelt wird, dass in vielen Bereichen unseres Lebens europäische Bezüge wirksam sind und europäische Entscheidungen verlangt werden. Die Schule hat zudem die Aufgabe, Respekt vor und Interesse an der Vielfalt der Sprachen und Kulturen zu wecken und auszubauen.“

Der Beschluss hebt hervor, dass zur Erschließung der europäischen Dimension in Unterricht und Erziehung grundsätzlich alle Fächer und
Lernbereiche der Schule einen Beitrag leisten sollen. Darüber hinaus wird die Bedeutung u. a. von Schulpartnerschaften, europäischen Bildungsprogrammen, Projekte, Wettbewerbe, aber auch die Nutzung des Wissens und der Kompetenzen von Rückkehrern (Schüler*innen, Lehrer*innen)  aus dem Ausland hervorgehoben.

Download Beschluss "Europabildung in der Schule" 2008

„Europabildung in der Schule“ (Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 1. Juni 2009)

Die Verwaltungsvorschrift unterstreicht die Bedeutung des Europäischen Bewusstseins als pädagogischen Auftrag der Schule hervor: „Um die europäische Dimension in Bildung und Erziehung zu verwirklichen, muss die Schule Kompetenzen entwickeln, die zu einem gelingenden Leben in Europa befähigen. Die Grundwerte des staatlichen, gesellschaftlichen und individuellen Lebens, an denen sich die Unterrichts- und Erziehungsziele der Schule orientieren, müssen in ihrer Beziehung zum Leben in der europäischen Völker- und Staatengemeinschaft gesehen werden.“

Die Verwaltungsvorschrift gibt Hinweise, welche Kompetenzen und Einstellungen zu entwickeln sind und gibt Empfehlungen zur Umsetzung im Unterricht und Schulalltag.

Download Beschluss "Europabildung in der Schule" 2009