Informatik und Medienbildung

©Primavia
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Bildung in der digitalen vernetzten Welt umfasst technische, gesellschaftlich-kulturelle und anwendungsbezogene Aspekte. Die Möglichkeiten und Auswirkungen des Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechniken sind ohne das Verständnis ihrer Funktionsweise nicht mehr nachvollziehbar. Zu einer zeitgemäßen Allgemeinbildung gehört somit auch informatische Bildung, die die Konzepte, das heißt die allgemeinen Prinzipien der automatischen Verarbeitung von Information in den Mittelpunkt rückt. Fehlt diese den Schülerinnen und Schülern, so fehlen ihnen sowohl wichtige Grundlagen für das Verständnis als auch nachhaltige Kompetenzen für die Gestaltung der Welt. 

Seit Schuljahr 2019/2020 ein extra Unterrichtsfach

Seit dem Schuljahr 2019/2020 steht ab Klasse 5 deshalb das Unterrichtsfach „Informatik und Medienbildung“ auf dem Stundenplan. Schülerinnen und Schüler werden in der Mediennutzung, Mediengestaltung und Medienkritik stärker geschult. Sie entwickeln Kompetenzen, um ihr Leben in der Gesellschaft selbstbestimmt zu führen und zu gestalten. Sie nutzen dabei fundamentale informatische Konzepte, um Elemente ihrer Erfahrungswelt zu verstehen, d. h. zu ordnen, zu erklären, zu gestalten und gegebenenfalls zu beeinflussen.

Suchmaschinen, Datenerfassung, Kommunikation

Wie funktionieren Suchmaschinen? Wie kann ich Daten erfassen und darstellen? Und wie kommuniziere ich sicher in der digitalen Welt? Junge Menschen brauchen Antworten auf diese Fragen und ein Grundverständnis der digitalen Technologien und ihrer Wirkungsweisen. Außerdem sollen sie ein Verständnis für die Funktionsweise von Informations- und Kommunikationstechniken entwickeln und erwerben erste Kenntnisse in der Softwareentwicklung. Das neue Fach schafft die Grundlagen für die Nutzung neuer Medien in den anderen Fächern, die sich damit stärker auf die inhaltliche Auseinandersetzung, die Wirkung von Medien sowie deren verantwortungsbewusste Nutzung konzentrieren können. Mit der Einführung von „Informatik und Medienbildung“ hat die Landesregierung ein wichtiges Vorhaben der Digitalen Agenda umgesetzt.

Dr. Eyleen Kotyra

Institut für Qualitätsentwicklung M-V

Tel.: 0385 588 7724

E-Mail: e.kotyra@iq.bm.mv-regierung.de

Matthias Apsel

Institut für Qualitätsentwicklung

Fachreferent für Rahmenplanarbeit

Tel.: 0385 588 17844

E-Mail: m.apsel@iq.bm.mv-regierung.de