Lehrerprüfungsamt

Das Lehrerprüfungsamt an den beiden Standorten Rostock und Greifswald ist für die Durchführung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen aller Lehrämter zuständig. Es begleitet die Studierenden durch die gesamte Ausbildungszeit: vom Beginn ihres Studiums bis zum Ende ihres Referendariats.

Aktuelle Hinweise

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus ist das Lehrerprüfungsamt M-V geschlossen. Es wird gebeten, Anfragen auf telefonischem, elektronischem oder postalischem Wege zu stellen. Auch die Meldung zur Ersten Staatsprüfung im Wintersemester 2021/22 muss per Post eingereicht werden.

Aufgrund von Änderungen in der Lehrerprüfungsverordnung sowie in der Lehrervorbereitungsdienstverordnung ist ein sicherer Abschluss des Studiums und des Referendariats trotz der aktuellen Lage möglich. Nachfolgend werden Hinweise und Informationen zu den Staatsprüfungen gegeben, die bei Bedarf aktualisiert werden.

Hinweise Erste Staatsprüfung (Stand 23. April 2021)

Hinweise zu den Ersten Staatsprüfungen im Sommersemester 2021
Am 21. April 2021 hat Frau Ministerin Martin vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemielage entschieden, § 28a Lehrerprüfungsverordnung anzuwenden und für das Sommersemester 2021 die mündlichen Prüfungen zur Ersten Staatsprüfung auszusetzen. Dies ist die derzeit einzige rechtssichere Möglichkeit, eventuelle Infektionen durch Präsenzprüfungen im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für Lehrämter gänzlich auszuschließen.

Diese Entscheidung der Ministerien kommt auch den Lehramtsstudierenden entgegen, die sich durch die Auswirkungen der Pandemie in der Prüfungsvorbereitung erheblich eingeschränkt sehen. Grundlage dafür ist die Lehrerprüfungsverordnung (zuletzt geändert durch Verordnung vom 25. Februar 2021; GVOBL. M-V S. 167).

Wichtig: Gemäß § 28a, Abs. 12 Lehrerprüfungsverordnung gilt dies nicht für Prüflinge, die bereits im letzten Semester im Prüfungsverfahren waren: "Wiederholungsprüfungen müssen in dem gleichen Format stattfinden wie die ursprünglich nicht bestandene Prüfung."

Die Nachreichfrist für Unterlagen zur Prüfungszulassung im Sommersemester 2021 wurde bis zum 27. April 2021 24:00 Uhr verlängert.                                                       Die Abgabefrist für die Wissenschaftliche Abschlussarbeit im jetzigen Prüfungssemester wurde bis zum 02. August 2021 verlängert.

 

Hinweise zum Auslandsaufenthalt gemäß § 20 Absatz (1) LehPrVO 2012
Der Auslandsaufenthalt ist Pflichtbestandteil des Studiums der modernen Fremd-
sprachen und Zulassungsvoraussetzung für die Erste Staatsprüfung. 
Allerdings machen dringende Reisewarnungen und erhebliche Einschränkungen im Reiseverkehr sowie das beeinträchtigte öffentliche Leben vor Ort es gegenwärtig unmöglich, den vorgeschriebenen Auslandsaufenthalt zu absolvieren.
Ausgleichsveranstaltungen können von den Hochschulen nicht angeboten werden. 
Folgende Möglichkeiten bestehen: 
• Verschiebung des Auslandsaufenthaltes und Nichtanrechnung des dafür benötigten Semesters bei der Berechnung der Regelstudienzeit 
• Akzeptanz eines begründet verkürzten Auslandsaufenthaltes durch das LPA (ca. 5 bis 6 Wochen) 
• Eventuell ist eine Teilnahme an Onlineveranstaltungen zu Landeskultur und 
Sprache an ausländischen Universitäten oder ähnlichen Onlinekursen anderer 
Anbieter in der Zielsprache als Ersatzleistung möglich. 

Der Nachreichtermin für den Nachweis des Auslandsaufenthaltes für das Prüfungssemester Winter 2021/22 ist der 15. Oktober 2021. Wenn Sie bis Ende September 2021 ohne eigenes Verschulden wegen der Pandemie nachweislich nicht in der Lage waren, den Auslandsaufenthalt ganz oder in Teilen zu absolvieren, stellen Sie bitte einen schriftlichen Härtefallantrag an das LPA. In einer Einzelfallentscheidung kann Ihnen der Auslandsaufenthalt als Voraussetzung für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung erlassen werden. Prüfen Sie jetzt schon die Möglichkeit oben genannter Ersatzleistungen.

Hinweise Zweite Staatsprüfung (Stand 21. April 2021)

Hinweise zu den Zweiten Staatsprüfungen 

Aus dem "Stufenplan der Landesregierung zur Öffnung der Schulen" während der Corona-Pandemie ergeben sich unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes Konsequenzen für die weitere Durchführung der Zweiten Staatsprüfung in den nächsten Monaten. Das Ziel ist weiterhin ein verzögerungsfreier Übergang vom Vorbereitungsdienst in den Lehrerberuf.
Ein landesweit einheitlicher Übergang zum Normalunterricht ist momentan noch nicht absehbar. Damit die Referendarinnen und Referendare, die Seminar- und Ausbildungsschulen, aber auch die Fachleiterinnen und Fachleiter des IQ M-V eine sicher Planungsgrundlage haben und die Prüfungen vom LPA vorbereitet werden können, ist es leider notwendig, gemäß gültiger Lehrervorbereitungsdienstverordnung folgende Festlegungen zu treffen:

a.) Für die Zweiten Staatsprüfungen der Referendarinnen und Referendare mit dem Dienstende bis zum 31.07.2021 und mit dem Dienstende bis zum 30.09.2021 gilt weiterhin der § 36 LehVDVO.

Dies bedeutet für beide Gruppen unter anderem, dass

1. Hausarbeiten zum Termin eingereicht, von Studienleiterinnen und Studienleitern sowie Mentorinnen und Mentoren bewertet und zusammen mit den Bewertungen an das LPA geschickt werden. Eine Lehrprobe zur Hausarbeit findet nicht statt.

2. an die Stelle der Examenslehrproben Fachkolloquien treten, die von Fach- und Studienleiterinnen bzw. -leitern durchgeführt werden. Die Termine für die Kolloquien werden allen Beteiligten mitgeteilt, nicht immer wird der ursprünglich für die Examenslehrproben vorgesehene Termin beibehalten.  

Der Leitfaden für die Durchführung der Kolloquien und Formulare für die Bewertung der Hausarbeit, der Lehrprobenentwürfe und der Kolloquien sind auf dieser Homepage unter 'Zweite Staatsprüfung' zu finden. 

3. die modifizierte Notengewichtung zur Berechnung der Endnote gilt.

b.) Für die Referendarinnen und Referendare mit Dienstende zum 31. Januar 2022 ergeben sich ebenfalls Einschränkungen durch die seit dem 19. April 2021 geltenden Schulschließungen:                                                                      

Für die im laufenden Schulhalbjahr 2021 geplanten Lehrproben im Rahmen der Hausarbeit wird ebenfalls § 36 LehVDVO angewendet. Dies bedeutet, dass die Hausarbeiten fristgerecht an die Studienleiterin oder den Studienleiter, an die Mentorin oder den Mentor sowie das Lehrerprüfungsamt übersandt werden. Die Ausbilder bewerten die Hausarbeit und schicken die Bewertungen an das LPA. Eine Lehrprobe zur Hausarbeit findet nicht statt.

Nach den Sommerferien wird für diese Gruppe jedoch von einer regulären weiteren Durchführung der Zweiten Staatsprüfung ausgegangen.

Achtung: Die derzeitigen Inzidenzen sind vor allem der hochinfektiösen "britischen" Corona-Mutation (B.1.1.7) geschuldet. Darum werden Sie dringend gebeten, Ihrer Verantwortung gegenüber allen Prüfungsteilnehmern gerecht zu werden und sich, wie Prüferinnen und Prüfer auch, innerhalb von 24 Stunden vor dem Kolloquium einem Schnelltest zu unterziehen. Es wäre unklug, die Testangebote nicht zu nutzen. Einige Prüferinnen und Prüfer gehören zum gefährdeten Personenkreis.

c.) Für die Zweiten Staatsprüfungen unter Pandemiebedingungen ist auch weiterhin folgendes zu beachten: 
• Soweit für die Prüfungsvorbereitung der Zugang zu vertiefender Literatur 
trotz Online-Ausleihen, Stadtbibliotheken und der Handbibliothek Ihrer Ausbilder 
und Kollegen eingeschränkt ist, weisen Sie bitte Ihre Prüfungskommission auf das Problem hin. 
Die inhaltlichen Punkte Ihres Lektionsentwurfes, zu denen die vertiefende Literatur nicht zugänglich war, ergänzen Sie mit einer konkreten Fußnote.  
• Angesichts des Infektionsgeschehens wird darum gebeten, auf Zuhörer gemäß  §19 Absatz (8) LehVDVO M-V zu verzichten. 
• Kann die Prüfung nicht stattfinden, weil der Prüfling in Quarantäne ist oder coronatypische Symptome aufweist, ist dies gemäß § 26 Absatz 2 LehVDVO 
unverzüglich in geeigneter Form nachzuweisen. Auf ein amtsärztliches Gutachten wird im Falle einer Quarantäneanordnung verzichtet.
• Falls eine Quarantäneanordnung für die Schule vorliegt oder für den Prüfungstag erwartet wird, ist durch die Schulleitung oder den Referendar umgehend das LPA zu informieren. Das LPA entscheidet über die teilweise oder ganze Verschiebung der Prüfung im Einzelfall. 
• Bei Verhinderung eines Mitglieds der Prüfungskommission ist ebenfalls das LPA zu informieren, es bestellt eine geeignete Vertretung. 

Das Lehrerprüfungsamt wünscht Ihnen für den Vorbereitungsdienst und die Prüfungen maximale Erfolge.

Phasen der Lehramtsausbildung

Erste Staatsprüfung
Lehramtsstudiengänge werden mit der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt abgeschlossen. Diese dient der Feststellung, ob die Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten durch das Studium in den von ihnen gewählten Prüfungsfächern die fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen sowie bildungswissenschaftlichen und praktischen Voraussetzungen für die Aufnahme eines schulartbezogenen Vorbereitungsdienstes erfüllen.

Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst zielt auf Berufsfertigkeit. Er dient der schulpraktischen Ausbildung zum Erwerb der Befähigung für das jeweilige Lehramt. Er vervollständigt damit die im Studium erworbenen fachlichen und didaktischen Kompetenzen und befähigt die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Referendarinnen und Referendare zu selbstständiger Arbeit an der Schule.

Zweite Staatsprüfung

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Sie befähigt zur Ausübung eines Lehramtes. Die Durchführung der Zweiten Staatsprüfung liegt in der Zuständigkeit des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern.  Die erfolgreich absolvierte Zweite Staatsprüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Unterrichtserlaubnis in Mecklenburg-Vorpommern.

detaillierte Informationen im Gesetz über die Lehrerbildung in M-V

Aufgaben des Lehrerprüfungsamtes (LPA)

  • Vorbereitung, Durchführung und Beurkundung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen für die Lehrämter an Beruflichen Schulen, Grund- und Hauptschulen,
  • Gymnasien, Haupt- und Realschulen und für Sonderpädagogik
  • Prüfung von EU-Lehrern im Rahmen des EU-Anerkennungsverfahrens
  • Wahrnehmung der Fach- und Inhaltszuständigkeit, der Organisationszuständigkeit und der Organisationsaufsicht bei staatlichen Lehramtsprüfungen
  • Durchführung der Zulassungs- und Bestellverfahren für die Staatsprüfungen
  • Prüfungsrechtliche Beratung von Studierenden und Bewerbern für Staatsprüfungen
  • Staatliche Prüfungen von Dolmetschern und Übersetzern

    Das Lehrerprüfungsamt ist Teil des Instituts für Qualtitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV).
Gesetz über die Lehrerbildung MV

Dr. Frank Mehlhaff
Standorte: Rostock und Greifswald

Tel: 0381 20872410 - Rostock

Tel.: 03834 5958721 - Greifswald


E-Mail: f.mehlhaff@iq.bm.mv-regierung.de

Die Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) ist die Interessenvertretung der Referendarinnen und Referendare in M-V. Sie beantragen beispielsweise Maßnahmen beim Personalrat und nehmen Anregungen entgegen.

E-Mail: ausbildungsvertretung@bm.mv-regierung.de

Tel.: 0172 700 4217

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Informationen rund um das Berufsbild Lehrer/in, über das Studium, den Vorbereitungsdienst, die Verbeamtung, den Verdienst sowie freie Stellenangebote für den Schuldienst in MV.