Lehrerprüfungsamt

Das Lehrerprüfungsamt an den beiden Standorten Rostock und Greifswald ist für die Durchführung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen aller Lehrämter zuständig. Es begleitet die Studierenden durch die gesamte Ausbildungszeit: vom Beginn ihres Studiums bis zum Ende ihres Referendariats.

Aktuelle Hinweise

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus ist das Lehrerprüfungsamt M-V geschlossen. Es wird gebeten, Anfragen auf telefonischem, elektronischem oder postalischem Wege zu stellen. Auch die Meldung zur Ersten Staatsprüfung im Sommersemester 2021 muss per Post eingereicht werden.

Aufgrund von Änderungen in der Lehrerprüfungsverordnung sowie in der Lehrervorbereitungsdienstverordnung ist ein sicherer Abschluss des Studiums und des Referendariats trotz der aktuellen Lage möglich. Nachfolgend werden Hinweise und Informationen zu den Staatsprüfungen gegeben, die bei Bedarf aktualisiert werden.

Hinweise Erste Staatsprüfung (Stand 12. Januar 2021)

Hinweise zu den Ersten Staatsprüfungen im Wintersemester 2020/21
und zum Auslandsaufenthalt Stand 14.12.2020

Die Ersten Staatsprüfungen finden weiterhin zu den geplanten Terminen statt, auch in der ersten Januarwoche. Falls wegen des eingeschränkten Bibliotheksbetriebs wichtige Literatur zur Prüfungsvorbereitung nicht zur Verfügung steht, teilen Sie dies bitte umgehend Ihren Prüfern mit.

Da ein Großteil der Bevölkerung vernünftig ist und unnötige Infektionsketten ver-meidet, hofft das LPA, dass die jetzigen Kontaktbeschränkungen nicht verschärft werden müssen und wir besonnen sowie unter Beachtung der Hygienevorschriften gemeinsam die Staatsprüfungen durchführen können. Im Gegensatz zum Sommersemester konnten wir pünktlich in die Prüfungen starten. Die gegenwärtigen Bedingungen ermöglichen einen weitestgehend normalen Prüfungsablauf. 
Ziel ist es, den Übergang vom Studium in den Vorbereitungsdienst ohne Verzögerungen zum Ende des Prüfungssemesters zu ermöglichen.
Grundlage bleibt die Lehrerprüfungsverordnung (zuletzt geändert durch Ver-
ordnung vom 16. September 2020 (GVOBl. M-V S. 872)). 

Für die Ersten Staatsprüfungen unter Pandemiebedingungen ist bis auf
weiteres im Wintersemester (01.10.20 - 31.03.21) folgendes zu beachten: 

• Um Nachteile durch die Einschränkung der Arbeit der Bibliotheken auszugleichen, wird der Abgabeschluss für die Wissenschaftliche Abschlussarbeit für das Prüfungssemester Winter 2020/21 vom 15. Dezember 2020 auf den 08. Februar 2021 verlängert.
• Die mündlichen Prüfungen finden in Abstimmung mit den Hochschulen in der Regel als Präsenzprüfungen statt. Die Bibliotheken sind geöffnet und haben ihr Online-Angebot ausgeweitet. 
• Die Zwei-Haushalte-Regelung gilt nicht für dienstliche und anderweitig ver-pflichtende Veranstaltungen wie Schule, Studium, etc. 
• Sie können, solange Sie keine Corona-Symptome haben, aus Risikogebieten anreisen und sich in Hotels oder Pensionen einmieten. 
Sie sind nicht als Urlaubsgast hier, sondern als Student der Hochschule bzw. als Staatsprüfling des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur sozusagen im Dienst. Die Immatrikulationsbescheinigung sollte als Nachweis ausreichen.
• Ein Tragen der MNB während der Prüfung wird dringend empfohlen, ebenso eine gute Durchlüftung des Prüfungsraumes.
• Gemäß § 10, Absatz 3 der Lehrerprüfungsverordnung wird weiterhin eine Vertreterin oder ein Vertreter des Lehrerprüfungsamtes in Einzelfällen an der Prüfung teilnehmen.
• Befindet sich der Prüfling in Quarantäne, wird wie im Krankheitsfall vorge-gangen. Er informiert umgehend das LPA sowie möglichst auch die Prüfer und stellt einen Antrag auf Rücktritt von der Prüfung. Als Nachweis genügt die Quarantäneanordnung, ein amtsärztliches Gutachten ist in diesem Fall nicht erforderlich. Die Prüfung wird im Semester auf einen nächstmöglichen Termin verschoben. 
• Befindet sich eine Prüferin/ein Prüfer in Quarantäne oder gehört sie/er zum gefährdeten Personenkreis, wird sie/er möglichst online zur Prüfung hinzu geschaltet. Aus datenschutzrechtlichen Gründen wird der Prüfling in diesem Fall um Zustimmung zur Zuschaltung gebeten.
• Falls der Prüfling im begründeten Fall selbst unbedingt online geprüft werden 
muss (z.B. sie/er gehört zum gefährdeten Personenkreis), muss ein Antrag beim LPA gestellt werden. Für diese Online-Prüfung gibt es eine gesonderte Handreichung.
• Kommt es trotz aller Bemühungen zu einem vollständigen Lockdown, kann  §28a der Lehrerprüfungsverordnung angewendet werden. Die Beteiligten werden informiert und die weiteren mündlichen Prüfungen werden ausgesetzt. Soweit noch keine Prüfungsnoten vorliegen, werden die aggregierten Modulnoten aus dem Studium als Noten für die Erste Staatsprüfung herangezogen. 

Wir wünschen Ihnen Gesundheit und einen erfolgreichen Prüfungsabschluss.

Hinweise zum Auslandsaufenthalt gemäß § 20 Absatz (1) LehPrVO 2012
Der Auslandsaufenthalt ist Pflichtbestandteil des Studiums der modernen Fremd-
sprachen und Zulassungsvoraussetzung für die Erste Staatsprüfung. 
Obwohl kein generelles Reiseverbot besteht, macht es die Pandemie gegenwärtig fast unmöglich, den vorgeschriebenen Auslandsaufenthalt zu absolvieren, auch 
wenn gegenwärtig in einigen Ländern das Infektionsrisiko bedeutend geringer ist 
als in Deutschland. 
Das trifft nun jene Studierenden hart, die sich diese Studienleistung bis zum Schluss aufgehoben haben. Ausgleichsveranstaltungen können von den Hochschulen nicht angeboten werden. 
Folgende Möglichkeiten bestehen: 
• Verschiebung des Auslandsaufenthaltes und Nichtanrechnung des dafür benötigten Semesters bei der Berechnung der Regelstudienzeit 
• Akzeptanz eines begründet verkürzten Auslandsaufenthaltes durch das LPA (ca. 5 bis 6 Wochen) 
• Eventuell ist eine Teilnahme an Onlineveranstaltungen zu Landeskultur und 
Sprache an ausländischen Universitäten oder ähnlichen Onlinekursen anderer 
Anbieter in der Zielsprache als Ersatzleistung möglich. 

Prüfungsanmeldung zum Sommersemester 2021
Der Nachreichtermin für den Nachweis des Auslandsaufenthaltes ist der 15. April 
2021. Wenn Sie bis Ende März 2021 ohne eigenes Verschulden wegen der Pandemie nachweislich nicht in der Lage waren, den Auslandsaufenthalt ganz oder in Teilen zu absolvieren, stellen Sie bitte einen schriftlichen Härtefallantrag an das LPA. In einer Einzelfallentscheidung kann Ihnen der Auslandsaufenthalt als Voraussetzung für die Zulassung zur Ersten Staatsprüfung erlassen werden. Prüfen Sie jetzt schon die Möglichkeit oben genannter Ersatzleistungen.

Prüfungsanmeldung zum Wintersemester 2021/2022
Der Nachreichtermin für den Nachweis des Auslandsaufenthaltes ist der 15. Oktober 2021. Das LPA hofft auf ein Abklingen der Infektionsrate zum Frühsommer. Bitte nehmen Sie Kontakt mit Ihrem Auslandsziel auf und versuchen Sie, im Sommer Ihren Auslandsaufenthalt zumindest in Teilen zu absolvieren. 
Weitere Festlegungen trifft das LPA zu gegebener Zeit.

Hinweise Zweite Staatsprüfung (Stand 12. Januar 2021)

Hinweise zu den Zweiten Staatsprüfungen 

Da ein Großteil der Bevölkerung vernünftig ist und unnötige Infektionsketten ver-
meidet, hofft das LPA, dass die jetzigen Kontaktbeschränkungen nicht verschärft 
werden müssen und wir besonnen sowie unter Beachtung der Hygiene-vorschriften gemeinsam die Staatsprüfungen durchführen können. Das Ziel ist ein verzögerungsfreier Übergang vom Vorbereitungsdienst in den Lehrerberuf.
Die gegenwärtigen Bedingungen in den Schulen ermöglichen den weitestgehend 
„normalen“ Prüfungsablauf. Lehrproben im Rahmen der Hausarbeit und Examens-
lehrproben können mit den jeweiligen Klassen stattfinden. 
Grundlage bleibt die Lehrervorbereitungsdienstverordnung (LehVDVO M-V, zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Mai 2020 (GVOBl. M-V S. 222)). 

Für die Zweiten Staatsprüfungen unter Pandemiebedingungen ist bis auf 
weiteres folgendes zu beachten: 
• Soweit für die Prüfungsvorbereitung der Zugang zu vertiefender Literatur 
trotz Online-Ausleihen, Stadtbibliotheken und der Handbibliothek Ihrer Ausbilder 
und KollegInnen eingeschränkt ist, weisen Sie bitte Ihre Prüfungskommission auf das Problem hin. 
Die inhaltlichen Punkte Ihres Lektionsentwurfes, zu denen die vertiefende Literatur nicht zugänglich war, ergänzen Sie mit einer konkreten Fußnote.  
• Angesichts des Infektionsgeschehens wird darum gebeten, auf Zuhörer gemäß  §19 Absatz (8) der LehVDVO M-V zu verzichten. 
• Kann die Prüfung nicht stattfinden, weil der Prüfling in Quarantäne ist oder coronatypische Symptome aufweist, ist dies gemäß § 26 Absatz 2 LehVDVO 
unverzüglich in geeigneter Form nachzuweisen. Auf ein amtsärztliches Gutachten wird im Falle einer Quarantäneanordnung verzichtet.
• Falls eine Quarantäneanordnung für die Schule oder eine Prüfungsklasse vorliegt oder für den Prüfungstag erwartet wird, ist durch die Schulleitung oder den Referendar umgehend das LPA zu informieren. Das Lehrerprüfungsamt 
entscheidet über die teilweise oder ganze Verschiebung der Prüfung im 
Einzelfall. 
• Bei Verhinderung eines Mitglieds der Prüfungskommission ist ebenfalls das LPA zu informieren, es bestellt eine geeignete Vertretung. 


Bis zu den Winterferien (05. Februar 2021) finden alle Prüfungsbestandteile gemäß § 36 LehVDVO statt. Dies bedeutet,

1. dass die Hausarbeiten zum Termin eingereicht, von Studienleiterinnen und Studienleitern sowie Mentorinnen und Mentoren bewertet und zusammen mit den Bewertungen an das LPA geschickt werden, und

2. dass an die Stelle der Examenslehrproben Fachkolloquien treten, die von Fach- und Studienleiterinnen bzw. Fach- und Studienleitern durchgeführt werden. Die Termine für die Kolloquien werden allen Beteiligten zeitnah mitgeteilt, in den meisten Fällen wird der ursprünglich für die Examenslehrproben vorgesehene Termin beibehalten.         

Zusätzlich wird festgelegt, dass alle Hausarbeiten, die bis zum 19. März 2021 abzuleisten sind (Ende des VD zum 31.07.2021), ebenfalls zum Termin eingereicht (d.h. drei Werktage vor dem ursprünglichen Termin der Lehrprobe), von Studienleiterinnen und Studienleitern sowie Mentorinnen und Mentoren bewertet und zusammen mit den Bewertungen an das LPA geschickt werden.  Die Lehrprobe zur Hausarbeit findet nicht statt. In den Fällen, wo noch kein Termin für die Lehrprobe zur Hausarbeit dieser Referendare festgelegt worden ist, wird die Hausarbeit bis zum 15. März 2021 (24:00 Uhr) eingereicht.                                                                                 

Der Leitfaden für die Durchführung der Kolloquien und Formulare für die Bewertung der Hausarbeit, der Lehrprobenentwürfe und der Kolloquien sind auf dieser Internetseite unter 'Zweite Staatsprüfung' zu finden.

Das Lehrerprüfungsamt wünscht Ihnen für den Vorbereitungsdienst und die Prüfungen maximale Erfolge.

Phasen der Lehramtsausbildung

Erste Staatsprüfung
Lehramtsstudiengänge werden mit der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt abgeschlossen. Diese dient der Feststellung, ob die Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten durch das Studium in den von ihnen gewählten Prüfungsfächern die fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen sowie bildungswissenschaftlichen und praktischen Voraussetzungen für die Aufnahme eines schulartbezogenen Vorbereitungsdienstes erfüllen.

Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst zielt auf Berufsfertigkeit. Er dient der schulpraktischen Ausbildung zum Erwerb der Befähigung für das jeweilige Lehramt. Er vervollständigt damit die im Studium erworbenen fachlichen und didaktischen Kompetenzen und befähigt die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Referendarinnen und Referendare zu selbstständiger Arbeit an der Schule.

Zweite Staatsprüfung

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Sie befähigt zur Ausübung eines Lehramtes. Die Durchführung der Zweiten Staatsprüfung liegt in der Zuständigkeit des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern.  Die erfolgreich absolvierte Zweite Staatsprüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Unterrichtserlaubnis in Mecklenburg-Vorpommern.

detaillierte Informationen im Gesetz über die Lehrerbildung in M-V

Aufgaben des Lehrerprüfungsamtes (LPA)

  • Vorbereitung, Durchführung und Beurkundung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen für die Lehrämter an Beruflichen Schulen, Grund- und Hauptschulen,
  • Gymnasien, Haupt- und Realschulen und für Sonderpädagogik
  • Prüfung von EU-Lehrern im Rahmen des EU-Anerkennungsverfahrens
  • Wahrnehmung der Fach- und Inhaltszuständigkeit, der Organisationszuständigkeit und der Organisationsaufsicht bei staatlichen Lehramtsprüfungen
  • Durchführung der Zulassungs- und Bestellverfahren für die Staatsprüfungen
  • Prüfungsrechtliche Beratung von Studierenden und Bewerbern für Staatsprüfungen
  • Staatliche Prüfungen von Dolmetschern und Übersetzern

    Das Lehrerprüfungsamt ist Teil des Instituts für Qualtitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV).
Gesetz über die Lehrerbildung MV

Dr. Frank Mehlhaff
Standorte: Rostock und Greifswald

Tel: 0381 20872410 - Rostock

Tel.: 03834 5958721 - Greifswald


E-Mail: f.mehlhaff@iq.bm.mv-regierung.de

Die Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) ist die Interessenvertretung der Referendarinnen und Referendare in M-V. Sie beantragen beispielsweise Maßnahmen beim Personalrat und nehmen Anregungen entgegen.

E-Mail: ausbildungsvertretung@bm.mv-regierung.de

Tel.: 0172 700 4217

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Informationen rund um das Berufsbild Lehrer/in, über das Studium, den Vorbereitungsdienst, die Verbeamtung, den Verdienst sowie freie Stellenangebote für den Schuldienst in MV.