Lehrerprüfungsamt

Das Lehrerprüfungsamt an den beiden Standorten Rostock und Greifswald ist für die Durchführung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen aller Lehrämter zuständig. Es begleitet die Studierenden durch die  gesamte Ausbildungszeit: vom Beginn ihres Studiums bis zum Ende ihres Referendariats.

Achtung

Aufgrund der aktuellen Situation durch das Corona-Virus ist das Lehrerprüfungsamt M-V ist geschlossen. Es wird gebeten, Anfragen auf telefonischem, elektronischem oder postalischem Wege zu stellen. Die Voranmeldung zur Ersten Staatsprüfung für das Wintersemester 2020/21 erfolgt im Juni 2020 auf elektronischem Wege, das Einreichen der Unterlagen im Juli 2020 kann nur auf postalischem Wege erfolgen.

Aufgrund von Änderungen in der Lehrerprüfungsverordnung sowie in der Lehrervorbereitungsdienstverordnung, ist ein sicherer Abschluss des Studiums und des Referendariats trotz der aktuellen Lage möglich. Nachfolgend werden Hinweise und Informationen zu den Staatsprüfungen gegeben, die bei Bedarf aktualisiert werden

Aktuelles in Corona-Zeiten

Erste Staatsprüfung (Stand 14.Mai 2020)

Es ist im Moment nicht absehbar, wie lange und in welcher Intensität die Corona-Pandemie andauern wird. Diese Situation hat gravierende Auswirkungen auf die Planung der Ersten Staatsprüfung, ein Prüfungs-zeitraum bis Ende September ist nicht planbar. Durch die Situation an den Universitäten sind die Erbringung der Prüfungsvorleistungen und die Vorbereitung auf das Prüfungssemester ins Stocken geraten. Der Start der Ersten Staatsprüfungen ist stark verzögert. Eine Einstellung in den Vorbereitungsdienst zum 1. August wäre in der Regel unmöglich, zum 1. Oktober zumindest in Teilen fraglich. Ziel ist es, trotz der Einschränkungen möglichst vielen Lehramtsstudierenden einen zeitnahen Start in den Vorbereitungsdienst zu ermöglichen.

Um dem Rechnung zu tragen, wird bei den Prüflingen, welche sich für das Prüfungssemester Sommer 2020 erstmalig angemeldet haben, auf die Durchführung mündlicher Prüfungen verzichtet.

Die Details der geänderten Verordnung können § 28a der aktualisierten Lehrerprüfungsverordnung ganz unten auf dieser Seite entnommen werden. Die bundesweite Anerkennung der Abschlüsse ist gewährleistet. In vielen Fällen kann somit der Vorbereitungsdienst zum 01. August 2020 beziehungsweise zum 01. Oktober 2020 beginnen.

Der Termin für das Nachreichen des Nachweises über das ordnungsgemäße Studium sowie der aggregierten Modulnoten ist hiermit vom 22. Mai nunmehr auf den 15. Juni 2020 verschoben. Der Termin für die Abgabe der Wissenschaftlichen Abschlussarbeit im Sommersemester 2020 ist auf den 03. August 2020 verschoben.

Für das Zeugnis der Ersten Staatsprüfung werden die aggregierten Modulnoten aus dem Studium als Zeugnisnoten übernommen, hinzu kommt die Note für die wissenschaftliche Abschlussarbeit. Das Lehrerprüfungsamt gewährt auf formlosen Antrag bis zum 15. Juni 2020 aber auch eine Ummeldung der Prüfung auf das Herbstsemester, um die Möglichkeit zu eröffnen, dann eventuell Modulnoten durch mündliche Prüfungen zu verbessern. Dies ist ohne Anrechnung des zusätzlichen Semesters auf die Regelstudienzeit möglich.

Wenn dieser Antrag nicht gestellt wird, wird das Zeugnis nach Vorliegen aller Unterlagen und Noten zugeschickt. Es wird um Information an das LPA gebeten, falls sich die Postadresse geändert hat.

Wichtig: Gemäß § 28a „Übergangsregelungen in der besonderen Situation aufgrund der Coronavirus-Pandemie, Absatz 12 der aktuellen Lehrerprüfungsverordnung gilt dies nicht für Prüflinge, die bereits im letzten Semester im Prüfungsverfahren waren: „Wiederholungsprüfungen müssen in dem gleichen Format stattfinden, wie die ursprünglich nicht bestandene Prüfung.“ Auch die Studierenden, welche ihre Erste Staatsprüfung noch nach der Lehrerprüfungsverordnung vom 7. August 2000 ablegen, müssen die schriftlichen und mündlichen Prüfungen wie bisher absolvieren.

(Stand: 14. Mai 2020)

Zweite Staatsprüfung (Stand 12. Mai 2020)

Mit der „Verordnung zur Änderung der Lehrervorbereitungsdienstverordnung und der Lehrerprüfungsverordnung infolge des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2“ vom  07. Mai 2020 und deren rechtskräftigen Veröffentlichung ist nun der Weg frei für eine an die gegenwärtigen Bedingungen angepasste Durchführung der Zweiten Staatsprüfung. 

Die Details der geänderten Verordnung können § 36 der aktualisierten Lehrervorbereitungsdienstverordnung ganz unten auf dieser Seite entnommen werden.

Der Kern der Anpassung der Zweiten Staatsprüfung ist folgender:

  1. Die Erläuterung der Berichte erfolgt allein durch die Schulleiterin oder den Schulleiter der Seminarschule, beziehungsweise durch eine von diesen beauftragte Person. Soweit zu diesem Zeitpunkt kein Schulbetrieb stattfindet, kann die Erläuterung auch telefonisch erfolgen, die Unterschriften sind nachzureichen. 

  2. Zu den Hausarbeiten finden bis auf weiteres keine Lehrproben statt. Die jeweiligen schriftlichen Entwürfe werden von der Mentorin bzw. dem Mentor und der Studienleiterin bzw. dem Studienleiter bewertet. Das Protokoll mit den Noten und ein Exemplar der Hausarbeit werden dem Lehrerprüfungsamt übermittelt. Die Mitteilung und Erläuterung der Note auf Wunsch des Prüflings gemäß §18 (7) LehVDVO entfällt. 

  3. Anstelle der Examenslehrproben an den Schulen treten 2 jeweils 45-minütige Kolloquien in den Räumen des Regionalbereichs des IQMV. Dabei sind die gegenwärtigen Hygienestandards zu beachten. Die Prüfungskommission des Kolloquiums besteht aus jeweils einer Fachleiterin/einem Fachleiter als Prüfungsvorsitzende(r) und einer Studienleiterin/einem Studienleiter.

Der Prüfling sendet per E-Mail drei Werktage vor dem Tag der beiden Kolloquien die schriftlichen Unterrichtsentwürfe für beide Fächer an die jeweilige Fachleiterin bzw. Fachleiter, Studienleiter/in, die jeweilige Mentorin bzw. Mentor und an das LPA (für Rostock: r.doehring@iq.bm.mv-regierung.de bzw. für Greifswald: lpa.hgw@iq.bm.mv-regierung.de).

Die Mentoren senden das erstellte Gutachten vor dem Tag des Kolloquiums per E-Mail an das LPA (lpa.hro@iq.bm.mv-regierung.de bzw. lpa.hgw@iq.bm.mv-regierung.de) und an die/den jeweilige(n) Fachleiterin bzw. Fachleiter.

Das Original ist auf dem Postwege an das LPA zu senden.

Weitere Informationen (Handreichung, Formulare) gemäß der Verordnung zur Änderung der LehVDVO vom 07. Mai 2020 sind im Ordner ‚Zweite Staatsprüfung‘ vorhanden.

Die Prüfungen beginnen am 18. Mai 2020. Die konkreten Prüfungstermine sind den nachfolgenden geschützten Bereichen zu entnehmen, die schrittweise ergänzt werden.

(Stand: 12. Mai 2020)

 

Termine für die Kolloquien in Rostock Termine für die Kolloquien in Greifswald

Phasen der Lehramtsausbildung

Erste Staatsprüfung
Lehramtsstudiengänge werden mit der Ersten Staatsprüfung für ein Lehramt abgeschlossen. Diese dient der Feststellung, ob die Lehramtskandidatinnen und Lehramtskandidaten durch das Studium in den von ihnen gewählten Prüfungsfächern die fachwissenschaftlichen, fachdidaktischen sowie bildungswissenschaftlichen und praktischen Voraussetzungen für die Aufnahme eines schulartbezogenen Vorbereitungsdienstes erfüllen.

Vorbereitungsdienst

Der Vorbereitungsdienst zielt auf Berufsfertigkeit. Er dient der schulpraktischen Ausbildung zum Erwerb der Befähigung für das jeweilige Lehramt. Er vervollständigt damit die im Studium erworbenen fachlichen und didaktischen Kompetenzen und befähigt die Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter sowie Referendarinnen und Referendare zu selbstständiger Arbeit an der Schule.

Zweite Staatsprüfung

Der Vorbereitungsdienst schließt mit der Zweiten Staatsprüfung ab. Sie befähigt zur Ausübung eines Lehramtes. Die Durchführung der Zweiten Staatsprüfung liegt in der Zuständigkeit des Instituts für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern.  Die erfolgreich absolvierte Zweite Staatsprüfung ist Voraussetzung für die Erteilung der Unterrichtserlaubnis in Mecklenburg-Vorpommern.

detaillierte Informationen im Gesetz über die Lehrerbildung in M-V

Aufgaben des Lehrerprüfungsamtes (LPA)

  • Vorbereitung, Durchführung und Beurkundung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen für die Lehrämter an Beruflichen Schulen, Grund- und Hauptschulen,
  • Gymnasien, Haupt- und Realschulen und für Sonderpädagogik
  • Prüfung von EU-Lehrern im Rahmen des EU-Anerkennungsverfahrens
  • Wahrnehmung der Fach- und Inhaltszuständigkeit, der Organisationszuständigkeit und der Organisationsaufsicht bei staatlichen Lehramtsprüfungen
  • Durchführung der Zulassungs- und Bestellverfahren für die Staatsprüfungen
  • Prüfungsrechtliche Beratung von Studierenden und Bewerbern für Staatsprüfungen
  • Staatliche Prüfungen von Dolmetschern und Übersetzern

    Das Lehrerprüfungsamt ist Teil des Instituts für Qualtitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV).
Gesetz über die Lehrerbildung MV

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