Lockdown wird bis Ende Januar verlängert

06.01.2021

Bildungsministerin Bettina Martin äußert sich im Laufe des Tages zu den Maßnahmen

Der Lockdown in Mecklenburg-Vorpommern wird mit zum Teil schärferen Maßnahmen bis Ende Januar fortgesetzt. Künftig darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstagabend in Schwerin nach Beratungen von Bund und Ländern mitteilte. Zuvor durften sich noch fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen.

Die bestehenden Regelungen für Kitas und Schulen bleiben laut Schwesig zunächst unverändert. «Es ist das sensibelste Thema, weil es um die Kinder geht, um die Familien, um die Arbeitsfähigkeit, aber eben auch um den Gesundheitsschutz.»

Schülerinnen und Schüler aus Abschlussklassen sollen nach ihren Worten in der kommenden Woche wieder zur Schule gehen können. Dazu zählen demnach die Klassen 10, 12 und die Berufsschüler. Zudem stellte die Ministerpräsidentin die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts für Grundschüler vom 18. Januar an in Aussicht, sofern diese in Gebieten mit weniger als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche leben. Dazu zählen demnach derzeit die Stadt Rostock und der Landkreis Rostock. 

Eltern sollen ihre Kinder weiterhin grundsätzlich in die Kitas bringen können, wenn sie diese nicht zu Hause betreuen können. Gleiches gilt für Schüler bis zur 6. Klasse. Dort sollen dann Lehrer bei den Aufgaben helfen. Doch auch hier wird appelliert, die Kinder - sofern möglich - zu Hause zu lassen. Sie sollen dort dann Aufgaben erledigen. Die Präsenzpflicht an Schulen wird laut Schwesig weiterhin aufgehoben. Schüler ab der 7. Klasse sollen per Internet unterrichtet werden.

Bund und Länder verständigten sich am Dienstag ebenfalls auf eine eingeschränkte Bewegungsfreiheit in Corona-Hotspots, in denen mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche gezählt worden sind. Einwohner dürfen sich dann nicht mehr als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen, sofern kein triftiger Grund vorliegt - wie etwa ein Arztbesuch oder der Weg zur Arbeit. Diese Marke hat bislang jedoch kein Landkreis oder eine der beiden kreisfreien Städte im Bundesland erreicht. Die Mecklenburgische Seenplatte hatte am Dienstag mit 177,5 den höchsten Wert.

dpa