Qualitätssteigerungen in der Kindertagesförderung
„Mit dem ‚Zukunftsplan Kita‘ investiert Mecklenburg-Vorpommern weiter in die Qualität der Kindertagesförderung. In den kommenden Jahren wird der Betreuungsschlüssel in Krippe, Kindergarten und Hort schrittweise verbessert. Das bedeutet, dass die Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit für die Förderung, Betreuung und Bildung der Kinder haben werden. Gleichzeitig schafft das Land mit dem Zukunftsplan Perspektiven für Erzieherinnen und Erzieher und reagiert auf die Herausforderungen des demografischen Wandels“, sagt Bildungsministerin Simone Oldenburg. „Bereits in den vergangenen zwei Jahren hat sich das Bildungsministerium für einen Perspektivplan in der Kindertagesförderung eingesetzt und daher freue ich mich umso mehr, dass jetzt weitere konkrete Qualitätssteigerungen beschlossen worden sind.“

Der „Zukunftsplan Kita“ sieht ab 2027 eine schrittweise Reduzierung des Fachkraft-Kind-Verhältnisses und damit spürbare Entlastungen für das pädagogische Fachpersonal vor:
- Ab dem 1. Januar 2027 wird das Fachkraft-Kind-Verhältnis in der Krippe von 1 zu 6 auf 1 zu 5 gesenkt. Zum 1. August 2027 wird zudem die Gruppengröße im Hort von 1 zu 22 auf 1 zu 21 reduziert. Für beide Verbesserungen bringt die Regierungskoalition aus SPD und Die Linke noch im Juli einen entsprechenden Antrag zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes in den Landtag ein.
- Ab dem 1. Januar 2028 folgt eine Absenkung der Gruppengröße im Kindergarten auf 1 zu 13.
- Ab dem 1. Januar 2029 wird der Personalschlüssel im Hort auf 1 zu 20 weiter reduziert.
- Ab 2030 werden mit allen Beteiligten weitere Verbesserungen beraten.
- Bereits im Juni 2027 beginnen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten regionale „Runde Tische“ unter Federführung der Kommunen, um standortgenau über die Zukunft der Kindertagesförderung zu sprechen.
„Der ‚Zukunftsplan Kita‘ knüpft an eine Vielzahl von Maßnahmen an, die wir in dieser Wahlperiode bereits für Kinder, Eltern sowie Erzieherinnen und Erzieher umgesetzt haben“, so die Bildungsministerin. „Dazu zählen die Absenkung des Betreuungsschlüssels auf 1:14 im Kindergarten, die Beitragsfreiheit, durch die Eltern jährlich um 18.000 Euro entlastet werden und die für Gehaltssteigerungen bei den Erzieherinnen und Erziehern von bis zu 1.000 Euro pro Monat sorgt, sowie 1.200 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher, die mithilfe von mehr Landesgeld eingestellt wurden, um den Mindestpersonalschlüssel in den Kitas umzusetzen.“
Die Qualitätssteigerungen, die mit dem „Zukunftsplan Kita“ vereinbart worden sind, haben keine finanziellen Auswirkungen auf die kommunalen Haushalte. Sie werden aus zusätzlichen finanziellen Mitteln des Bundes aus dem Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz (AAÜG) für ehemalige DDR-Staatsbedienstete finanziert.