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Polnischunterricht

Witamy! Mówisz po polsku? - Wer die Sprache und Kultur unseres Nachbarlandes kennenlernen möchte, hat in Mecklenburg-Vorpommern an mehreren Schulen die Möglichkeit, am Polnischunterricht teilzunehmen. Für die Schülerinnen und Schüler hat das viele Vorteile, denn Polnisch als Fremdsprache gewinnt an gesellschaftlicher, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Bedeutung. Die Schülerinnen und Schüler können sich in der Landessprache vor Ort oder mit Besucherinnen und Besuchern aus Polen austauschen und bauen ihre beruflichen Möglichkeiten und Chancen aus. Darüber hinaus erleichtern Kenntnisse in Polnisch den Zugang zu weiteren slawischen Sprachen.

Polnischunterricht in Mecklenburg-Vorpommern

In der Bundesrepublik Deutschland haben die Länder vielfältige Konzepte zur Förderung des Polnischunterrichts entwickelt. Im Bereich Bildung setzt sich Mecklenburg-Vorpommern seit Jahren durch den Vorsitz im Ausschuss für Bildungszusammenarbeit der Deutsch-Polnischen Regierungskommission für regionale und grenznahe Zusammenarbeit für die Weiterentwicklung des Austausches zwischen den Bildungsinstitutionen und Behörden beider Länder ein.

So ist es möglich, Polnisch als zweite Fremdsprache oder als Herkunftssprache zu erlernen. Mecklenburg-Vorpommern richtet Fremdsprachenunterricht und herkunftssprachlichen Unterricht je nach Bedarf an den staatlichen Schulen ein. Bei der Zustimmung zur Einrichtung eines solchen Unterrichts muss die Schulkonferenz einbezogen werden, gemäß § 76 Absatz 6 des Schulgesetzes Mecklenburg-Vorpommern. So nahmen im Schuljahr 2024/2025 1.308 Schülerinnen und Schüler am Polnischunterricht an 18 Schulen in Mecklenburg-Vorpommern teil. Des Weiteren wurden 25 Schulpartnerschaften mit polnischen Partnerschulen gepflegt. Die Zahlen bleiben konstant, dank des großen Engagements der Lehrkräfte Vorort.

Bei der Durchführung von Polnischunterricht in Mecklenburg-Vorpommern finden Rahmenpläne samt Begleitdokumenten Berücksichtigung. Dabei ist auch auf das Exzellenzlabel CertiLingua zu verweisen, ein internationales Qualitätssiegel, das Abiturienten als Zertifikat über das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife hinaus besondere sprachliche, internationale und interkulturelle Kompetenzen bescheinigt.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, entsprechend der Verordnung über die Durchführung von Feststellungsprüfungen für Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, Polnisch als erste oder zweite Fremdsprache anerkennen zu lassen.

Bereits heute sieht die Regelung zum ganztägigen Lernen vor, dass bei Bedarf den Unterricht ergänzende Angebote unterbreitet werden können, die der Förderung von Schülerinnen und Schülern nichtdeutscher Herkunftssprache dienen; dazu gehören auch herkunftssprachliche Angebote. Die konkrete Umsetzung liegt bei der Schule. Herkunftssprachliche Angebote können im Zeugnis durch entsprechende Vermerke dokumentiert werden.

Ein besonderes Zeichen für die Weiterentwicklung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit wurde durch die Integration der deutsch-polnischen Geschichte im Unterricht im Februar 2023 gesetzt. 26 Sekundarschulen mit dem Schwerpunkt deutsch-polnische Zusammenarbeit in der grenznahen Region in unserem Bundesland wurden mit dem Geschichtsbuch „Europa – Unsere Geschichte“ in den Bänden 1-4 durch das Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern ausgestattet. Ziel ist es, binationale Geschichtsprojekte und -unterricht zu entwickeln.

Das Deutsch-Polnische Gymnasium in Löcknitz ist eine der Schulen des Landes, an der deutsch-polnische Zusammenarbeit und Interkulturalität besonders gelebt werden. Das binationale Gymnasium liegt im Grenzgebiet zu Polen, nur 15 Kilometer von Stettin entfernt.

An der Schule lernen deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 7 in integrierten Klassen bis zum Abitur. Das Gymnasium trägt hierdurch zur deutsch-polnischen Verständigung bei. Vielfältige, fest verankerte aber auch aktuelle, kurzfristige Projekte am Gymnasium und dem Ignacy-Lukasiewicz-Schulkomplex Police zeugen von einer zukunftsorientierten Bildungsarbeit im Sinne der europäischen Integration. E

in Teil der Schülerinnen und Schüler lebt in Polen und erwirbt am Gymnasium in Löcknitz neben dem deutschen auch das polnische Abitur – das ist in Deutschland einmalig.

Die Europäische Gesamtschule Insel Usedom im Seebad Ahlbeck ist eine weitere Schule des Landes, an der deutsch-polnische Zusammenarbeit besonders gelebt wird. Die Gesamtschule liegt im Grenzgebiet der Insel Usedom zu Polen und ist nur 3 Kilometer von Swinemünde entfernt.

An der Schule lernen deutsche und polnische Schülerinnen und Schüler gemeinsam ab der Jahrgangsstufe 5 bis zum Abitur. Mit einem durchgehenden Angebot Polnisch können Schülerinnen und Schüler von der Grundschule bis zur allgemeinen Hochschulreife in die Nachbarsprache eintauchen und wertvolle Kompetenzen für eine Zukunft in der Euroregion Pommern erwerben. Grundlegend wird der Sprachunterricht durch intensive Unterrichts- und Begegnungsprojekte mit den polnischen Partnerschulen Grundschule Nr. 6 und Mieszka I Lyzeum mit Integrationsklassen in Świnoujście unterstützt. Dabei ist unter anderem das Tandemlernen in polnisch-deutschen Teams ein bewährtes Prinzip für erfolgreichen Kompetenzerwerb, weit über den reinen Spracherwerb hinaus. Durch das Forum Polnischunterricht auf der Plattform Its-Learning werden diese jahrelangen Erfahrungen für die Lehrkräfte Polnisch des Landes nutzbar gemacht.

An der Käthe- Kollwitz- Grundschule in Greifswald gibt es seit dem Schuljahr 2022/2023 im Rahmen des vollen Halbtagsschulangebotes fakultativen Polnischunterricht für jede Jahrgangsstufe.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren Interessantes aus ihrer Nachbarregion/ dem Nachbarland. Sie werden mit Traditionen, geschichtlichen Informationen und besonders mit dem Schulalltag in Polen bekanntgemacht. Die Mädchen und Jungen der 3. und 4. Klassen tauschen interessante Steckbriefe mit Kindern einer Schule aus Stettin aus. Die Sprache lernen die Kinder mit dem Maskottchen Gryfik. In Klasse 1 wird der Unterricht vor allem spielerisch und bildhaft gestaltet. Der Fokus liegt hier primär auf dem Sprechen. Im Mittelpunkt stehen grundlegende Themen wie die Zahlen bis 10, Farben, einfache Begrüßungen sowie das „Sich- Vorstellen“. In den höheren Klassenstufen werden diese Themen gefestigt und durch Verschriftung ergänzt. Außerdem werden die Themen Geburtstag, Tiere, Obst und Gemüse und Feiertage behandelt. Es werden aber auch Themen aufgenommen, die die Schüler sich wünschen.

Das Gymnasium Carolinum in Neustrelitz steht seit vielen Jahren für eine aktive und lebendige deutsch-polnische Zusammenarbeit. Ein zentraler Bestandteil dieses Profils ist der Polnischunterricht, der im Wahlpflichtbereich der Jahrgangsstufen 9 und 10 sowie bereits in der Sprachklasse der Jahrgangsstufe 7 angeboten wird. Schülerinnen und Schüler erhalten so die Möglichkeit, die Sprache unseres Nachbarlandes zu erlernen und interkulturelle Kompetenzen zu entwickeln. Der Unterricht ist praxisnah und kommunikativ ausgerichtet. Alltagssituationen, Rollenspiele und lebensnahe Themen stehen im Mittelpunkt und fördern insbesondere die mündliche Sprachkompetenz.

Ziel ist es, Hemmungen abzubauen und die Sprache aktiv anzuwenden. Dies ist eine wichtige Grundlage für Begegnungen mit polnischen Partnern. Eine besondere Rolle spielt dabei die langjährige Schulpartnerschaft mit dem Maria Skłodowska-Curie Lyzeum Nr. 1 in Szczecin, das seit über 20 Jahren besteht. Das Gymnasium Carolinum leistet damit einen wichtigen Beitrag zur deutsch polnischen Verständigung und zur Förderung europäischer Werte.

Schulen mit Polnischunterrichtsangeboten

Schulname Adresse
Grundschule "Am See" Löcknitz Am See 10
17321 Löcknitz
Grundschule Mewegen Ahornstraße 167
17322 Rothenklempenow
OT Mewegen
Grundschule Penkun Am Deputatenbruch 6
17328 Penkun
Europäische Gesamtschule Insel Usedom Lindenstraße 112
17419 Ahlbeck
Regionale Schule "Käthe Kollwitz" Anklam Mühlenstraße 8d
17389 Anklam
Regionale Schule mit Grundschule "Heinrich Heine" Karlshagen Schulstraße 4
17449 Karlshagen
Regionale Schule mit Grundschule "Johann-Christoph Adelung" Spantekow Schulstraße 8
17392 Spantekow
Regionale Schule "Ernst Thälmann" Eggesin Luckower Straße 6a
17367 Eggesin
Regionale Schule Löcknitz Am See 9
17321 Löcknitz
Regionale Schule Penkun Stettiner Tor 4
17328 Penkun
Deutsch-Polnisches Gymnasium Löcknitz Friedrich-Engels-Straße 5-6
17321 Löcknitz
Gymnasium "Oskar Picht" Pasewalk Grünstraße 63
17309 Pasewalk
Greifen-Gymnasium Ueckermünde Apfelallee 2
17373 Ueckermünde
Regionale Schule "Adolph Diesterweg" Stralsund Rudolf-Virchow-Straße 23
18435 Stralsund
Gymnasium Carolinum Louisenstraße 30
17235 Neustrelitz
Evangelische Grundschule mit Orientierungsstufe Pasewalk Grünstraße 63
17309 Pasewalk
Grundschule "Käthe Kollwitz" Greifswald Knopfstraße 25
17489 Greifswald

Kontakt

Patrick Alfred Bias

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Bereich 2 - Fortbildung, Beratung, Lehrkräftegesundheit, Europäische Schulprogramme

Telefon: 0385 588 178880 E-Mail senden

Patrick Alfred Bias

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
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