Nominierungen für das Schulbuch des Jahres 2022

03.02.2022

Das Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) verleiht seit 2012 zusammen mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb den Preis ‚Schulbuch des Jahres‘. In diesem Jahr wird die Auszeichnung am 17. März im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf dem Forum Unterrichtspraxis verliehen. Autorenschaft, Herausgebende und Schulbuchverlage werden mit dem Preis für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Schulbuchkonzepte geehrt. Das Leibniz-Institut für Bildungsmedien will mit der Auszeichnung Debatten zum Thema Schulbuch anregen, für die gesellschaftliche Bedeutung von Schulbüchern sensibilisieren und zu einer Verbesserung von Schulmaterialien beitragen.

Der Preis steht unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz, deren Präsidentin, die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien, hervorhebt: „Die Qualität von Unterrichtsmedien, ob nun klassisches Schulbuch oder digitale Materialien, hat eine große Bedeutung bei der Vermittlung von Unterrichtsinhalten. Für viele Lehrkräfte ist und bleibt das Schulbuch wichtige Informations- und Inspirationsquelle für die Vorbereitung und Gestaltung ihres Unterrichts. So ist der Preis ‚Schulbuch des Jahres’ nicht nur eine Auszeichnung für die Schulbuchautorinnen und -autoren, sondern auch eine gute Orientierungshilfe für die Lehrkräfte bei der Auswahl von Schulbüchern.“

Im dreijährigen Turnus werden Lehrwerke der Grundschule, der Sekundarstufe I und der Sekundarstufe II prämiert. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren ermittelt eine Jury aus Wissenschaft, Bildungsmedienproduktion und Schulpraxis die prämierten Werke. In diesem Jahr werden die jeweils besten Lehrwerke der Sekundarstufe II in den Kategorien Gesellschaft, Sprache und MINT ausgezeichnet.

Die Bedingungen einer digitalen und sich schnell ändernden Gesellschaft erfordern neue Formen des Lernens und Lehrens. Die insgesamt acht Nominierungen für das ‚Schulbuch des Jahres 2022‘ setzen weit über das eigene Fachgebiet hinaus neue Impulse zur Wissensvermittlung im schulischen Kontext. Durch Aktualität, Aufgabenvielfalt und einer ansprechenden Aufbereitung kombiniert mit zusätzlichen Medieneinsätzen werden die Lehrwerke den wachsenden Anforderungen an Bildungsmedien gerecht.

„Ein Schulbuch herauszubringen, das nicht nur kanonisiertes Wissen vermittelt, sondern auch aktuelle Entwicklungen berücksichtigt, realistische Gesellschaftsbilder vermittelt, selbstständiges Lernen und Medienkompetenz fördert, ist die große Herausforderung für die Verlage“, erläutert Prof. Eckhardt Fuchs, Direktor des GEI und Juryvorsitzender. „Die nominierten Titel erfüllen in besonderem Maße die Anforderungen an ein zeitgemäßes Lehrwerk und zeigen Mut zu inhaltlichen, didaktisch-methodischen sowie gestalterischen Innovationen.“

„Schulbücher haben auch in Zeiten der Corona-Pandemie eine hohe Relevanz – als digitale Lehrwerke bieten sie vielfältige Möglichkeiten der Themenvermittlung“, so Thomas Krüger, Präsident der bpb. Er betont: „Ob in der Förderung von Recherchefähigkeiten oder mittels Quellenkritik – gute Schulbücher, insbesondere im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich, tragen dazu bei, Schülerinnen und Schüler für Fake News und Desinformation zu sensibilisieren.“

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