Acht MINT-Talente aus MV bei Bundesfinale Jugend forscht

18.03.2022

Jugend forscht – mit Pantoffeltierchen, Hyperakkumulator und Planspiegeln zum Erfolg

Für den 57. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich acht talentierte junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern qualifiziert. Die Landessiegerinnen und Landessieger wurden gestern in Rostock ausgezeichnet. Beim diesjährigen Online-Landeswettbewerb, gemeinsam ausgerichtet von der WEMAG AG und der Stadtwerke Rostock AG, präsentierten 68 Jungforscherinnen und Jungforscher insgesamt 31 Forschungsprojekte.

Landessieger im Fachgebiet Biologie wurden Emil August Botezatu (16), Josua Ly Zehner (18) und Dascha Dobrozki (18) vom Schülerforschungszentrum Rostock. Am Beispiel des Einzellers Paramecium caudatum analysierten die drei den Einfluss von Schadstoffen wie Mikroplastik auf die Lebensweise von Mikroorganismen. Mithilfe eines selbst entwickelten motorbetriebenen Mikroskops beobachteten sie dabei das spezifische Bewegungsverhalten des sogenannten Geschwänzten Pantoffeltierchens.

Bente Lina Schröder (18) und Aila Amelie Fähnrich (17) von der CJD Christopherusschule Rostock siegten im Fachgebiet Chemie. Die beiden untersuchten, ob das Beharrte Knopfkraut, das allgemein als Unkraut gilt, als sogenannter Hyperakkumulator wirken kann und sich somit für die Sanierung verschmutzter Böden eignet. Bei Hyperakkumulatoren handelt es sich um Pflanzen, die in Böden mit hohen Konzentrationen von Schwermetallen gedeihen, diese mit den Wurzeln aufnehmen und in ihrem Gewebe anreichern.

Chengshang Liu vom Gymnasium Schloss Torgelow überzeugte die Jury im Fachgebiet Physik. Der 16-Jährige erforschte die optischen Phänomene, die entstehen, wenn man mehrere Spiegel, deren reflektierende Fläche flach ist, miteinander kombiniert. Der junge Wissenschaftler entwickelte drei Arten von Planspiegelkombinationen, die künftig in Museen oder bei der Dekoration von Innenräumen verwendet werden können, um so die Aufmerksamkeit der Betrachtenden zu erhöhen.

Den Landessieg im Fachgebiet Technik errangen Joahnn Elias Stoetzer (17) und Steven Gurgel (17). Sie befassten sich mit 3-D-Druck im Schmelzschichtverfahren, um damit unter anderem spezielle Sensoren zu entwickeln, die sich auf textile Flächen drucken lassen. Diese bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten – von einfachen Interaktionen der Benutzenden etwa bei smarter Kleidung bis hin zum Einsatz im Rhea-Bereich.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet das 57. Bundesfinale vom 26. bis 29. Mai 2022 in Lübeck statt. Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und das Forschungsforum Schleswig-Holstein e. V. als Bundespate.

Pressemitteilung

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