Erster Schulpartner-Preis geht nach Schwerin
Bildungsministerin Simone Oldenburg gratuliert der Grundschule am Mueßer Berg in Schwerin zum Schulpartner-Preis. Die Schule erhält ihn für ihr Engagement in der Gewaltprävention und Streitschlichtung sowie für die Zusammenarbeit mit den Eltern. „Die Grundschule am Mueßer Berg zeigt, wie wichtig es ist, Kinder frühzeitig darin zu stärken, Konflikte friedlich zu lösen und respektvoll miteinander umzugehen. Das ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen und ein gutes Schulklima. Die Auszeichnung ist eine schöne Anerkennung für die engagierte Arbeit, die an der Schule geleistet wird.“

Alle 17 Klassen der Grundschule haben ein monatliches Training zur Gewaltprävention und Streitschlichtung durchlaufen. Darüber hinaus hat die Schule ein Elterncafé eingerichtet. Die Pädagoginnen und Pädagogen haben an Fortbildungen teilgenommen, um die Erfolge des Trainings im Schulalltag zu verankern. Das Projekt setzt damit auf ein gemeinsames Engagement von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrkräften. „Kinder brauchen Erwachsene, die sie begleiten, ihnen zuhören und sie dabei unterstützen, eigene Lösungen zu finden. Wenn Schule und Elternhaus dabei zusammenarbeiten, stärkt das die gesamte Schulgemeinschaft“, betonte Oldenburg.
Der Schulpartner-Preis wird in diesem Jahr erstmals vom Bundesverband Nachhilfe- und Nachmittagsschulen (VNN) innerhalb seiner Initiative „Schulpartner Deutschland“ vergeben. Ausgezeichnet werden erfolgreiche Kooperationsprojekte zwischen außerschulischen Organisationen, Vereinen oder Verbänden und öffentlichen Schulen. Im Mittelpunkt stehen die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern und die Umsetzung staatlicher Förderprogramme.
Die Grundschule am Mueßer Berg ist zugleich eine Startchancen-Schule. Mit dem gemeinsamen Programm von Bund und Ländern sollen die Bildungschancen von Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft verbessert werden. Mecklenburg-Vorpommern erhält dafür jährlich 17 Millionen Euro an Bundesmitteln. „Jedes Kind soll die Chance haben, seine Stärken zu entwickeln und erfolgreich zu lernen – unabhängig von seiner familiären Situation und dem Verdienst seiner Eltern. Dafür brauchen wir Schulen, die individuelle Förderung und ein respektvolles Miteinander gleichermaßen im Blick haben“, sagte Oldenburg.