Springe direkt zu:

Familienklassenzimmer

Das Familienklassenzimmer (Lerngruppe Verhalten) ist Teil eines gestuften flexiblen Fördersystems im Rahmen der inklusiven Beschulung für Lernende mit Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung. Im Familienklassenzimmer arbeiten Lehrkräfte, unterstützendes pädagogisches Fachpersonal, Eltern und Sozialpädagoginnen und –pädagogen an einem Tag in der Woche gemeinsam mit den Kindern und entwickeln durch das Schaffen von Lernsituationen eine spezifische gemeinsame Fördersituation.

ine Familie sitzt auf dem Sofa und liest gemeinsam in einem großen roten Buch. Die Eltern lächeln, während die beiden Kinder, ein Junge und ein Mädchen, begeistert auf die Seiten schauen.

Konzept des spezifischen Unterrichtsangebotes

Im Bereich der Prävention auffälliger Verhaltensweisen im Kontext von Schule und Familie bietet die Arbeit im Familienklassenzimmer einen systemischen Zugang, auf dessen Grundlage gemeinsame Lösungsansätze für Eltern, Kinder und Lehrkräfte erarbeitet werden können.

Kinder, Eltern und Lehrkräfte reflektieren gemeinsam nach einem durchgeführten wöchentlichen Unterrichtstag ihr Handeln und entwickeln auf der Grundlage ihrer Beobachtungen und Einschätzungen neue Förderziele.

Eltern erhalten hierbei auf der Ebene eines gleichberechtigten Austauschs mit anderen Eltern sowie eines Austauschs auf „Augenhöhe“ mit pädagogischem Personal Ziele und Konsequenzen für ihre Erziehungsarbeit.

Lehrkräfte erleben Kinder und Eltern in der Kommunikation und im Verhalten miteinander und erhalten die Chance den Bezugsrahmen Familie des Kindes kennenzulernen.

Dieser gegenseitige Austausch ermöglicht allen Beteiligten einen Perspektivwechsel und eine hohe Sensibilität für Problemlagen in den unterschiedlichen Systemen.

Das Familienklassenzimmer kann die Schule selbstständig anbieten.

Ausbildungskurs „Systemische Kompetenz für das Familienklassenzimmer“

Das IQ M-V bietet mit der modularen Fortbildung „Systemische Kompetenz für das Familienklassenzimmer“ Lehrkräften und unterstützenden pädagogischen Fachkräften aller allgemein bildenden Schularten fortlaufend die Möglichkeit, die für eine Tätigkeit im Familienklassenzimmer erforderliche Zusatzqualifikation zu erwerben.

In der Fortbildung werden Grundlagen systemischen Denkens und Handelns vermittelt und systemische Beratungskompetenzen erworben. Zielstellung der Fortbildung ist, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu befähigen, auf der Grundlage systemischer Arbeitsweisen Gespräche und Situationen mit Einzelpersonen, Familien und größeren Systemen sicher zu gestalten. Nach Abschluss der Zusatzqualifikation sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Lage, in Zusammenarbeit mit der Schulleitung, sozialpädagogischer Unterstützung und den Lehrkräften der Schule ein Familienklassenzimmer an der eigenen Schule aufzubauen.

Die Ausschreibung des Fortbildungsangebotes erfolgt über die Staatlichen Schulämter. Im Rahmen der Ausschreibung können sich interessierte Lehrkräfte und unterstützende pädagogische Fachkräfte für die Teilnahme an der Fortbildung über ihre Schule beim zuständigen Schulamt bewerben.

Kontakt

Ricarda Bloch

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Bereich 2 - Fortbildung, Beratung, Lehrkräftegesundheit, Europäische Schulprogramme

Telefon: 0385 588 17971 E-Mail senden

Ricarda Bloch

Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Bereich 2 - Fortbildung, Beratung, Lehrkräftegesundheit, Europäische Schulprogramme

Telefon: 0385 588 17971 E-Mail senden