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Jugend forscht: Forschernachwuchs zeigt neue Perspektiven

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Unter dem Motto „Maximale Perspektive“ läuft gegenwärtig zum 61. Mal Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb „Jugend forscht“. In Mecklenburg-Vorpommern stehen die Siegerinnen und Sieger des 36. Landeswettbewerbs „Jugend forscht“ und des Regionalwettbewerbs „Jugend forscht junior“ fest. Die 85 Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher aus dem Nordosten haben insgesamt 44 Projekte in der Stadthalle Rostock präsentiert.

Eine Fachjury hat die Arbeiten in den sieben Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik begutachtet und Preise vergeben. Die WEMAG unterstützt den Wettbewerb auf Landesebene bereits seit dem Start 1991 als Patenunternehmen. Als weiterer Partner ist seit 2012 die Stadtwerke Rostock AG dabei.

In seinem Statement sagte Dr. Uwe Viole, Abteilungsleiter „Lehrkräftebildung und Digitalisierung“ im Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung: „Die Jugendlichen haben mit ihren Projekten eindrücklich ihre Kreativität, ihr Beharrungsvermögen und ihre Neugier unter Beweis gestellt. Vor allem die Neugier ist der wesentliche Antrieb, sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Hinzu kommt, dass die erfolgreiche Suche nach der Lösung eines Problems nicht nur ein besonderes Erfolgserlebnis darstellt, sondern zudem auch einfach Spaß bereitet. Die zielgerichtete Anwendung eines wissenschaftlichen Instrumentariums und die Freude daran schließen sich nicht aus – im Gegenteil. Die Schülerinnen und Schüler können zu Recht stolz auf ihre hervorragenden Leistungen sein. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei den Betreuerinnen und Betreuern der Projekte. Sie spielen in dem oft langwierigen Prozess der Problemlösung eine wesentliche Rolle und haben im Rahmen ihrer Begleitung und Beratung die erforderliche Motivation stets aufrechterhalten.“

Den 1. Preis im Fachgebiet Arbeitswelt haben Alexander Mahnel und Täve Vieth vom Gerhart-Hauptmann-Gymnasium Wismar erhalten. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines lokal arbeitenden, KI-basierten Systems zur anonymisierten Erfassung von Personenströmen in öffentlichen Durchgangsbereichen. Das System nutzt dabei ein neuronales Objekterkennungsmodell in Kombination mit einer speziellen Tracking-Logik. Im Gegensatz zu herkömmlichen Lichtschrankensystemen oder cloudbasierten Kameralösungen erfolgt die Verarbeitung lokal im Arbeitsspeicher, ohne dauerhafte Speicherung von Bilddaten. Dadurch wird eine hohe Zählgenauigkeit bei Minimierung datenschutzrechtlicher Risiken erreicht.

Der 1. Preis Fachgebiet Mathematik / Informatik ging an Sebastian Riemann vom Institut für Mathematik der Universität Rostock. In seinem Projekt hat sich der Student mit nichtlinearen Permutationen für kryptographische Anwendungen beschäftigt und diese verbessert. Solche Funktionen sind ein zentraler Bestandteil moderner Verschlüsselungsverfahren.

Den 1. Preis im Fachgebiet Technik bekamen Georg Prudlo und Felix Kröger vom Innerstädtischen Gymnasium Rostock. Sie haben sich vorgenommen, ein autonom fliegendes Modellflugzeug zu entwickeln und zu bauen. Für die Umgebungserfassung und Hinderniserkennung verwenden sie spezielle Sensoren und ein kamerabasiertes Objekterkennungssystem. Für die Datenverarbeitung und Steuerung wird ein Flugcontroller sowie ein Raspberry Pi eingesetzt. Das Flugzeug wurde im CAD-Programm konstruiert und mit 3D-Druckern gefertigt.

Die Siegerinnen und Sieger dieser drei Fachgebiete haben sich für das 61. Bundesfinale vom 28. bis 31. Mai 2026 in Herzogenaurach qualifiziert. Gemeinsame Ausrichter sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und Schaeffler als Bundespatenunternehmen.

1. Preis Fachgebiet Chemie
Thema: Haben Zigarettenstummel einen Einfluss auf die Umwelt?
Team: Greta Kölbl, Thekla-Edith Beese und Greta Willert, CJD Christophorusschule Rostock

1.Preis Fachgebiet Mathematik/Informatik
Thema: Diagonalen in Restklassenquadraten
Team: Friedrich Tatár, Linus Trinowitz und Leo Nusseck, Gymnasiales Schulzentrum „Fritz Reuter“ Dömitz

1. Preis Fachgebiet Technik
Thema: LumenCycle (LuCy)
Team: Bjarte Magnussen, Werkstattschule in Rostock