Schulkongress 2021 - LERNdialoge

Neue Impulse für guten Unterricht in herausfordernden Zeiten

Wir leben in einer Zeit, in der wir unsere persönlichen und kollegialen Kontakte erheblich reduzieren müssen. Gleichzeitig ist das Bedürfnis nach Austausch besonders groß. Umso mehr freuen wir uns, dass der traditionelle Schulkongress auch in diesem Jahr stattfinden kann - wenn auch in einem anderen, neuen Format. 

Sieben digitale Lernfelder am Nachmittag

Zwischen Februar und Juni können Sie an sieben digitalen Lernfeldern zu Fragen von Schule und Unterricht teilnehmen. Die Lernfelder sind dialogisch gestaltet, sollen also in einem Keynote-Livestream und in Workshops Austausch trotz Distanz möglich machen. Es erwarten Sie spannende Veranstaltungen mit Tipps und Informationen von Bildungsexperten.

Landeskongress "Ganztägig lernen" fällt aus - Thema dafür im Schulkongress

Der bereits für den 20. März 2021 avisierte 4. Landeskongress „Ganztägig lernen“ wird Corona bedingt nicht in dieser Form stattfinden. Um den Austausch zum Thema "Ganztag" trotzdem zu ermöglichen, ist eines der sieben Module des diesjährigen Schulkongresses dem ganztägigen Lernen gewidmet: 10. Juni 2021, ab 14.00 Uhr Lernfeld G: Ganztägig LERNEN – mehr als Unterricht. 

Tauschen Sie sich aus, stellen Sie Fragen und gehen Sie mit vielen neuen Ideen zurück in Ihre Klassen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß!

Ab Mitte Januar können Sie sich an dieser Stelle anmelden

25. Februar, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld A – LERNEN braucht Beratung – Wie Beratungssettings das Lernen unterstützen

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Dr. Robin Malloy: "NEURODIDAKTIK - Menschen führen, inspirieren, bilden und begeistern in Zeiten der Veränderung!" 

Abstract:

„Was treibt den Menschen an?“ Noch nie in der Menschheitsgeschichte konnte die Frage so beantwortet werden wie heute. Die Wechselwirkungen zwischen kleinsten molekularen und atomischen Prozessen sowie den organisch-funktionalen Ebenen des menschlichen Körpers mit der physischen und sozialen Umwelt bestimmen die Motivation und Leistungsfähigkeit von Menschen maßgeblich. Kleinste Zellen wie Neuronen, Mikroglia, Astrozyten und Oligodendrozyten sowie die von ihnen ausgeschütteten Botenstoffe beeinflussen die Motivation, das Lernen, Verhalten, Fühlen und Denken des Menschen und werden selbst wiederum von äußeren Reizen aktiviert und transformiert. Genetische Faktoren spielen hierbei eine entscheidende Rolle, welche jedoch nach neuesten Erkenntnissen nicht „in Stein gemeißelt“ sind, sondern unmittelbar durch Umweltreize beeinflusst, verändert, gestört oder geheilt werden können. Der Vortrag verschafft pädagogischen Fachkräften einen ganzheitlichen Überblick über die Möglichkeiten einer transformativen Lern- und Lehrkultur und zeigt wichtige Schlüssel für ein erfolgreiches und gesundes Leben und Leisten auf.

A1: SINUS Jugendstudie "Wie ticken Jugendliche 2020?" (Felicitas Richter; SINUS:akademie)

16.15 - 17.45 Uhr

Die neue Sinus-Jugendstudie „Wie ticken Jugendliche 2020?“ zeigt: „Die Jugend“ gibt es nicht, Jugendliche leben in ganz unterschiedlichen Lebenswelten. Das Wissen um diese jugendlichen Lebenswelten kann in der Unterrichtsplanung und -gestaltung helfen und den Zugang zu Schülerinnen und Schülern erleichtern. Denn wenn man um ihre Lebenswelten weiß, kann man sie besser verstehen und auch besser mit ihnen arbeiten. Man weiß dann eher, worauf man achten sollte und wie Jugendliche aus den verschiedenen Lebenswelten zu motivieren und zu erreichen sind. Das Besondere an den Sinus-Jugendstudien und am Workshop ist die dichte qualitative Beschreibung der Vielfalt der Jugend in Deutschland. Zahlreiche Original-Zitate und kreative Selbstzeugnisse der Befragten sowie Fotodokumentationen veranschaulichen auf lebendige Weise den Alltag und die Berufsfindung Jugendlicher.

A2: Handlungsorientierter Unterricht mit Lernen durch Engagement im sozialen, kulturellen, ökologischen oder politischem Bereich (Thomas Hetzel und Konni Fuentes, LdE-Kompetenzzentrum M-V)

16.15 - 17.45 Uhr

Sie lernen anhand von Beispielen aus M-V verschiedene Formate des handlungsorientierten Unterrichts mit der Lern- und Lehrform Lernen durch Engagement (LdE) kennen. Die vorgestellten Unterrichtsprojekte aus dem sozialen, kulturellen, ökologischen oder politischen Bereich laden in Kombination mit verschiedenen Fächern zum Erproben an der eigenen Schule ein. Seit 2016 unterschützen wir Pädagog*innen in allen Schulformen in M-V bei der Gestaltung von LdE-Unterrichtsprojekten durch Fortbildungen, Projektentwicklung und Beratung, Erfahrungsaustausch im Landesnetzwerk oder ab diesem Sommer bei der Qualitätsentwicklung des Unterrichts mit einer LdE-Schüler-Evaluation in Zusammenarbeit mit dem ZLB der Uni Rostock. 

A3: Kopfkino und Herzenswünsche – Eine Einführung in das Mentale Training für Lehrer (Bärbel Lorenz, Praxis für Lern- und Entwicklungsbegleitung)

16.15 - 17.45 Uhr

SIE als Mensch sind das wichtigste Potential für die Entwicklung der Ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen. Deshalb geht es in diesem Seminar um SIE! Sie erhalten einen ersten Einblick in Hintergründe und Methoden des Mentalen Trainings. Mentales Training unterstützt Sie dabei,  

• sich körperlich und geistig zu entspannen,

• innere Ruhe und seelische Ausgeglichenheit zu finden,

• alltägliche Anforderungen und Problemsituationen leichter zu bewältigen,

• Ihr eigenes inneres Potential (wieder) zu entdecken und zu nutzen,

• sich auf Ihre Ziele auszurichten und bewusster nach Ihren eigenen Vorstellungen zu leben,

• Ihre Lebensqualität zu steigern und 

• Ihren beruflichen Alltag noch gelassener, entspannter, authentischer, präsenter, vertrauens- und liebevoller zu gestalten.

Die Ausführungen werden durch einige kurze Übungssequenzen ergänzt.

 

A4: Positive Leadership: Über Anerkennung und Wertschätzung führen – statt über Kritik und Strafe (Christoph Eichhorn)

16.15 - 17.45 Uhr

Die meisten Lehrpersonen sind Beziehungsexperten. Es gelingt ihnen schnell zu den meisten Schüler*innen ihrer Klasse eine gute Beziehung aufzubauen. Aber: In vielen Klassen gibt es einige Schüler*innen, wo das nicht so einfach gelingt. Oft bei Schüler*innen mit herausforderndem Verhalten. Und das kann sehr unangenehme Konsequenzen haben. Vor allem, wenn diese Schüler*innen in der Folge weniger kooperieren und mehr stören. Und wenn sich dann noch deren Eltern einschalten, kann das schnell Stress pur werden.

Inhalte:

• Die Vorteile guter Beziehungen zu unseren Schüler*innen

• Wann der Beziehungsaufbau beginnt und bei welchen Schüler*innen er besonders wichtig ist

• Beziehungsgestaltung während der ersten Schultage des neuen Schuljahres

• Beziehungsgestaltung im Verlauf des Schuljahres

• Was Lehrpersonen beim Beziehungsaufbau ungewollt falsch machen

• Das doppelte Beziehungsrisiko bei Stören: Auf Seiten der Lehrperson und auf Seiten unserer Schüler*innen.

A5: "BE-ziehung statt ER-ziehung": Das Kind auf Augenhöhe begleiten – Wie die Zusammenarbeit von Lehrern und Eltern gelingen kann (Mareike Fell)

16.15 - 17.45 Uhr

Dieser Workshop widmet sich dem Transfer des Ansatzes von „BEziehung statt ERziehung“ hin zur Beziehungsgestaltung zu den Eltern. Dabei geht es darum, wie den Eltern die Sicherheit vermittelt werden kann, die sie brauchen, um ihre Kinder in die Eigenverantwortung für ihre Schule zu entlassen und ins Vertrauen zu den Lehrer*innen zu gehen. Dazu braucht es auf Lehrer*innen-Seite Konzepte, wie sie mit den elterlichen Ängsten umgehen und die Eltern dabei unterstützen können, ganz im Sinne von: „Wenn Sie es nicht ohne Angst können, dann tun Sie es eben mit Angst – Hauptsache, Sie lassen ihr Kind ‚sein‘.“ Im Ergebnis werden die Teilnehmer*innen mehr Raum haben für die eigentliche Beziehungsarbeit mit ihren Schüler*innen sowie eine verbesserte Beziehung zu den Eltern genießen können.

A6: Eltern ins Boot holen – „Ich muss nicht alles wissen, um jemandem der Fragen hat, helfen zu können“ (Herma Stein, step by step in form)

16.15 - 17.45 Uhr

Was müssen, sollten, würden … Eltern? Was müssen, sollten, würden … Lehrer? Im Setting Schule gibt es gerade im Hinblick auf Gespräche zwischen Lehrer*innen und Eltern und die Erwartungshaltung oft Konflikte.
Wie kann Kommunikation zwischen Lehrer*innen und Eltern gelingen? Welche Aspekte achtsamer bewusster Kommunikation tragen zu gegenseitigem Verständnis, zu tatsächlichem Dialog und zu einem Miteinander bei? In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit Antworten auf diese Fragen und betrachten somit erste Lösungen.

A7: Houston, wir haben ein Problem! – Beratung: klar und effektiv (Dr. Gerd Hering)

16.15 - 17.45 Uhr

Houston, wir haben ein Problem! – Beratung: klar und effektiv

Kennst Du das? Du bietest Lösungen an, aber die Schüler oder Eltern kommen von ihrem Problem nicht los. Ihr kommt nicht voran!

Im Workshop werden Strukturen und Techniken für eine effektive Beratung vermittelt. Wir gehen besonders auf das Auffangen negativer Gefühle und die Hilfe ohne Ratschläge ein. Jeden Schritt probieren wir in Kleingruppen und im Plenum. 

Deine Erfahrungen sind sehr willkommen!

A8: Lesekompetenz – Zukunftskompetenz. Wie das Gehirn lesen lernt und was das für die Schulpraxis bedeutet (Dorota Trynks)

16.15 - 17.45 Uhr

Lesekompetenz -Zukunftskompetenz 

Wie das Gehirn lesen lernt und was das für die Schulpraxis bedeutet 

In der Schule gilt oft die Regel: Wenn du etwas nicht schaffst, musst du mehr üben. Wenn jedes fünfte Kind nicht richtig lesen kann (letzte internationale Grundschul-Leseuntersuchung), machen vielleicht doch wir etwas falsch? Vielleicht sollen wir mit den Kindern nicht mehr, sondern anders üben, um sie besser zu unterstützen (auch im Lockdown) und sie nicht zurücklassen. 
In diesem Workshop möchte ich Lesen als Zukunftskompetenz vorstellen. Kinder mit guter Lesekompetenz werden aktive Bürger*innen der Zukunft. Die Teilnehmer*innen bekommen konkrete Beispiele aus der Arbeit mit Grundschulkindern präsentiert. Sie erhalten Anregungen, die sie gleich ab Montag nicht nur den Kindern, sondern auch den Eltern anbieten können.

A9a: Lernen in Schulnetzwerken – beraten, austauschen, kooperieren (Ute Harrje, Isabell Kitta, Pädagogische Mitarbeiterinnen, Serviceagentur Ganztägig lernen M-V)

16.15 - 17.00 Uhr

Die Serviceagentur Ganztägig lernen M-V begleitet seit 2006 regionale und thematische Schulnetzwerke. Zurzeit arbeiten 40 Schulen in neun Netzwerken, einige Schulen sind in mehreren Netzwerken organisiert. Im regelmäßigen Austausch lernen die Schulen voneinander, beraten sich gegenseitig und entwickeln sich weiter. Im Infoshop lernen die Teilnehmenden das Netzwerkkonzept kennen und bekommen Praxiseinblicke, wie und mit welchen Themen die Schulen in Netzwerken arbeiten und wie sie von der Netzwerkarbeit profitieren.

A9b: Mit zugewanderten Eltern besser kommunizieren – Möglichkeiten der Sprachmittlung (Susanne Düskau, Verein Diên Hông – Gemeinsam unter einem Dach e.V.)

17.00 - 17.45 Uhr

Gespräche mit zugewanderten Eltern stellen Lehrer*innen vor besondere Herausforderungen. Die z.T. geringen Deutschkenntnisse der Eltern, aber auch kulturelle Unterschiede machen die Verständigung oftmals schwer. Nach dem Gespräch bleiben häufig viele Fragezeichen: Habe ich sie richtig verstanden? Haben sie mich verstanden? Wie kann ich mich beim nächsten Mal verständlich machen? Lehrer*innen brauchen hier flexible und zuverlässige Unterstützung. Daher ist der Einsatz von Sprachmittler*innen bei solchen Terminen sinnvoll. Sie arbeiten nach den Grundsätzen der Schweigepflicht, Allparteilichkeit und Vollständigkeit und sind u.a. zum Thema Bildungssystem geschult. Das Bildungsministerium des Landes kann die Kosten für die Sprachmittlung tragen. Geschulte Sprachmittler*innen für über 40 verschiedene Sprachen finden Sie bei vier regionalen Sprachmittlerpools in MV. Der Infoshop informiert Sie darüber, wie Sie die*den passende*n Sprachmittler*in für Ihr Gespräch bekommen und welche Abläufe zu beachten sind. Außerdem geht es um die Frage, was sich im Gespräch mit Sprachmittler*in ändert.

Die Themen des Infoshops in Kürze:

• Kurzvorstellung der Dienstleistung Sprachmittlung

• Situationen und Konstellationen, in denen Sprachmittlung hilft

• Schnell und unkompliziert: Ablauf bei der Hinzuziehung von Sprachmittler*innen 

• Informationen zur Kostenübernahme durch das Bildungsministerium

• Besonderheiten des Gesprächs im Trialog

Es werden verschiedene Informationsmaterialien zum Thema vorgestellt, die alle relevanten Kontaktdaten enthalten. Die Infomaterialien werden in Form von Links oder Dateien bereitgestellt.

A10: Konstruktiv kommunizieren in Konflikten (Lydia Reich, IPLE)

16.15 - 17.45 Uhr

Unsere Kommunikation stellt die Weichen in Konfliktsituationen.
Was kann helfen, Konflikte konstruktiv zu bearbeiten? Wie
können wir Konflikten bewusst vorbeugen? Einführende
Veranstaltung.

24. März, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld B – Gute Pädagogik ermöglicht LERNEN – Lernvoraussetzungen proaktiv schaffen und erhalten

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Prof. Dr. Klaus Zierer: "Lernen in Krisenzeiten – Worauf die empirische Bildungsforschung Antworten hat und worauf nicht" 

Abstract:

Die Corona-Krise hat vieles, was bisher als selbstverständlich galt, infrage gestellt. So war beispielsweise das so genannte Homeschooling rechtlich nicht als Unterrichtsform vorgesehen, im Zug der Eindämmung der Pandemie wurde es aber notwendig. Damit verbunden waren und sind bis heute zahlreiche Herausforderungen für alle Beteiligten. Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber auch, dass viele Prozesse, die jetzt in Gang gesetzt worden sind, bereits vorher schon Thema waren, beispielsweise Digitalisierung. Daher lohnt in besonderer Weise ein Blick in die empirische Bildungsforschung, um deren Ergebnisse für die anstehende Schulentwicklungsprozesse zu nutzen: Wie kann also Lernen in Krisenzeiten gelingen? In dieser Keynote werden Antworten auf diese Frage gegeben und die schulischen Akteure – Lernende, Eltern, Lehrpersonen und Schulleitung – in den Blick genommen. Grundlage ist die Publikation „Hattie für gestresste Lehrer 2.0“: Die Aktualisierung und Weiterentwicklung der IQ M-V Publikation „Hattie für gestresste Lehrer“ aus dem Jahr 2014 auf nun über 1700 Meta-Analysen und über 300 Gelingensbedingungen für erfolgreiches Lernen.

B1: Bringt es was? – Die Fördereffektivität von Schüler*innen mit Verhaltensauffälligkeiten zeitnah überprüfen mit der Methode „Direkte Verhaltensbeurteilung“ (Lena Stippl)

16.15. - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I: Die bereits in den USA sehr weit verbreitete Methode Direkte Verhaltensbeurteilung (engl. Direct Behavior Rating) ermöglicht es, bei der pädagogischen Arbeit in der Schule, die Verhaltensentwicklungen von Schülerinnen und Schülern zu messen und somit bspw. die Wirksamkeit von Interventionen in der Schule zu überprüfen – eine Grundlage für etwaige Förderentscheidungen. Im Workshop lernen die Teilnehmer*innen, wie sie konkrete, gut zu beobachtende, Verhaltensziele entwickeln und formulieren. Sie lernen außerdem, wie sie die direkte Verhaltensbeurteilung planen und im Schulalltag ökonomisch einsetzen können. Anschließend werden sie in der Beobachtung und Beurteilung von Verhalten geschult und üben dieses anhand von medialen Beispielen. Ziel der Veranstaltung ist, dass die Teilnehmer*innen methodisches Rüstzeug an die Hand bekommen, um schulische Förderentscheidungen ökonomischer und objektiver evaluieren zu können.

B2: Sprechen, Spielen, Spaß: Sprachentwicklungsauffällige Kinder im Grundschulunterricht spielerisch fördern (Sylvia Herse/Katrin Mahlau)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule: Im Unterricht einer Grundschulklasse lernen Kinder mit ganz unterschiedlichem Sprachentwicklungsstand gemeinsam. Lehrerinnen und Lehrer sollten vor allem im inklusiven Setting wissen, wie sie Kinder mit Sprachentwicklungsauffälligkeiten im Unterricht fördern können. Wie dies spielerisch gelingen kann, wird im Workshop erarbeitet. Nach einem kurzen Abstecher zu den Sprachebenen werden Fragebögen zur Einschätzung des Sprachentwicklungsstandes vorgestellt. Anschließend erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Übungen und Spiele zur Sprachförderung an die Hand, die sich leicht in den Unterricht integrieren lassen.

B3: Digitales Feedback mit SEP – schnell, passgenau und zielführend (Eva Maria Bennemann)

16.15. - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Was denken Schüler/-innen über meinen Unterricht oder Kolleg/-innen über meine Leitungstätigkeit? Was kommt gut an? Wo kann ich meine Arbeit verbessern? Das Einholen von Feedback zum eigenen professionellen Handeln ist für Lehrkräfte und Schulleitungen eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht. Mit dem Schulevaluationsportal SEP-Klasse M-V steht ein theoretisch fundiertes und empirisch geprüftes Online-Instrument zur Verfügung, mit dem schnell, passgenau, zielführend und für die Schulen kostenlos Lern- und Kollegiumsgruppen befragt werden können. Der Workshop stellt das Portal vor und zeigt Schritt für Schritt, wie mit wenigen Klicks eigene Befragungen erstellt, durchgeführt und ausgewertet werden können.

B4: Unterrichtsstörungen kompetent bewältigen – Interventionsleitlinien bei kleinen und großen Störungen (Christoph Eichhorn)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe 

• Klassen als komplexe Systeme
• Interventionsleitlinien bei kleinen Störungen
• Interventionsleitlinien bei großen Störungen

Fallbsp.: Als die Schüler*innen das Klassenzimmer betreten, schlägt Roman einem Mitschüler mit der Faust auf den Rücken.
Fallbsp.: Ein Schüler schreibt seiner Lehrperson einen Brief: „Ich akzeptiere diese Hausaufgaben nicht mehr – ich habe genug von diesen Demütigungen“

In der Schweiz stört in den Klassen 3 und 4 circa alle 43 Sekunden ein Schüler oder eine Schülerin. Dann beobachten alle Mitschüler genau, wie ihre Lehrperson reagiert. Dabei schätzen sie ihre Nervenstärke ein. Wenn es uns gelingt, genau dann kompetent zu handeln, strahlt das positiv auf unsere Schülerinnen und Schüler aus, steigert unser Ansehen in der Klasse und unsere Autorität als Lehrperson. Unterrichten wird einfacher und unsere Schülerinnen und Schüler fühlen sich besser, wenn sie spüren, dass wir in der Lage sind, Störungen kompetent zu bewältigen. Im diesem Workshop besprechen wir konkret und praxisnah, was sich bei kleinen und großen Störungen bewährt hat.
Christoph Eichhorn ist Lehrbeauftragter für Classroom Management an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, Schweiz und Österreich. Er hat für die Lehrerfortbildung in Bulgarien, der Slowakei und Ägypten Unterlagen zu Classroom-Management entwickelt.

B5: BE-ziehung statt ER-ziehung (u.a. "Augenhöhe in der Kommunikation", "Stärkung der Eigenverantwortung") (Mareike Fell)

16.15. - 17.45 Uhr

Alle Schularten: In diesem Workshop werden Themen reflektiert wie „Augenhöhe in der Kommunikation“, „Umgang mit der Rollen-gegebenen Macht“ und „wie uns natürliche Autorität geschenkt wird“, aber auch das Konzept von „Macht und Ohnmacht in Beziehungen“ beleuchtet. Dabei geht es in diesem Zusammenhang immer wieder um die Grundhaltung von „SEINlassen statt LOSlassen - wie die Eigenverantwortung der Schüler*innen provoziert werden kann“ - ganz im Sinne von:
„Wenn Du keine Lust hast auf deine Hausaufgaben, dann mach sie eben ohne Lust!“ 
Im Anschluss werden Ihre Lehrer*Innen umfangreiche Tipps und praktische Tricks für die Umsetzung dieser etwas provokativen Grundhaltung an der Hand haben - und Ihre Schüler*innen damit Lehrer*innen, die im Vertrauen und auf Augenhöhe mit ihnen sind.

B6: Familienklassenzimmer – Vertrauensvolle Konfliktlösung, die wirkt (Dr. Behrendt, Ricarda Bloch)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I: Das Familienklassenzimmer ist ein spezifisches Unterrichtsangebot für Schülerinnen und Schüler mit präventivem oder sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung (esE). Immer mehr Schulen des Landes bieten Lernenden und ihren Eltern diese Fördermöglichkeit an. Aus systemischer Sicht geht es darum, gemeinsam nach Ressourcen und Lösungen für schulische Problemlagen zu suchen. Im Infoshop haben Schulleitungen und interessierte Lehrkräfte von Grundschulen und weiterführenden Schulen Gelegenheit, sich mit der Arbeit im Familienklassenzimmer vertraut zu machen. Thematisiert werden die Einbettung des Familienklassenzimmers in die Inklusionsstrategie, die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Familienklassenzimmers an der eigenen Schule, die Struktur eines Familienklassenzimmers sowie das Fortbildungsangebot des IQ M-V: „Systemische Kompetenz für das Familienklassenzimmer“. Es wird von Erfahrungen aus sechs Jahren Arbeit im Familienklassenzimmer im Regelschulbereich berichtet.

B7: DAS Fundament gelingenden Lernens: Welche Bausteine bilden dieses Fundament und welche davon sind im Setting Schule leistbar? (Herma Stein, step by step in form)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: „Wenn man ein Haus baut, sollte man nicht mit dem Dach beginnen, sondern mit dem Fundament“. Das erscheint uns klar und logisch. Nur – was ist das Fundament des Lernens? Was gehört dazu? Und kann dies alles im Rahmen von Schule geleistet werden? Wir beschäftigen uns in diesem Workshop mit den Grundbausteinen gelingenden Lernens und einem kritischen Blick auf Chancen und Grenzen der Umsetzung im Setting Schule.

B8: Jetzt schaff ich das – Hypno-systemisches Coaching zur Bewältigung von Test- und Prüfungssituationen (Bärbel Lorenz)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Es gibt Schülerinnen und Schüler, die in Test- oder Prüfungssituationen nicht das Wissen und Können zeigen können, das sie besitzen oder nicht wissen, wie sie sich gut auf eine Prüfung einstellen können. Das kann bis zu massiven Prüfungsängsten gehen, die sich auch auf Lern- und Prüfungssituationen im späteren Leben auswirken können.

Ich stelle Ihnen wichtige Hintergründe meiner hypno-systemischen Arbeit vor und gebe Ihnen einen Einblick in Bausteine, die ich nutze, um die Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Dazu gehören u.a. Methoden zur Problem-, Ziel- und Ressourcenanalyse, zur Erarbeitung eines individuellen Lernplanes,  zur Bearbeitung von Blockaden oder zur Erarbeitung hilfreicher Selbstinstruktionen.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich dabei sowohl mit bewussten Handlungsstrategien, als auch mit Methoden aus dem Mentalen Training und der Hypnose.

B9: Einfach digital – Mitbestimmung im Klassenzimmer digital fördern (Anne Sorge-Farner, Konstanze Moritz)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Mit dem Wechsel vom Klassenraum ins eigene Kinderzimmer im Zuge der Corona-Pandemie entstehen neue Herausforderungen. Die Digitalisierung von Schule ist in aller Munde. Als eierlegende Wollmilchsau schafft sie Möglichkeiten für Lernen trotz Social Distancing, digitaler Bildungsangebote und eigenverantwortlichem Lernen. In diesem Workshop geht es nicht um die großen digitalen Lösungen. Es geht vielmehr um ein Ausloten der Möglichkeiten, mit welchen Mitteln online wie offline, eine Beteiligung der Schülerinnen und Schüler möglich wird. Wie erreiche ich ein stärkeres Interesse und eine höhere Beteiligung am Unterrichtsgeschehen? Wir zeigen Tools, Apps und methodische Kniffe, mit denen sich Vielfalt und Diskurs in Klassen- und Unterrichtsentscheidungen digital abfragen, umsetzen und gestalten lassen.

B10: Kollegiale Fallbesprechungen im Team (Conny Miksch, IPLE)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Kollegiale Fallbesprechungen sind eine hilfreiche Methode, um im Team Ideen für schwierige Situationen zu sammeln und um den Austausch untereinander zu fördern und zu strukturieren. Im Workshop wird die Methode vorgestellt und ausprobiert. Die Teilnehmer*innen können ihre Erfahrungen einbringen. 

B11: How to Build Bridges – die Arbeit am Gemeinsamen Gegenstand im gemeinsamen Fremdsprachenunterricht umsetzen: Modelle, Materialien, Perspektiven (Daniel Rühlow, Margitta Kuty)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Die Planung von inklusivem Englischunterricht ist vergleichbar mit dem Bauen von Brücken zwischen zahlreichen pädagogischen, didaktischen und sozialen Handlungsfeldern, die mit der Heterogenität der Lernenden, aber auch Lehrenden einhergehen. Eine Möglichkeit zur Umsetzung solch eines Vorhabens bietet das Modell der Arbeit am Gemeinsamen Gegenstand nach Georg Feuser. Daraus erwachsen folgende Fragen der unterrichtlichen Umsetzbarkeit, denen das Teilprojekt der Qualitätsoffensive Lehrerbildung der Fachdidaktik Englisch an der Universität Greifswald seit 2017 nachgeht:
• Auf welche Weise lässt sich der inklusive Grundgedanke des Modells im Englischunterricht umsetzen? 
• Was kann ein solcher Gemeinsamer Gegenstand im Englischunterricht sein? 
• Welche Potenziale aber auch (positiven) Herausforderungen ergeben sich für die Planung, Gestaltung und zukünftige Entwicklung des Fremdsprachenunterrichts?  
Auf Basis dieser Fragen werden im Workshop erprobte methodische Zugänge, erstellte Materialien sowie gewonnene Erfahrungen hinsichtlich Planung und Durchführung eines solchen gemeinsamen Englischunterrichts vorgestellt. Da Brücken zu bauen natürlich auch bedeutet, einen konstruktiven Dialog mit Interessierten zu ermöglichen, soll dieser den Workshop zusammen mit einem kurzen Ausblick abrunden. 

B12: Ich will! – Motivation durch Projekte (Dr. Gerd Hering)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Das kennen wir leider: „Ich hab keine Lust …  Das brauche ich eh nicht …“ Gegen unmotivierte Schüler zu kämpfen ist frustrierend und saugt Energie. 
In diesem Workshop besprechen wir auf der Grundlage der Motivationspsychologie, wie durch Projekte Lust auf Lernen geschaffen und erhalten werden kann. 
In kleinen Gruppen entwickeln wir Ideen, Ziele und Bedingungen für motivierende Projekte. Eure Ideen sind wilkommen.

B13: Selbstgesteuertes Lernen mit Kompetenzrastern (Sabine Schweder, Tino Wulff)

16.15. - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Mit dem Lernbüro wurde ein Konzept eingeführt, das auf der Grundlage von Kompetenzrastern das systematische Entfalten von Kompetenzen fördert. Mit deren Hilfe wird es den Schüler/-innen möglich, auf der Basis individuellen Vorwissens, eigene Lernpfade zu entwickeln. Das Lernbüro sieht ein Angebot von Lernaufgaben mit unterschiedlicher Verarbeitungstiefe vor. Die aus den individualisierten Lernpfaden erwachsenden Lernergebnisse werden in einem vorstrukturierten Lernportfolio gesammelt. Die Schüler/-innen lernen nicht nur im eigenen Tempo, sondern entscheiden selbständig, auf welchem Level und mit welchen Aufgaben. Je nachdem, wann die Schüler/-innen sich ausreichend vorbereitet fühlen, melden sie sich für einen Lernnachweis an.

12. April, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld C – LERNEN unter veränderten Bedingungen – Unterricht in Präsenz- und Distanzform erfolgreich meistern

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Dr. Joachim Herrmann: "Lernen aus Corona – positive und für schulischen Regelbetrieb bedeutsame Erkenntnisse aus der Pandemie-bedingten Schulschließung 2020"

Abstract:

Die Corona-bedingten Schulschließungen im Frühjahr 2020 haben – neben allen krisenhaften und kritischen Momenten – eines gezeigt: Lehren und Lernen kann auch ohne Anwesenheit von Lehrkräften und Lernenden und in individuell flexibler Zeitgestaltung jenseits eines Stundenplans stattfinden – was wäre noch alles denkbar? Andererseits haben die Schulschließungen zu entgrenzten Arbeitszeiten, familiären Belastungen und Zuspitzungen heterogener Lebensverhältnisse geführt. Welche Potentiale und Erkenntnisse lassen sich bewahren und wie gelingen weitreichende Entwicklungen ohne die Belastungen einer Krisensituation?

C1: Entwicklungserkenntnisse für den regelhaften Präsenzunterricht – Aufgabenstellungen, Feedback und Rückmeldungen, Lernen steuern und begleiten (Birgit Alam, bildung.komplex)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Ursprünglich und bereits in der ersten Woche der Schulschließung hieß es, Schülerinnen und Schüler würden bei längerem Distanzunterricht erhebliche fachliche Lücken haben. Dabei stellte sich in vielen Schulen heraus, dass zumindest einige deutlich besser und mehr lernen konnten als im Regel-Präsenz-Unterricht. Welche didaktischen Strategien lassen sich identifizieren, die auch im Regelbetrieb relevant sind und für viele Schülerinnen und Schüler Lerngewinn bedeuten würden.

C2: Didaktik des Hybrid-Unterrichts (Petra Balke, bildung.komplex)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Unter Bedingungen von Hybrid- oder Wechselunterricht kommt einigen didaktischen Aktivitäten eine höhere Bedeutung zu als sie im Präsenzunterricht üblicherweise erfahren. Hierzu zählen insbesondere das Instruieren sowie Rückmeldung und Feedback, aber auch die begleitende Unterstützung der Schülerinnen und Schüler in ihrem Arbeits- und Lernprozess ebenso wie die Initiierung von Zusammenarbeit. In diesem Sinne verweisen die Besonderheiten im Hybridunterricht auch auf Entwicklungsbedarfe im regulären Präsenzunterricht.

C3: Leitungshandeln in der Krise: Umgang mit Unsicherheit im Kollegium – und mit der eigenen (Ulf Nebe, bildung.komplex)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Der Wegfall alltäglicher Gespräche und regelhafter Sitzungen und Konferenzen stellt Schulleitungen vor die Herausforderung, Kontakt und Orientierung aufrechtzuhalten. Wie gelingt die Aufrechthaltung einer Orientierung aller Beteiligten auf gemeinsames Lehren und Lernen ohne die Möglichkeit des direkten Kontakts? Wie fängt Schulleitung Desorientierung und Unsicherheit im Kollegium auf? Und wie bewältigt sie dabei auch eigene Unsicherheiten und Zweifel?

C4: Organisationsresilienz in Schulen – Kooperationskultur im Kollegium und die Fähigkeit einer Schule, sich selbst zu beobachten (Katrin Heinig, Johannes Hertel, bildung.komplex)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Wie überstehen Organisationen tiefgreifende Krisen? Welche Entscheidungen haben sich während der Phasen Corona-bedingter Schulschließungen als tragfähig erwiesen? Das aus der Psychologie bekannte Konzept der Resilienz lässt sich auch auf Organisationen übertragen – allerdings nicht mehr als Merkmal der psychischen Konstitution der Menschen, sondern als Merkmal schulischer Strukturen. 

C5: Lehrer-Schüler-Beziehungsgestaltung – Beziehungsgestaltung von Lehrern und Schülern in Zeiten der Digitalisierung (Mareike Fell)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: In diesem Workshop wird die Beziehungsgestaltung von Lehrer*innen und Schüler*innen in Zeiten der Digitalisierung und des Distanzlernens fokussiert. Was heißt es, Schüler*innen zum Teil wochenlang nur digital zu begleiten? Wie kann ich sie erreichen? Was brauchen sie? Wie kann ich die Beziehung gestalten und aufrecht erhalten? Gemeinsam werden Antworten dazu erarbeitet, wobei der Fokus auch hier darauf liegt, das Kind digital auf Augenhöhe zu begleiten und zu stärken, ganz im Sinne von:
„Ich sehe was, das du nicht siehst und das bist du!“
Nach diesem Workshop werden die Teilnehmer*innen einfache Konzepte an der Hand haben, mit denen sie ihre Schüler*innen auf Distanz begleiten können.

C6: Englisch: Englischunterricht gestalten in hybriden Lernsettings – Exemplarische Unterrichtsreihe: Making plans in New York (Kl.8) (Astrid Eisenhardt, Kathrin Menschenin, Nadja Borowski)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Eine für den Präsenzunterricht geplante Unterrichtseinheit lässt sich nicht einfach so in die Distanz übertragen. Andererseits können Phasen aus dem Distanzlernen ganz gut im Präsenzunterricht wieder aufgegriffen werden. In der für diesen Workshop geplanten Unterrichtsreihe zum Thema New York (SEK I) geht es um eine möglichst lernförderliche Verknüpfung von Präsenz- und Distanzphasen, die wir als Grobplanung vorstellen werden. Wir möchten dazu dann mit interessierten Fachlehrkräften ins Gespräch kommen und uns gerne auch zu Ihren Erfahrungen in hybriden Lernsettings austauschen.

C7: Gamebasiertes Lernen in der Demokratiebildung – Einblicke in eine digitale Rallye und ein Spiel zum Grundgesetz (Claudia Kühhirt, Ev. Akademie Nordkirche)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I: In dem Workshop stellen wir Ihnen Praxisbeispiele vor und laden zum Spielen ein. Wir berichten, wie wir mit dem digitalen Tool „Actionbound“ Stadttouren, Rallyes und Quiz entwickelt haben –  ob eine Stadttour zum Gedenken Lichtenhagen 1992, ein Quiz zu den Grundrechten unserer Demokratie oder zu Kinderrechten oder eine Rallye zu „Jugend im Landtag“ durch das Schweriner Schloss. Teilweise wurden diese mit jungen Menschen vorbereitet und umgesetzt. Sie erhalten Tipps und Impulse zur eigenen Umsetzung. Außerdem spielen wir mit Ihnen ein Spiel zu den Grundrechten der Demokratie – GG20. Es kann als Kartenspiel für die Hosentasche, als Großgruppenspiel oder als digitales Spiel auf PC oder Smartphone z.B. für den spielerischen Einstieg in das Thema Grundgesetz genutzt werden. Welche Grundrechte gibt es und welche Gefahren, diese zu verlieren?
Wir möchten Ihnen praxisnah gamebasiertes Lernen schmackhaft machen bzw. Ihnen eine Erweiterung Ihres Repertoires an niedrigschwelligen Möglichkeiten für schwierige Themen bieten.

C8: Pädagogische Beziehung in Präsenz und Distanz pflegen (Conny Miksch, IPLE)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Die pädagogische Beziehung ist Grundlage von Bildungsarbeit. Je „schwieriger“ die Schüler*innen scheinen, desto wichtiger wird die Beziehungspflege. Was bedeutet das im Präsenz-Alltag und wie lässt sich dies auf Distanzlernen übertragen? Welche neuen Formen der Beziehungspflege braucht es evtl. zusätzlich? Der Workshop beinhaltet kleine Inputs und Phasen von Austausch und Diskussion.   

C9: Lernen mit Lernlandkarte in einer digitalen Lernumgebung (Sabine Schweder)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I: Lernen soll Spaß machen. Mittels einer Lernlandkarte wird selbst Mathematik zu einem Abenteuer, vorausgesetzt, es gibt eine spannende Lernlandkarte, mit der es sich lohnt, neue Lernziele zu erobern. Die Lernlandkarte beruht auf dem Prinzip der Visualisierung eines Lernverlaufs. Den legen die Schülerinnen und Schüler selbst fest. Die Lernlandkarte ist dann die Tür in den digitalen Raum, Bücher und andere Medien sind ebenso wichtig. Der Workshop zeigt, wie diese Unterrichtsmethode für alle Fächer funktioniert.

C10: Forschendes Lernen in einer digitalen Lernumgebung (Lia Grahl, Tobias Hagedorn)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Forschendes Lernen ist ein Ansatz selbstgesteuerten Lernens, der es Schüler*innen ermöglicht, in einer selbstentwickelten Lernumgebung zu lernen. Aus einer pädagogischen Perspektive geht es darum, Schüler*innen von ihrem Vorwissen ausgehend, neue Lernprozesse zu ermöglichen. Ein auf das Konzept bezogenes Strategieportfolio unterstützt Schüler*innen beim Umsetzen individualisierter Lernpfade. Insofern kann das Forschende Lernen auch eine Variante des Distance-Learning darstellen, bei der die Schüler*innen individuell und nach ihren Bedürfnissen in digitalen und/oder analogen Welten lernen können. Lehrer*innen haben auch und vor allem in Zeiten der Pandemie in diesem Setting die Möglichkeit, ihren Schüler*innen eine Lernumgebung zu bieten, die nicht nur den individuellen Lernfortschritt visualisiert und dokumentiert, sondern darüber hinaus mit einer elaborierten Struktur an den individuellen Voraussetzungen (technisch, persönlich, …) der Schüler*innen ansetzt und damit vor allem in Zeiten der Ungewissheit allen Beteiligten Sicherheit verspricht. 

C11: Unterrichtsstörungen kompetent bewältigen – Interventionsleitlinien bei kleinen und großen Störungen Teil 2 (Christoph Eichhorn)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I:

• Klassen als komplexe Systeme 
• Interventionsleitlinien bei kleinen Störungen
• Interventionsleitlinien bei großen Störungen

Fallbsp.: Als die Schüler*innen das Klassenzimmer betreten, schlägt Roman einem Mitschüler mit der Faust auf den Rücken.
Fallbsp.: Ein Schüler schreibt seiner Lehrperson einen Brief: „Ich akzeptiere diese Hausaufgaben nicht mehr – ich habe genug von diesen Demütigungen“

In der Schweiz stört in den Klassen 3 und 4 circa alle 43 Sekunden ein Schüler oder eine Schülerin. Dann beobachten alle Mitschüler genau, wie ihre Lehrperson reagiert. Dabei schätzen sie ihre Nervenstärke ein. Wenn es uns gelingt, genau dann kompetent zu handeln, strahlt das positiv auf unsere Schülerinne und Schüler aus, steigert unser Ansehen in der Klasse und unsere Autorität als Lehrperson. Unterrichten wird einfacher und unsere Schülerinnen und Schüler fühlen sich besser, wenn sie spüren, dass wir in der Lage sind, Störungen kompetent zu bewältigen. Im diesem Webinar besprechen wir konkret und praxisnah was sich bei kleinen und großen Störungen bewährt hat.
Christoph Eichhorn ist Lehrbeauftragter für Classroom Management an Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland, Schweiz und Österreich. Er hat für die Lehrerfortbildung in Bulgarien, der Slowakei und Ägypten Unterlagen zu Classroom-Management entwickelt.

C12: Mitmachen statt zugucken – Partizipationsmethoden im Online-Unterricht (Cornelia Ewert, Nora Nübel, Anne Schuft; Ev Akademie Nordkirche)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufen I & II: Wie kann gute Kommunikation auch digital gelingen? Wie moderiere ich eine lebendige Unterrichtsstunde im virtuellen Raum? Wie kann ich Schüler und Schülerinnen aktiv einbeziehen? Welche bislang analogen Methoden funktionieren anders oder sogar besser in einem digitalen Format? Wie kann ich auch online den persönlichen Kontakt aufbauen und halten? Wie kann eine Veranstaltung vor extremistischem „Zoom-Bombing“ geschützt werden?
Die Entwicklung und notwendige Akzeptanz der digitalen Kommunikation hat sich durch die Pandemie beschleunigt. Die Veränderungen und die Bedarfe nach Online-Formaten werden uns im Leben mit und nach Corona begleiten. Nicht nur in der Schule und in der politischen Bildung stehen wir vor der Herausforderung, auch im virtuellen Raum Teilhabe und Beteiligung zu ermöglichen. Wir laden herzlich zu einem Online-Kurs mit max. 15 Teilnehmenden ein, um Partizipationsmethoden kennenzulernen und auszuprobieren.

Inhalte:
•           Einführung in die Grundtechniken der Online-Moderation
•           Gestaltung von demokratischer Beteiligung im virtuellen Raum
•           Umgang mit Störungen, Datenschutz und Sicherheit

27. April, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld D – LERNEN braucht Methode – Impulse zur Umsetzung moderner Lernsettings

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Uwe Birkel (Projektleiter): "Gute Projekte: Baut eure Zukunft!" 

Abstract:

Vor der Entwicklung von "Baut eure Zukunft" stand die Frage: Wie können Schüler*innen gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft angehen und dabei wichtige Kompetenzen für die Zukunft erwerben? Als Antwort auf diese Frage hat unser Team aus Expert*innen, Leher*innen und Schüler*innen ein kostenfreies Angebot für den Unterricht von morgen entwickelt: 

1. Digitale Toolboxen für 3-5 Doppelstunden auf Grundlage der Innovationsmethode Design Thinking zu den Themen Kompetenzen der Zukunft, Zukunftsangst, Demokratie und Partizipation, Mobbing, Rassismus, Gewalt. Durch Erklärvideos, Präsentationen, Ablaufpläne und chronologisch geordnete Druckvorlagen sind diese mit minimalem Vorbereitungsaufwand einsetzbar.
2. Fortbildungen für Lehrer*innen und Pädagog*innen, wobei die Teilnehmer*innen in vierstündigen, eintägigen und online-Fortbildungen eine Einführung und anwendungsorientierte Übungen zur Methodik des Design Thinking im Kontext Schule und Jugendarbeit erhalten.
3. Regionale eintägige Camps, in welchen Schüler*innenteams unterstützt durch Trainer*innen mit der Baut eure Zukunft Methodik an Lösungsideen für gesellschaftliche Herausforderungen arbeiten.
4. Bundesweiter Baut eure Zukunft Wettbewerb.
5. Beiträge und Workshops durch Kooperationsveranstaltungen zum Thema Schule und Unterricht.

Die Social Impact gGmbH ist eine Agentur für Soziale Innovationen Seit 30 Jahren entwickelt sie Infrastrukturen und Projekte zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen und bildet starke Netzwerke für eine gerechte und zukunftsfähige Gesellschaft von morgen Neben Social Inclusive Entrepreneurship stehen Bildungsinnovationen im Fokus ihrer Arbeit. Dazu entwickelt sie neue Lernarchitekturen auf der Grundlage von Empowerment und kollaborativem Lernen. Gemeinsam mit ihren Partner*innen bringt sie Innovation in die Bildungslandschaft Deutschlands und fördert Chancengerechtigkeit.

 

D1: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

D2: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

D3: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

D4: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

D5: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

D6: Baut eure Zukunft

16.15 - 17.45 Uhr

Hier finden Sie in Kürze Informationen zum Workshop.

6. Mai, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld E – LERNEN braucht Lebensnähe – Fachdidaktische Aspekte guten Unterrichts

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Axel Krommer (Universität Erlangen): "Was ist und zu welchem Ende brauchen wir zeitgemäße Didaktik?" 

Abstract:

Wenn sich kulturelle Leitmedien verändern, verändert sich auch die Art und Weise, wie wir Wissen generieren, strukturieren, aufbewahren und erwerben. Kurz: Lernen bleibt nicht Lernen. Und daraus folgt: Didaktik bleibt nicht Didaktik. Im Vortrag soll auf der Grundlage kulturhistorischer und philosophischer Überlegungen gezeigt werden, welchen Anforderungen eine zeitgemäße Didaktik genügen muss, d.i. eine Didaktik, die sich nicht mehr (implizit) an der Buchkultur orientiert, sondern an der Kultur der Digitalität.

E1: Prozedurales und deklaratives Wissen – Aufgabenerstellung (Daniel Schimmer, IQSH)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Warum wir uns Wissen aneignen ist kein Zufall. Unser Gehirn sorgt evolutionsbedingt dafür, dass unser Arbeitsgedächtnis nicht überladen wird, eine Aufnahme erfolgt nur inzidentell oder intentional. In aller Kürze bedeutet dies, „[...] dass Lernen eine stabile Veränderung des Wissens eines Menschen in Abhängigkeit seiner Erfahrung ist.“ Dieses Lernen, der Übergang in das Langzeitgedächtnis, stellt also die größte Herausforderung dar, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass hauptsächlich prozedurales (knowing how) und deklaratives Wissen (knowing what) dort aufgebaut wird. Es benötigt Aktivierungspotential innerhalb von Aufgabenformaten, wenn wir dort anknüpfen, aufbauen und somit (Langzeit-)wissen erweitern wollen. Neben dem Professionswissen von Lehrkräften soll es in diesem Workshop darum gehen anzunehmen, dass Lernende schon vor Beginn ihrer Schulzeit kein unbeschriebenes Blatt sind und dies mitnichten sind, wenn ich diese als Lehrende*r beschule und sie bereits Teil kommunikativer Lehrstrukturen waren.  Unter anderem mithilfe des prozeduralen und deklarativen Wissens nähern wir uns Möglichkeiten an, Aufgabenformate so zu formulieren, dass sie beschriebene Blätter der Schüler*innen berücksichtigen und gleichzeitig neue beschreiben.

E2: Zukunftswerkstatt auf dem Darß – Zeitreise mit einem roten Faden aus der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft als philosophische Auseinandersetzung (Mila Zarkh)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Das Deutsche Jugendherbergswerk als Träger der freien Jugendhilfe mit 14 außerschulischen Lernorten in Mecklenburg-Vorpommern legt großen Wert auf maximale Lebensnähe und ausgeprägten Alltagsbezug in allen BNE-Angeboten. Am Beispiel der „Zukunftswerkstatt“, einer fünftägigen Klassenfahrt in die Umwelt|Jugendherberge Born-Ibenhorst, soll aufgezeigt werden, wie Lebensnähe und der Zukunftsoptimismus zu konkreten Handlungsoptionen im Alltag in Bezug auf globale Problemlagen führen können. Dabei wird auch das Qualitätsmanagement in der Programmentwicklung anhand des Kriteriumkatalogs des Bildungsprofil Umwelt|Jugendherberge erläutert, um die Verankerung der BNE im gesamten Hausmanagement aufzuzeigen. Letzteres demonstriert, welche Lernprozesse im Jugendherbergsalltags auch außerhalb von Workshops und Angeboten angestoßen werden können.

Vergangenheit erforschen und Zukunft gestalten: Das ist das Leitmotiv der fünftägigen Klassenfahrt in die Umwelt|Jugendherberge Born-Ibenhorst. Wie lebten unsere Vorfahren? Wo stehen wir heute? Wie können wir unsere Welt gestalten? Bei Workshops & Exkursionen untersuchen Schüler*innen interaktiv Vergangenheit und Gegenwart und entwickeln ihre eigenen Zukunftsvisionen. Hier wird die Dramaturgie der Klassenfahrten nachskizziert und aufgezeigt, wie das außerschulische Philosophieren im Feld das Lernen fürs Leben ermöglicht.

Die Zukunftswerkstatt soll den Zukunftsoptimismus stärken und Schüler*innen zum nachhaltigen Handeln motivieren. Dies funktioniert nicht mit Schwarzmalerei und dem Anspruch der Weltrettung, sondern nur bei der eigens erkannten Relevanz eines gesellschaftlichen Themas. Die didaktische Prinzipien Situationsorientierung, Problemorientierung, Interessen- und Bedürfnisorientierung, Handlungsorientierung und Betroffenheitsprinzip lassen die Schüler*innen die maximale Freiheit in der Bearbeitung des ausgewählten Themas. Die Lehrperson bzw. die Umweltpädagogin der Jugendherberge gilt hierbei nur als Moderator:in. Das Modell der Zukunftswerkstatt bildet unserer Erfahrung nach ein gutes Mittel, ein Problem von kollektiver Bedeutung anzugehen, da die Teilnehmer*innen sich ein eigenes Thema aussuchen und es mit einer entsprechend höheren Verbindlichkeit und ausgeprägteren Ownerhsip verfolgen, als bei „auferlegtem“ Stoff.

E3: Wortschatzarbeit effektiv – ein Beitrag zur Sprachkompetenz unserer Schüler*innen (Nadollek, Jaschke)

16.15 -17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Wir besprechen mit Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie Sie in Ihrem Unterricht das fachliche Lernen mit dem sprachlichen Lernen verbinden können.
Ziel ist es, die sprachlichen Kompetenzen Ihrer Schüler*innen sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Bereich zu erweitern.

E4: Herausforderung und Chancen der digitalen Geschichtsvermittlung an einem historischen Lernort. Über den Einsatz von Apps wie Actionbound oder Biparcours an Orten mit viel Geschichte und wenig Wi-Fi (Dennis Grunendahl, PRORA ZENTRUM)

16.15 - 17.45 Uhr

Kontaktbeschränkungen und Einlassobergrenzen haben während der Pandemie die Bildungsarbeit in historischen Museen und Gedenkstätten phasenweise in den Stillstand gebremst. Im Vorteil waren jene Einrichtungen, die bereits über Konzepte zur digitalen oder zumindest kontaktlosen Wissensvermittlung vorliegen hatten. Andernorts wurde schnell nach Alternativlösungen gesucht, sodass man inzwischen aus einer Vielzahl von Angeboten wählen kann. 
Der Workshop stellt beispielhafte Projekte vor, beschäftigt sich auch mit den Problemen, die die Digitalisierung mit sich bringt. 

E5: Berufliche Orientierung mit Lernen durch Engagement (Thomas Hetzel, Claudia Maroun; LdE-Kompetenzzentrum M-V; Lisa Funke Stiftung Lernen durch Engagement – Service-Learning in Deutschland)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: In dem Workshop stellen wir verscheiden Beispiele vor, wie die berufliche Orientierung und die Förderung ausbildungsrelevanter Kompetenzen mit der Lern- und Lehrform Lernen durch Engagement (LdE) gestalten werden kann. Sie lernen den methodischen Ansatz von LdE kennen. In kleinen Gruppen ermöglichen wir den Austausch zu einigen Ideen für Ihre schulische Praxis. Seit 2016 sammeln Schulen aus M-V Erfahrungen mit dem Programm „Berufene Helden – Lernen durch Engagement für Chancen im Beruf“, das die Deutsche Bahn Stiftung und die Stiftung Lernen durch Engagement entwickelt haben. LdE-Unterrichtsprojekte mit Berufenen Helden eignen sich als handlungsorientierte Ergänzung zu den bereits bestehenden Angeboten der Berufsorientierung oder als neues Angebot für Schulen mit dem Berufswahl-Siegel. Das LdE-Kompetenzzentrum unterstützt Pädagog*innen in allen Schulformen in M-V bei der Gestaltung von LdE-Unterrichtsprojekten durch Fortbildungen, Projektentwicklung und Beratung, Erfahrungsaustausch im Landesnetzwerk oder ab diesem Sommer bei der Qualitätsentwicklung des Unterrichts mit einer LdE-Schüler-Evaluation in Zusammenarbeit mit dem ZLB der Uni Rostock.

E6: Lernen durch Engagement an Grundschulen (Konni Fuentes, LdE-Kompetenzzentrum M-V; Franziska Flügler, Grundschule Röbel)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule: Sie lernen die Möglichkeiten des handlungsorientierten Unterrichts an Grundschulen mit der Lern- und Lehrform Lernen durch Engagement (LdE) kennen. Vertreterinnen der Anfang 2021 gestarteten LdE-Referenzgrundschulen aus M-V stellen ihre Erfahrungen mit dem Start von LdE unter Pandemie-Bedingungen vor. Die vorgestellten Unterrichtsprojekte aus dem sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich laden in Kombination mit verschiedenen Fächern zum Erproben an der eigenen Schule ein. In kleinen Gruppen ermöglichen wir den Austausch zu einigen Ideen für Ihre schulische Praxis. Seit 2016 unterschützt das LdE-Kompetenzzentrum Pädagog*innen in allen Schulformen in M-V bei der Gestaltung von LdE-Unterrichtsprojekten durch Fortbildungen, Projektentwicklung und Beratung, Erfahrungsaustausch im Landesnetzwerk oder ab diesem Sommer die Qualitätsentwicklung des Unterrichts mit einer LdE-Schüler*innen-Evaluation in Zusammenarbeit mit dem ZLB der Uni Rostock. 

E7: Multidisziplinäre Lehr-Lernsettings (Geschichte, Politik, Geografie, Werken … verbinden) (Dr. Martin Buchsteiner)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Praxisbeispiele für multidisziplinäres Lernen
Die Einbeziehung unterschiedlicher fachspezifischer Zugriffe zur Lösung von Problemstellungen wird in der Wissenschaft praktiziert und seit langem in Bezug auf den Schulunterricht gefordert. Im Rahmen des Workshops werden Lehr-Lernsettings zur Diskussion gestellt, die Denkformen und Arbeitstechniken verschiedener Unterrichtsfächer (z.B. Geschichte, Geographie, Physik, Kunst, Biologie, Politische Bildung) zusammenführen.

E8: Individuelles und kooperatives selbstständiges Lernen am Beispiel des Produktiven Lernens und des Projektlerntages HEE (Daniel Guzman, IPLE)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Schüler*innen in der Sekundarstufe I durchlaufen eine wichtige Phase ihres Lebens, sie entwickeln sich von Kindern zu Erwachsenen. Sie beginnen, sich für die Welt der Erwachsenen und das Berufsleben zu interessieren, sie möchten ernstgenommen werden in ihren Entscheidungen, wollen teilhaben und sich erfolgreich fühlen. Der Projektlerntag HEE und das Produktive Lernen bieten den Jugendlichen die Möglichkeit sich zu erproben, Einblick in Berufe zu bekommen und die eigene Selbstständigkeit beim Lernen zu entwickeln. Das Produktive Lernen und auch der Projektlerntag HEE bieten Jugendlichen die Möglichkeit praktische Erfahrungen mit ihrem schulischen Lernen zu verknüpfen und mit Sinn zu füllen. In dem Workshop werden die Ansätze vorgestellt und diskutiert.

E9: Demokratie: EINFACH machen! Unterricht partizipativ planen und gestalten (Kathleen Butz, Anne Sorge-Farner)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Demokratie ist mehr als das Wissen um Wahlen, Parlament und Verfassung. Sie lebt von Diskurs und Kritik, von Beteiligung und Gestaltungsmöglichkeiten. Demokratiebildung findet nicht nur im Fach Sozialkunde, Geschichte oder Philosophie statt. Demokratische Kompetenzen können durch kleine und größere Beteiligungsmöglichkeiten in jedem Fachunterricht erworben werden. Dabei werden gleichzeitig Eigenverantwortlichkeit, Selbstwirksamkeit, Gemeinschaftssinn und Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler gestärkt und gefördert. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie ihren Unterricht partizipativ planen und gestalten können. Wir werfen einen Blick auf die vielfältigen analogen und digitalen Möglichkeiten der Einbeziehung von Schülerinnen und Schülern in den Unterricht von der Wahl der Arbeitsmaterialien bis hin zur Bewertung.

E10: Lernen mit Kultureller Bildung: Veränderungen von Unterricht und Schulkultur (Dr. Michael Retzar, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Philipps-Universität Marburg)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Seit 2019 begleitet Dr. Michael Retzar das von der Stiftung Mercator geförderte Landesprojekt KULTUR.LAND.SCHULE. mit einer schulnahen Evaluation.  
In diesem Infoshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick, was es für Schulen heißt, eine kreative künstlerisch-ästhetische Praxis in den Schulalltag zu integrieren. Anhand von Praxisbeispielen und Forschungsergebnissen besteht die Möglichkeit, sich einen Überblick über Ansätze der Kulturellen Bildung in Schulen zu verschaffen. Welche Wege gehen die Schulen, die sich diese Grundsätze zu eigen machen, wie können alle Schüler*innen und die Schule selbst an Kunst und Kultur teilhaben und wie kann der Unterricht aller Fächer von ästhetischen Lernzugängen profitieren?

E11: Workshop zur neuen Broschüre Hattie 2.0 „Visible Learning Unterrichtsplanung“ (Prof. Klaus Zierer)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Der Unterricht ist die Kernaufgabe von Lehrpersonen. Damit dieser gelingen kann, ist eine erfolgreiche Planung notwendig. Aber welche Bausteine sind hierfür zu beachten und welche Verfahren erweisen sich als lernwirksam? Ausgehend von den Ergebnisse der Aktualisierung der Hattie-Studie, die mittlerweile über 1700 Meta-Analysen und über 300 Gelingensbedingungen für erfolgreiches Lernen umfasst, sollen die Schritte der Analyse, der Planung, der Durchführung und der Evaluation angesprochen und mithilfe von empirischen Daten unterfüttert werden. Ziel ist es also, einen evidenzbasierten Leitfaden für die Unterrichtsplanung vorzustellen.

E12: BNE als methodischer Ansatz für lebensweltbezogenen Unterricht – Wie kann ich die 17 Würfel zu den Nachhaltigkeitszielen 2030 in meinem Fachunterricht einsetzen? (Frauke von Loga, BNE-Regionalberaterin SSA Greifswald; Kathleen Veit, Soziale Bildung e.V.)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule und Sekundarstufe I: BNE als methodischer Ansatz für lebensweltbezogenen Unterricht – Wie kann ich die 17 Würfel zu den Nachhaltigkeitszielen 2030 in meinem Fachunterricht einsetzen? 

Was haben die 17 Nachhaltigkeitsziele 2030 (SDGs) mit uns zu tun? Anhand von 17 Würfeln zu den Nachhaltigkeitszielen 2030 können Sie BNE („Bildung für nachhaltige Entwicklung“) und Globales Lernen in Ihrem Fachunterricht anschaulich und lebensnah bearbeiten. Fachdidaktische Aspekte für den Einsatz der Würfel im Fachunterricht werden erläutert und erprobt. Einführend wird der BNE-Ansatz – „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ – als methodischer Ansatz für zukunftsorientierten und inklusiven Unterricht kurz vorgestellt. Die Würfel erhalten Sie kostenlos für Ihren Unterricht.

E13: BNE mit außerschulischen Partner*innen in meinem Unterricht umsetzen (Uwe Leinigen, BNE-Berater SSA Schwerin)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule und Sekundarstufe I: BNE mit außerschulischen Partner*innen in meinem Unterricht umsetzen. 

Bildung für nachhaltige Entwicklung bietet ein reichhaltiges Repertoire an Methoden, Inhalten und Kooperationsmöglichkeiten mit außerschulischen Partnern und Partnerinnen. An ausgewählten Beispielen wie „klassenneutrale Klassenfahrten“ oder der „Ostseekiste“ u. ä. erhalten Sie Informationen und Anregungen für Ihren Unterricht. Einführend wird der BNE-Ansatz als methodischer Ansatz für zukunftsorientierten und inklusiven Unterricht vorgestellt.

19 Mai, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld F – Mathematik in M-V 2021: Erfolgreich Mathematik lehren und lernen – lebensnah und mit Begeisterung

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Susanne Prediger: "Nachhaltig Mathematik lernen mit Sinn und Bedeutung" 

Abstract:

Nachhaltig wird Mathematiklernen dann, wenn es für die Lernenden sinnstiftend wird und die Bedeutungen der mathematischen Begriffe und Operationen gezielt erarbeitet werden. Der Vortrag zeigt an Beispielen, wie durch die Erarbeitung der Bedeutungen das Lernen motivierender, aber auch nachhaltiger werden kann. 

F1: Mathe-Schwächen überwinden – Verstehensgrundlagen aufarbeiten in Klasse 5/6 (Prof. Susanne Prediger)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule & Sekundarstufe I: Gerade für schwache Lernende wird Mathematik zu oft nicht mit Bedeutung gefüllt, stattdessen lernen sie nur unverstandene Rezepte, die schnell wieder vergessen gehen. Im Workshop wird das Diagnose- und Förderkonzept Mathe sicher können vorgestellt, mit dem für schwache Kinder der Klassen 3-6 wichtige Verstehensgrundlagen nachgearbeitet werden können.

F2: Die Gummibärenbande und wie wir mit ihr die Schätze des Mathematikunterrichtes im Bereich „Daten,Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeit“ entdecken können (Michaela Danneberger)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule: Der Themenbereich „Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeit“ wird oft nur am Rande im Mathematikunterricht der Grundschule behandelt. In diesem Workshop möchte ich den TeilnehmerInnen anhand von praktischen Beispielen aufzeigen, wie sie sich auf einfache Weise mit den Kindern von Klasse 1 an handlungsorientiert Daten und Häufigkeiten erschließen können und die mathematischen Kompetenzen ihrer SchülerInnen nachhaltig fördern können. Dabei erweisen sich die Gummibären nicht nur als motivierend für die Kinder sondern sie sind wahre Allroundkünstler im Mathematikunterricht der Grundschule.

F3: Was macht denn Kalle der Wetterfrosch im Mathematikunterricht? Entwicklung des Wahrscheinlichkeitsbegriffs in der Grundschule (Dr. Grit Kurzmann)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule: Glücksrad drehen, Würfeln und Ziehen von Objekten sind typische Situationen im Stochastikunterricht der Grundschule. Aber sind dies Situationen aus der Erfahrungswelt der Kinder? Ich stelle einen Ansatz vor, wie sowohl der Umgang mit Daten als auch der Umgang mit Wahrscheinlichkeiten gemeinsam betrachtet werden können. Anhand von Beispielen aus dem täglichen Leben der Kinder (Haustiere, Tagesablauf) werden die Entwicklungsphasen des Wahrscheinlichkeitsbegriffs an Beispielen anschaulich dargestellt und ausprobiert.

F4: Wenn jede Aufgabe neu ist – Anleitung zur Analogiebildung und zu anderen Heurismen am Beispiel Stereometrie (Dr. Birgit Borkenhagen)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Die Ansprüche an unseren Mathematikunterricht sind vielfältig: kognitiv aktivierend, handlungsorientiert, verstehensorientiert sind dafür nur einige Schlagwörter. Und dann kommt noch die Diskrepanz zwischen Lern- und Leistungssituation dazu: „Ganz ähnliche Aufgaben haben wir im Unterricht doch so oft geübt! Warum fällt die Klassenarbeit trotzdem so schlecht aus?“ (vgl. Markus Ruppert: mathematiklehren 218; S. 13 – 17).  Am Beispiel Stereometrie gehen wir in unserem Workshop zwei Fragen nach: Wie erkennen die Lernenden strukturelle Ähnlichkeiten zwischen gelösten und neuen Aufgaben? Und wie nutzen sie diese Ähnlichkeiten beim Lösen der neuen Aufgabe? Dabei prüfen wir, wie sich analoge und digitale Vorgehensweisen ergänzen können.

F5: Wenn jede Aufgabe neu ist – Anleitung zur Analogiebildung und zu anderen Heurismen am Beispiel quadratischer Gleichungen (Susanne Kugelmann)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Die Ansprüche an unseren Mathematikunterricht sind vielfältig: kognitiv aktivierend, handlungsorientiert, verstehensorientiert sind dafür nur einige Schlagwörter. Und dann kommt noch die Diskrepanz zwischen Lern- und Leistungssituation dazu: „Ganz ähnliche Aufgaben haben wir im Unterricht doch so oft geübt! Warum fällt die Klassenarbeit trotzdem so schlecht aus?“ (vgl. Markus Ruppert: mathematiklehren 218; S. 13 – 17). Am Beispiel quadratischer Gleichungen gehen wir in unserem Workshop zwei Fragen nach: Wie erkennen die Lernenden strukturelle Ähnlichkeiten zwischen gelösten und neuen Aufgaben? Und wie nutzen sie diese Ähnlichkeiten beim Lösen der neuen Aufgabe? Dabei prüfen wir, wie sich analoge und digitale Vorgehensweisen ergänzen können.

F6: Wenn jede Aufgabe neu ist - Anleitung zur Analogiebildung und zu anderen Heurismen am Beispiel linearer Gleichungssysteme (Ralf Breese)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I: Die Ansprüche an unseren Mathematikunterricht sind vielfältig: kognitiv ak-tivierend, handlungsorientiert, verstehensorientiert sind dafür nur einige Schlagwörter. Und dann kommt noch die Diskrepanz zwischen Lern- und Leistungssituation dazu: „Ganz ähnliche Aufgaben haben wir im Unterricht doch so oft geübt! Warum fällt die Klassenarbeit trotzdem so schlecht aus?“ (vgl. Markus Ruppert: mathematiklehren 218; S. 13 – 17).  Am Beispiel linearer Gleichungssysteme gehen wir in unserem Workshops zwei Fragen nach: Wie erkennen die Lernenden strukturelle Ähnlichkeiten zwischen gelösten und neuen Aufgaben? Und wie nutzen sie diese Ähnlichkeiten beim Lösen der neuen Aufgabe? Dabei prüfen wir, wie sich analoge und digitale Vorgehensweisen ergänzen können.

F7: Meine Umgebung im Spiegel der Mathematik – Eine Projektidee für die Jahrgangsstufe 10 am Gymnasium (Detlef Cords)

16.15 - 17.45 Uhr

Sekundarstufe I & II: In diesem Projekt arbeiten die Schüler*innen mit dynamischer Geometriesoftware, um Objekte und Sachverhalte der unmittelbaren Umgebung zu veranschaulichen. Die Schüler*innen experimentieren mit Parametern  von Funktionen und können den Parametereinfluss gezielt einsetzen. Dabei üben sie sich in Teamarbeit und reflektieren ihren Arbeitsprozess. Die Teilnehmer sollten über Grundkenntnisse für die Benutzung einer dynamischen Geometriesoftware verfügen. Insbesondere ist das Arbeiten mit Schiebereglern für die Untersuchung des Einflusses von Parametern bekannt.

F8: Stark in Mathe – Leistungsstarke Mathematiker im Unterricht wirksam motivieren und fordern (Kerstin Both)

16.15 - 17.45 Uhr

Alle Schularten: Im Kontext eines inklusiven Mathematikunterrichts ist das Konzept der Natürlichen Differenzierung mittels offener Problemfelder in allen Jahrgangsstufen aktuell so wichtig wie kaum ein anderes. Gerade wenn es um individuelle Förderung geht, werden die Leistungsstarken bisweilen oft außen vor gelassen – „sie beherrschen den Stoff ja schon“. In diesem Sinne soll der Workshop einerseits den theoretischen Hintergrund klären, wie das Potenzial der Leistungs-starken im Mathematikunterricht genutzt und weiterentwickelt werden kann und andererseits verschiedene Unterrichtsbeispiele vorstellen, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Möglichkeiten für deren Erprobung sowohl im Präsenz- als auch im Distanzunterricht eröffnen. 

F9: Den Zahlenraum begreifen – Ideen (nicht nur) für die Arbeit mit Kindern mit Problemen beim Erlernen der Mathematik (Dr. Bärbel Lorenz)

16.15 - 17.45 Uhr

Grundschule: Mathematik ist ein Symbolsystem, das den Menschen helfen soll, über ihre Welt nachzudenken und sie zu beschreiben. Für manche Kinder bleiben die mathematischen Symbole, Strukturen und Regeln aber „leere Hülsen“ ohne Bedeutung oder sie entwickeln eigene Interpretationen, die manchmal falsch oder uneffektiv sind. Ihnen fehlen effektiv nutzbare Vorstellungen von Zahlen und Rechenoperationen, die es ihnen ermöglichen, die Prozesse hinter den Symbolen zu verstehen. Der Workshop stellt Ihnen Möglichkeiten vor, mit denen Sie über die Handlungsebene und die Bildebene bis hin zur symbolischen Ebene Zahlvorstellungen mit den Schüler*innen entwickeln können. Wir probieren Ansätze gemeinsam aus und gehen auch auf die Suche nach „Stolperstellen“, die den Schüler*innen den Erwerb mathematischer Kenntnisse erschweren.

10. Juni, 14.00 - 18.00 Uhr: Lernfeld G – Ganztägig LERNEN – mehr als Unterricht

Keynote im Livestream-Dialog

14.00 - 16.00 Uhr

Prof. Dr.  Falk Radisch, Universität Rostock: "Schule, ganztägig, qualitätsvoll"

Was bedeutet eine ganztägig arbeitende Schule heute? Sollen wir sie neu definieren?  Die Keynote zeigt vorliegende Forschungsergebnisse und Best Practice Beispiele auf, wie sie in konkretes Handlungswissen zur Gestaltung qualitativ guter ganztägig arbeitender Schulen zu übersetzen und weiter in die Breite zu tragen sind. Falk Radisch ist seit 2013 Professor für Schulpädagogik mit den Schwerpunkten Schulforschung und Allgemeine Didaktik an der Universität Rostock. Seine Forschungsschwerpunkte sind u.a. Ganztagschule, Empirische Forschungsmethoden, Institutionelle Aspekte von Bildungsqualität, Effektivität und Effizienz im Bildungswesen, Evaluationsforschung, Schuleffektivitäts- und Schulentwicklungsforschung.      


Peter Hofmann, kommissarischer Schulrat, Staatliches Schulamt Neubrandenburg: "Lernen für das 21. Jahrhundert als Herausforderung für ganztägig arbeitende Schulen"

Die Welt im 21. Jahrhundert ist geprägt von großen gesellschaftlichen Umbrüchen, einem immer schneller voranschreitenden technologischen Fortschritt sowie ökologischen Bedrohungen. Die Keynote zeigt auf, inwiefern gute ganztägig arbeitenden Schulen im 21. Jahrhundert ihren Schüler*innen helfen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln, um den Herausforderungen im gesellschaftlichen und beruflichen Leben nach der Schule begegnen zu können und diese zu gestalten. Peter Hofmann ist kommissarischer Schulrat im  Staatlichen Schulamt Neubrandenburg. Zum Schuljahr 2021/2022 übernimmt er die Schulleitung an der Regionalen Schule „Am Lindetal“ in Neubrandenburg."

Moderation: Thomas Hetzel, Serviceagentur Ganztägig lernen M-V

G1: Ganztag mit Qualität – Analyse und Ziele für Qualitätsentwicklung (Isabell Kitta, Lehrerin/Serviceagentur Ganztägig lernen M-V )

16.15 - 17.45 Uhr

Wie kann Schule sich weiterentwickeln und die Schüler*innen gut für die Zukunft vorbereiten? Die Teilnehmenden lernen Qualitätsbereiche der guten ganztägig arbeitenden Schule kennen. Mit Hilfe der Checklisten können sie die entsprechenden Bereiche an ihrer Schule analysieren, Ziele für die Weiterentwicklung setzen und Anregungen für die Arbeit vor Ort mitnehmen. 

G2: Ganztag braucht Partner – außerschulische Kooperationspartner in Schule (Birgit Schaub, stellv. Schulleiterin und Corina Schafstädt, Schulsozialarbeiterin, Landesförderzentrum „Hören“ Güstrow, Erik Raab, Projektleiter, Jugend-, Sprach- und Begegnungszentrum M-V, Kerstin Plaul, Serviceagentur Ganztägig lernen M-V)

16.15 - 17.45 Uhr

Kooperationen mit außerschulischen Partnern ermöglichen neue, vielfältige und lebensnahe Unterricht ergänzende Angebote für Schüler*innen und fördern die Öffnung der Schule.
An Beispielen gut funktionierender Kooperationen mit Schulen und außerschulischen Partnern werden Chancen und Möglichkeiten für die Gestaltung ganztägigen Lernens herausgearbeitet. Die Teilnehmenden können den Stand der Kooperationen an ihrer Schule analysieren und neue Ziele setzen. Im Erfahrungsaustausch werden weitere Anregungen für die Umsetzung an der eigenen Schule gesammelt und Werkzeuge für die Weiterentwicklung vorgestellt.

G3: Gestaltung von zukunftsorientierten Lernumgebungen für den Ganztag (Andreas Hammon, Architekt und Pädagoge, Schweiz, Prof. Oliver Hantke, Hochschule Wismar, Thomas Hetzel und Konni Fuentes, Serviceagentur Ganztägig lernen M-V)

16.15 - 17.45 Uhr

Die Gestaltung von zukunftsorientierten Lernumgebungen berücksichtigt die unterschiedlichen Bedürfnisse der Beteiligten. Der Ganztag benötigt Räume und bietet neue Chancen. Die Teilnehmenden erhalten Informationen und Anregungen von innovativen Beispielen und gelungenen Prozessen zur partizipativen Gestaltung von Lernumgebungen sowie Werkzeuge und Praxiseinblicke. Sie können den Stand der Gestaltung von Lernumgebungen in ihrer Schule analysieren, um eigene Ziele zu setzen. Sie reflektieren unter Begleitung der Referenten die Erfahrungen und Chancen und bekommen durch Austausch neue Ideen und Anregungen für die Schulentwicklung.

G4: Organisation von Lernen und Fördern – nutzbare Erfahrungen aus der Corona-Pandemie (Katrin Zeisler, RegS Am Lindetal Neubrandenburg, Torsten Schwarz, Eldenburg-Gymnasium Lübz, Thomas Evers, RAA Mecklenburg-Vorpommern)

16.15 - 17.45 Uhr

Jede*r Schüler*in hat das Recht auf Bildung. Pandemie bedingt müssen die Schulen verschiedene, auch außergewöhnliche Wege zur Organisation ihrer täglichen Arbeit finden und beschreiten. Wie haben die Schulen es geschafft, Lernen und Fördern unter den äußerst herausfordernden Bedingungen zu organisieren? Welche neuen Wege sind gefunden worden? Welche Anregungen können wir mitnehmen? Was müssen wir noch lernen und verbessern? Zwei Schulen berichten über ihre Erfahrungen und laden zum Austausch ein.

G5: Ganztag in Kooperation mit dem Hort (Anke Kühn, Diesterweg-Grundschule Loitz, Dana Bleck, Hort „Sonnenblume“ Loitz, Ute Harrje, ehemalige Schulleiterin/Serviceagentur Ganztägig lernen M-V)

16.15 - 17.45 Uhr

Ein wichtiger Kooperationspartner für Grundschulen bei der Gestaltung des ganztägigen Lernens sind die mit ihnen zusammenarbeitenden Horte. Kriterien, wie diese Kooperation gut gelingen kann, werden auf der Grundlage eines gut funktionierenden Beispiels erarbeitet. Der Workshop bietet außerdem Raum, sich über Erfahrungen auszutauschen und Strategien für die Weiterentwicklung an der eigenen Schule zu entwickeln.

G6: Schulinnovationen aus aller Welt (Christopher Petrie, Leiter der globalen Forschung, Neuseeland/Finnland, HundrEd, Maria Parttimaa-Zabel, Serviceagentur Ganztägig lernen M-V (Englisch, Deutsch))

16.15 - 17.45 Uhr

Wie können wir die Bildung verbessern und pädagogisch gute, ehrgeizige Innovationen nicht nur in unseren eigenen Netzwerken kennenlernen und global verbreiten? Im Workshop werden inspirierende Innovationen der K12-Bildung (Kindergarten bis 12. Schuljahr) vorgestellt.  
Die Organisation HundrEd aus Finnland erforscht sie in der ganzen Welt und wählt jedes Jahr 100 inspirierende Innovationen aus. Die Erkenntnisse werden kostenlos dokumentiert, verpackt und geteilt. Finden wir Bildungsinnovationen auch aus Mecklenburg-Vorpommern? Der Infoshop findet in englischer Sprache mit Simultanübersetzung auf Deutsch statt.
Weitere Informationen zur Organisation HundrEd finden Sie unter www.hundred.org 

G7a: Schüler*innen im Mittelpunkt – Wege zur kind- und jugendgerechten ganztägig arbeitenden Schule (Karen Dohle, Diplompädagogin, Mitglied der Initiative für Große Kinder e. V.)

16.15 - 17.00 Uhr

Auf der Grundlage aktueller Studien werden das Thema Schüler*innen im Mittelpunkt - kind- und jugendgerechte Ganztagsschule aus der Sicht der Schüler*innen vorgestellt und Anforderungen für multiprofessionelle Teams benannt. Die Initiative für Große Kinder ist ein Kreis von Bildungs- und Entwicklungsforscher*innen, Sozial- und Sportwissenschaftler*innen, Kinderärzt*innen, Mitgliedern von Schulverwaltungen, Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe, Lehrer*innen, Pädagog*innen, Eltern, Psycholog*innen, Therapeut*innen, Stadtentwickler*innen, Vertreter*innen von Institutionen und Verbänden. Weitere Informationen zur Initiative unter www.initiative-grosse-kinder.de

G7b: Ein gutes gesundes Mittagessen gehört zum Ganztag (Meike Halbrügge, DGE-Vernetzungsstelle Schulverpflegung in MV)

17.00 - 17.45 Uhr

Eine gesundheitsfördernde und nachhaltige Schulverpflegung anzubieten ist eine komplexe Aufgabe für verschiedene Akteur*innen. Wie es Schulen gelingt, eine gute Mittags- und Zwischenverpflegung anzubieten und die Mensa zu einem alltäglichen Treffpunkt werden zu lassen, an dem sich Schüler*innen und pädagogisches Personal begegnen, darüber tauschen sich die Teilnehmenden in diesem Infoshop aus. Sie erfahren etwas über den DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen - aber auch, wie sie die Qualität der Verpflegung an ihrer Schule weiterentwickeln können.
Weitere Informationen zur DGE-Vernetzungsstelle Schulverpflegung in M-V unter www.dgevesch-mv.de

Heiko Schön

Institut für Qualitätsentwicklung M-V

Tel.: 0385 588 17812

E-Mail: h.schoen@iq.bm.mv-regierung.de