Digitale Bildung

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Online-Bestellsysteme, Telemedizin, E-Mails. Die Digitalisierung bestimmt heute viele Bereiche in unserem Leben und bei unserer Arbeit. Smartphones, Tablets und Whiteboards halten immer stärker Einzug in unsere Schulen und Hochschulen. Sie gehören mehr und mehr zum Alltag von Auszubildenden in Verwaltungen und Unternehmen. Die Länder wollen dieser Entwicklung Rechnung tragen und haben sich in der Kultusministerkonferenz auf die Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ verständigt. Das Ziel: Wer im Jahr 2018 in die Schule kommt, soll bis zum Ende seiner Schulzeit eine umfassende Medienbildung erhalten.

Strategie der Kultusministerkonferenz "Bildung in der digitalen Welt"

Neues Unterrichtsfach „Informatik und Medienkunde“ geplant

Mecklenburg-Vorpommern plant deshalb unter anderem, das Unterrichtsfach „Informatik und Medienkunde“ einzuführen. Es soll ab Klasse 7 als eigenständiges Fach unterrichtet werden. Mit Beginn des Schuljahres 2016/2017 hat eine Kommission begonnen, einen entsprechenden Rahmenplan zu entwickeln. Dieser Rahmenplan wird in einem dreijährigen Modellvorhaben an elf Schulen im Land erprobt und weiterentwickelt. Neben der Anwendung sollen Schülerinnen und Schüler lernen, wie digitale Medien funktionieren. In dem neuen Unterrichtsfach werden ihnen deswegen auch Programmierkenntnisse vermittelt.

Pilotprojekt: E-Learning an beruflichen Schulen

Die beruflichen Schulen in Greifswald, Neubrandenburg und Waren/Müritz erproben, inwieweit E-Learning im Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann. Schwerpunkte der Erprobungsphase sind die Bildungsbereiche „Wirtschaft, Verwaltung und Handel“ sowie „Elektrotechnik“. An dem Projekt beteiligen sich die IHK Neubrandenburg, der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte und der Landkreis Vorpommern-Greifswald. Die Hochschule Wismar stellt die digitale Lernplattform zur Verfügung. Mit dem E-Learning soll der Unterricht nicht revolutioniert, sondern um neue Lernformen ergänzt werden. Für das Pilotprojekt eignen sich die beruflichen Schulen besonders gut, weil dort ältere Schülerinnen und Schüler lernen.

Auf dem Weg zur Medienschule

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Medienbildung als fächerübergreifendes Bildungsziel in den Rahmenplänern für alle Schularten verankert. Kern der Medienbildung ist es, Schülerinnen und Schüler an einen verantwortungsvollen, sinnvollen und reflektierten Umgang mit Medien heranzuführen. Schulen, die ihre Medienbildung evaluieren und sich weiterentwickeln wollen, steht das „Audit – Auf dem Weg zur Medienschule“ zur Verfügung. Das Audit ist ein Ergebnis des Schulversuchs „Schulische Medienbildung in M-V“ und wurde in einem Schulversuch erprobt und fortgeschrieben.

Medienbildung in MV
"Audit - Auf dem Weg zur Medienschule" Eine Handreichung für Lehrerinnen und Lehrer

Ende der Kreidezeit

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Ohne Kreide, Schwamm und Wasser lief in der Schule viele Jahre nichts. Heute können Lehrerinnen und Lehrer auch am Computer Tafelbilder erstellen und Kopiervorlagen anfertigen. Das Land hat für die Schulen ein Unterrichtshilfenportal aufgelegt, in dem mehrere tausend interaktive Materialien für die Unterrichtsgestaltung zur Verfügung stehen. Den Zugang zum Portal erhalten Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer Schulleitung.

Zum Unterrichtshilfenportal

Dr. Jan Hartmann

Institut für Qualitätsentwicklung M-V
Medienpädagogisches Zentrum

 

Tel: 0381 4985986

E-Mail: j.hartmann@iq.bm.mv-regierung.de