Lehrkräfteausbildung trotz Corona gesichert

14.05.2020

Änderung der Lehrerprüfungs- & Lehrervorbereitungsdienstverordnung

Die zukünftigen Lehrerinnen und Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern müssen nicht um den Abschluss ihrer Ausbildung bangen. Angesichts der erheblichen Einschränkungen im regulären Schul- und Studienbetrieb ist zwar die Durchführung der Ersten und Zweiten Staatsprüfungen in bisheriger Gestalt nicht möglich, trotzdem steht einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss nichts im Wege.

Möglich macht dies eine Änderung in der Lehrerprüfungsverordnung sowie in der Lehrervorbereitungsdienstverordnung. In den Lehramtsstudiengängen zur Ersten Staatsexamensprüfung wird die schriftliche Prüfungsarbeit angefertigt. Jedoch wird auf die Durchführung der mündlichen Prüfungen verzichtet, da eine rechtzeitige Einstellung in den Vorbereitungsdienst nicht gewährleistet werden kann. Stattdessen werden die Leistungen bis zum Antritt des Vorbereitungsdienstes angerechnet. Dadurch können unverschuldete zusätzliche Wartezeiten vermieden werden. Diese Maßnahme wird von den lehrerbildenden Hochschulen ausdrücklich befürwortet.

Die maßgebliche Änderung in der Zweiten Staatsprüfung besteht darin, dass anstelle der unterrichtspraktischen Prüfungen Fachkolloquien treten. Deren Inhalte bewegen sich im Rahmen der unterrichtspraktischen Tätigkeit der künftigen Lehrerinnen und Lehrer.

Wie das Bildungsministerium mitteilte, müssen sich die zukünftigen lehrerinnen und Lehrer keine Sorge machen, dass ihre Abschlüsse nicht deutschlandweit anerkannt werden würden. Voraussetzung für die Änderung der Verordnungen war die Anerkennung der Abschlüsse in anderen Bundesländern. Das sei gesichert. 

Die Änderung der Lehrervorbereitungsdienstverordnung wurde außerdem in Abstimmung mit der Interessenvertretung der Referendarinnen und Referendare vorgenommen. "Angehende Lehrerinnen und Lehrer benötigen die Perspektive und die Sicherheit", sagt Bildungsministerin Bettina Martin. „Für das Land Mecklenburg-Vorpommern ist es wichtig, dass die Studierenden sowie die Referendarinnen und Referendare ihre Abschlüsse machen können, da wir sie dringend als Lehrkräfte an unseren Schulen benötigen.“

Zur Pressemitteilung des BildungsministeriumsWeitere Informationen zu den Staatsexamen 2020

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
> Weitere Informationen in unseren Datenschutz-Hinweisen.