Landesergebnisse beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

04.06.2019

Auszeichnung für Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Plakat des Geschichtswettbewerbs © Körber-Stiftung
Plakat des Geschichtswettbewerbs © Körber-Stiftung

Hamburg, 3. Juni 2019. Das Erleben des Kriegsendes 1945 oder die Proteste am 17. Juni 1953: Dies sind nur einige der Themen, zu denen Schülerinnen und Schüler aus Mecklenburg-Vorpommern beim 26. Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten geforscht haben. Bundesweit nahmen rund 5.600 Schülerinnen und Schüler am Wettbewerb teil. Sie reichten insgesamt 1.992 Beiträge bei der Körber-Stiftung ein – damit ist es die beitragsstärkste Ausschreibung seit 1993. Nun wurden die 250 Landespreis- und 250 Förderpreisträger ausgewählt.

In Mecklenburg-Vorpommern haben 73 Schülerinnen und Schüler 20 Beiträge eingereicht. Neben den Landes- und Förderpreissiegern darf sich die Werkstattschule in Rostock über den Preis für die erfolgreichste Schule in Mecklenburg-Vorpommern freuen.

Schüler beschäftigen sich mit Um- und Aufbrüchen des 20. Jahrhunderts

Die Schülerinnen und Schüler haben sich auf unterschiedlichste Weise mit dem Rahmenthema »So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch« beschäftigt. Große Ereignisse in der Geschichte, aber auch kleinere Anlässe, die Einfluss auf das Leben von Menschen genommen haben, wurden von ihnen erforscht.  Als "Spurensucher" befragten sie dazu oftmals Zeitzeugen in der eigenen Familie: Zum Beispiel zu Kriegserinnerungen. Mit Blick auf die deutsche Teilung untersuchten viele junge Geschichtsforscher, welche Spuren diese bis heute hinterlassen hat. Außerdem interessierten sich die Teilnehmenden für den Umbruch nach dem Kriegsende 1945 und die Auswirkungen auf ihren Heimatort. "Die Ergebnisse der aktuellen Wettbewerbsrunde zeigen, dass das Thema bei den Jugendlichen einen Nerv getroffen hat. Selten war die Themenvielfalt so groß wie in diesem Jahr", so Gabriele Woidelko, Leiterin des Bereichs Geschichte und Politik der Körber-Stiftung.

Kritischer Umgang mit Quellen ist wichtig

Neben der Zeitzeugenperspektive ist die Archivrecherche weiterhin wichtig: Knapp der Hälfte der Beiträge liegt Quellenarbeit in Archiven zugrunde, aber auch außerschulische Lernorte wie Museen und Gedenkstätten wurden für die Themensuche und Recherche häufig genutzt. Entsprechend oft gaben die Jugendlichen als Fazit zu Protokoll, dass für ihre Recherchen die Suche im Internet nur bedingt hilfreich sei. »Mit der Teilnahme am Geschichtswettbewerb lernen Schülerinnen und Schüler auch den Umgang mit Quellen und Fakten. Ein wichtiges Rüstzeug im digitalen Zeitalter«, so Woidelko. Und auch die Kreativität fördert der Wettbewerb, wie die Resultate zeigten: Neben schriftlichen Beiträgen wurden auch Videos, Podcasts oder Ausstellungen eingereicht.

Auszeichnung der besten Beiträge auf Landesebene

Am 24. September werden die Preisträgerinnen und Preisträger aus Mecklenburg-Vorpommern im Rahmen der feierlichen Landespreisverleihung im Landtag in Schwerin ausgezeichnet. Die 250 Landessieger im Wettbewerb haben zudem die Chance, auch einen von 50 Bundespreisen zu erringen. Am 19. November 2019 wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die fünf Erstpreisträger auf Bundesebene in Schloss Bellevue in Berlin ehren.

Über den Geschichtswettbewerb

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus, der auf eine gemeinsame Initiative des damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und des Stifters Kurt A. Körber zurückgeht. Ziel ist es, bei Kindern und Jugendlichen das Interesse für die eigene Geschichte zu wecken, Selbstständigkeit zu fördern und Verantwortungsbewusstsein zu stärken. Ausgeschrieben wird der mit bislang über 146.500 Teilnehmern und rund 33.500 Projekten größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

(Pressemitteilung der Körber-Stiftung, 03.06.2019)

Landesergebnisse Mecklenburg-Vorpommern (PDF)

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