Ausschreibung "Schule zum Leben"

18.03.2019

Schulentwicklung nach Hattie

Einzigartiges Projekt im deutschen Sprachraum zur Schulentwicklung erfolgreich implementiert

John Hattie gilt als einflussreichster Bildungsforscher der Welt. Sein Werk „Visible Learning“, das er seit ein paar Jahren zusammen mit dem Augsburger Schulpädagogikprofessor Klaus Zierer weiterführt, umfasst mit über 1.400 Meta-Analysen und damit mit über 80.000 Einzelstudien den größten Datensatz der empirischen Bildungsforschung, der jemals in einer Studie ausgewertet wurde. Das Ergebnis ist ein Ranking aus über 260 Faktoren. Die Kernbotschaft daraus lautet: Lehrpersonen sind entscheidend für Bildungserfolg. Dabei sind nicht nur die Kompetenzen von Lehrpersonen von Bedeutung, sondern vielmehr die Haltungen. Wie Lehrpersonen über das denken, was sie tun, ist dabei entscheidend.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern hat auf diesen Ergebnissen aufbauend ein im deutschsprachigen Raum einzigartiges Schulentwicklungsprojekt auf den Weg gebracht: Über zwei Jahre hinweg arbeiteten in regelmäßigen Fortbildungsveranstaltungen die Kollegien am Eldenburg Gymnasium Lübz und am RecknitzCampus Laage an ihren Haltungen. Beispielsweise wird im Kontext von Feedback nicht nur das Wissen und Können vermittelt, wie Feedback in den Unterricht integriert werden können, sondern vor allem auch darüber reflektiert, warum Feedback in den Unterricht integriert werden sollen. Eigentlich selbstverständliche Gespräche über Unterrichtsqualität, die – wie empirische Studien jedoch zeigen – im Schulalltag nur selten stattfinden, werden so initiiert und „kollektive Wirksamkeitserwartungen“ geweckt. Letztere stehen im aktuellen Ranking aus „Visible Learning“ an erster Stelle und haben somit den größten Einfluss auf den schulischen Lernerfolg.

Im Januar fand in Schwerin im Beisein von Steffen Freiberg, Staatssekretär des Bildungsministeriums, die Abschlussveranstaltung statt und den teilnehmenden Schulen wurde von Dr. Uwe Viole, Leiter des Instituts für Qualitätsmanagements M-V, ein Zertifikat überreicht. Die Evaluationsergebnisse des Projektes belegen, dass die Fortbildungen mit einer Zustimmungsquote von über 80 Prozent auf ausgesprochen positive Resonanz in den Kollegien gestoßen sind und für die Lehrpersonen und Lernenden im Hinblick auf die wahrgenommene Unterrichtsqualität äußerst wirksam waren.

All das nahm das Land Mecklenburg-Vorpommern zum Anlass, das Projekt „Schulen zum Leben“ in den Regelbetrieb des Fortbildungsprogrammes zu übernehmen.

Zum Schuljahr 2019/20 sollen weitere Schulen das Netzwerk erweitern. Interessierte Schulen können sich ab sofort bewerben.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an R.Bloch_01@iq.bm.mv-regierung.de oder an klaus.zierer@phil.uni-augsburg.de.

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