Onlinekurs „Traumapädagogik“

11.10.2018

Projekt des Universitätsklinikums Ulm

Fortbildung für Lehrer_innen durch das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) anerkannt

Das Projekt soll Berufsgruppen, die in Kontakt zu sexuell missbrauchten und/oder multipel traumabelasteten Kindern stehen oder in Institutionen für den Schutz vor (sexueller) Traumatisierung Verantwortung tragen, eine Möglichkeit bieten, sich fundiert und bezogen auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisstand fortzubilden.

Anmeldung: auf der Projektseite unter https://ecqat.elearning-kinderschutz.de/ noch bis mindestens September 2019 möglich

Zuständige Einrichtung: Universitätsklinik Ulm, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie /-psychotherapie

Zielgruppe: Lehrkräfte aller Fachrichtungen (keine zusätzlichen Qualifikationen nötig), SozialpädagogInnen, HeilerziehungspflegerInnen, Betreuungspersonen in Heimen, SchulsozialarbeiterInnen, SchulpsychologInnen

Ziel: Der Online-Kurs arbeitet mit 3 didaktischen Kernelementen:

  1. Vermittlung von theoretischem Wissen durch Grundlagentexte und Rechtstexte
  2. Entwickeln von Handlungskompetenzen durch Fallbeispiele
  3. Übungen und Reflexionen zu den Fällen

Im Kurs wird Grundlagenwissen zu Psychotraumatologie und Traumapädagogik sowie Handlungskompetenzen praxisnah und anwendungsorientiert vermittelt. Zentral ist dabei die traumapädagogische Aufbereitung von zwei fiktiven, aber prototypischen Fallbeispielen. Neben der Wissensvermittlung liegt Fokus des Kurses darauf, dass die Teilnehmenden auf Basis der gewonnen Kenntnisse Ideen für den pädagogischen Alltag entwickeln und somit die erarbeiten Inhalte direkt in die Praxis umsetzen können. Dies beinhaltet auch, das Wissen, wie sich etwa belastende Beziehungs- bzw. Lebenserfahrungen auf das (Interaktions-) Verhalten von Kindern und Jugendlichen auswirken können, in eine adäquate traumapädagogische Haltung zu integrieren. Schwerpunktmäßig befasst sich der Online-Kurs mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in stationärer Betreuung. Die Inhalte und Konzepte können jedoch auch auf andere Settings, Handlungsfelder und Altersgruppen übertragen werden.

Der Kurs ist modular aufgebaut und besteht aus 4 Modulen mit insgesamt 14 Lerneinheiten.

Programm:

Modul 1: Grundlagen

  • 1.1 Trauma in Kindheit und Jugend
  • 1.2 Grundlagen und Haltung der Traumapädagogik
  • 1.3 Traumapädagogik in anderen psychosozialen Handlungsfeldern

Modul 2: Traumapädagogische Förderung der Selbstwirksamkeit im Alltag

  • 2.1 Resilienzförderung
  • 2.2 Achtsamkeit und Sinneswahrnehmung
  • 2.3 Emotionen und Förderung der Emotionsregulation
  • 2.4 Psychoedukation

Modul 3: Beziehungsgestaltung, Selbstfürsorge und Interaktion

  • 3.1 Selbstfürsorge und Sekundärtrauma
  • 3.2 Interaktions- und Gegenübertragungsanalyse
  • 3.3 Umgang mit Grenzen und Regeln

Modul 4: Traumapädagogische Kooperationsstrukturen

  • 4.2 Traumapädagogische Diagnostik und Förderplanung
  • 4.3 Sichere Übergänge gestalten
  • 4.4 Traumapädagogische Vernetzung und Kooperation
  • 4.5 Eltern- Biographiearbeit

Leitung: Leitung des Verbundprojektes: Prof. Dr. Jörg Fegert, Wissenschaftliche Leitung des Teilprojektes Traumapädagögik: Prof. Ute Ziegenhain, Dr. Marc Schmid und Dr. Claudia Dölitzsch

Lehrgangsdauer: 43x45 Minuten

Zertifizierung: Die Teilnehmer werden zu den Inhalten Prüfungen ablegen. Nach erfolgreichem Abschluss des Kurses (das heißt Bestehen aller Prüfungen in den Lerneinheiten) können Sie sich ein Zertifikat über die Kursteilnahme herunterladen.

Kosten: Die Gebühr für die Kursteilnahme beträgt 70 Euro.

Anmeldung und weitere Informationen

https://ecqat.elearning-kinderschutz.de/

Weitere Informationen

Jens Landt

Institut für Qualitätsentwicklung M-V

 

Tel: 0385 588 17811

E-Mail: j.landt@iq.bm.mv-regierung.de

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Die Wissenschaftliche Weiterbildung der Universität Rostock bietet für Lehrerinnen und Lehrer vielfältige Fortbildungen an.

Lions Quest Erwachsen werden und Erwachsen handeln

Mit dem Programm Lions-Quest „Erwachsen werden“ werden Lebens- und Sozialkompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10-14 Jahren gstärkt. Mit dem Programm Lions-Quest „Erwachsen handeln“ werden die Lebens- und Sozialkompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15-21 Jahren gestärkt.
Die Seminare richten sich an Lehr- und pädagogische Fachkräfte, die Lions-Quest „Erwachsen handeln“ in allen Schulformen inklusive Berufsschulen, aber auch im außerschulischen Bereich einsetzen können.
Lions-Quest-Beauftragter für Mecklenburg-Vorpommern: Rolf.Ploeger@t-online.de

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