Land will mehr Lehrkräfte unbefristet einstellen

16.04.2018
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Im Schuljahr 2017/2018 haben von den rund 11.500 Lehrkräften an den staatlichen Schulen 867 Lehrerinnen und Lehrer einen befristeten Arbeitsvertrag.

„In den kommenden Schuljahren haben wir einen Bedarf an gut ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern. Mit unbefristeten Stellen können wir um Lehrkräfte im bundesweiten Wettbewerb punkten. Unser Ziel ist es, möglichst viele Lehrerinnen und Lehrer an uns zu binden und ihre Einstellungen nicht zu erschweren“, betonte Bildungsministerin Birgit Hesse. Zum einen gehe es darum, mit einer ausreichenden Anzahl von Lehrkräften den Unterricht an den Schulen sicherzustellen, so wie es im laufenden und in den zurückliegenden Jahren gelungen ist. „Darüber hinaus reagieren wir mit vorzeitigen Stellenbesetzungen auf den schon jetzt absehbaren Bedarf, der dadurch entsteht, dass viele Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand gehen. „Auch hier ist eine Entfristung sinnvoll“, erläuterte Hesse.

Unbefristete Angebote könnten gerade die Stellen attraktiver machen, die für Vertretungslehrer ausgeschrieben sind: „Das gibt den Bewerberinnen und Bewerbern eine gesicherte Perspektive und Planungssicherheit“, sagte die Ministerin. Auch für die Schülerinnen und Schüler ergäben sich Vorteile: Lehrerinnen und Lehrer würden die Schule seltener wechseln. „Dennoch wird eine größtmögliche Ausweitung unbefristeter Einstellungen nicht dazu führen, dass alle ausgeschriebenen Stellen ohne Befristung besetzt werden.“

Die Regelung, nach der sich Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger auf unbefristet besetzbare Stellen bewerben und zunächst befristet beschäftigt werden, soll weiterhin gelten. Auch Stellen für Lehramtsabsolventinnen und Lehramtsabsolventen mit dem Ersten Staatsexamen, die ihre Wartezeit auf ein Referendariat verkürzen wollen, sollen weiter nur befristetet besetzt werden. Unter bestimmten Umständen bleibt eine Befristung auch dann sinnvoll, wenn die Stelle lediglich dazu dient, eine für einen bestimmten Zeitraum ausfallende Lehrkraft zu ersetzen, z. B. als Elternzeitvertretung.

(Pressemitteilung des Bildungsministeriums)

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