Berufsorientierung

Richtlinie zur Berufsorientierung

Marco 2811/Fotolia.com
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Die Vorbereitung auf das Berufsleben ist Teil der schulischen Allgemeinbildung, insbesondere an der Regionalen Schule. Berufsorientierung ist eine Aufgabe in gemeinsamer Verantwortung aller Lehrkräfte und Fächer, in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten, den Fachkräften für Schulsozialarbeit und anderen Partnern.
Jede weiterführende Schule hat eine Kontaktlehrkraft, die die Berufsorientierung an der Schule koordiniert. Diese Lehrkraft ist Ansprechpartner und Berater für Schülerinnen und Schüler, Erziehungsberechtigte und Partner. Maßgebend für die Gestaltung der Berufsorientierung ist die Richtlinie zur Berufsorientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen.

Richtlinie zur Berufs- und Studienorientierung, gültig bis 01.08.2017
Verwaltungsvorschrift: Berufs- und Studienorientierung an allgemein bildenden und beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, gültig ab 01.08.2017

Landeskonzept zum Übergang von der Schule in den Beruf

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Zur Weiterentwicklung des Übergangs von der Schule in den Beruf wurde im Bündnis für Arbeit und Wettbewerbsfähigkeit am 26.05.2014 ein Landeskonzept verabschiedet. Bestandteil dieses Konzeptes ist auch die Weiterentwicklung der schulischen Berufsorientierung in Abstimmung mit den Lehrerinnen und Lehrern sowie den Eltern und Sorgeberechtigten. Ziel ist es, alle Jugendlichen frühzeitig und mit Blick auf die individuellen geschlechterspezifischen Bedürfnisse strukturiert und systematisch auf dem Weg der Berufswahl zu begleiten. Dazu ist die schrittweise Umsetzung und Erprobung einzelner Maßnahmen in einem Modellvorhaben angedacht. Dabei werden sowohl die mit hohem Engagement und Erfolg an Schulen umgesetzten Konzepte der Berufsorientierung berücksichtigt als auch Neues erprobt.

Zum Landeskonzept zum Übergang Schule-Beruf

Berufswahlpass

Der Berufswahlpass ist ein Angebot, das die individuelle Berufsorientierung strukturiert. Unter Anleitung der Lehrkraft des Faches AWT und Informatik und in Zusammenarbeit mit allen Fachkräften des jeweiligen Jahrgangs dokumentieren die Jugendlichen ab Klasse 7 ihre Entwicklung der individuellen Berufswahlkompetenz. Die Nutzung des Berufswahlpasses ist gemäß der oben genannten Richtlinie für alle Schulen verbindlich.

Zum Berufswahlpass mit allen Informationen und Materialien

Schülerfirmen

Schülerfirmen planen, produzieren und verkaufen Produkte oder bieten Dienstleistungen an. Sie haben eine Geschäftsidee und orientieren sich an ganz realen Unternehmensformen. Sie sind aber keine realen Firmen, auch wenn sie mit begrenztem Umsatz und Gewinn arbeiten dürfen. Schülerfirmen trainieren Teamarbeit, Kreativität, Verantwortungsbewusstsein. Dabei erhalten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die spätere Arbeitswelt. Eine Schülerfirma bietet jungen Menschen die einmalige Chance, im Rahmen eines pädagogischen Projektes ihre Fähigkeiten auszuprobieren, ihre Interessen einzubringen und wertvolle Erfahrungen für ihr späteres Arbeitsleben zu sammeln. Gleichzeitig gewinnen sie Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge und üben sich darin, wirtschaftlich zu denken und zu handeln.

Das Landesportal für Schülerfirmen mit Informationen, Aktivitäten und Fortbildungsangeboten

Potenzialanalyse

Eine Potenzialanalyse ist ein Verfahren zur Feststellung fachlicher und überfachlicher (berufswahlrelevanter) Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler. Sie kann dabei helfen, die eigenen Stärken und Verbesserungspotenziale bezogen auf schulische Leistungen und berufliche Perspektiven herauszufinden. In Mecklenburg-Vorpommern werden Potenzialanalysen an einigen Schulen durch außerschulische Expertinnen und Experten durchgeführt. Finanziert werden diese durch den Bund.

Alle Infos zur Potenzialanalyse

Das Berufswahl-SIEGEL MV

Das Berufswahl-SIEGEL MV würdigt das Engagement für eine besonders bedarfsgerechte Berufs- und Studienorientierung, reflektiert den Schulen den Stand ihrer Arbeit auf diesem Gebiet und motiviert für die weitere Verbesserung und Komplettierung ihrer berufsorientierenden Prozesse. Anliegen des Berufswahl-SIEGEL MV ist ein kontinuierlicher Prozess zur Qualitätssicherung in allen Schulen des Landes.

Alle Informationen zum Berufswahl-SIEGEL MV

Partner: Agentur für Arbeit

In jeder regionalen Agentur für Arbeit gibt es eine zuständige Berufsberaterin oder einen zuständigen Berufsberater für jede Schule. Die regionale Agentur für Arbeit ist Hauptansprechpartnerin oder die der erste Ansprechpartnerin für die Berufsorientierung. Neben der Berufsberatung für die Schülerinnen und Schüler unterstützten sie auch beim Finden von Praktikumsplätzen. Für Lehrerinnen und Lehrer wird ein breites mediales Unterstützungsangebot bereit gestellt, zum Beispiel www.planet-beruf.de
Die Agenturen für Arbeit unterstützen auf Anfrage auch bei der Erstellung eines schuleigenen Berufsorientierungskonzeptes.
Die Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit erfolgt auf der Grundlage der Vereinbarung zwischen dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern und der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit über die Zusammenarbeit von Schule und Berufsberatung .
Weitere Informationen zu zusätzlichen außerschulischen Berufsorientierungsmaßnahmen (Module 1 bis 5 ) erhalten Sie ebenfalls von der zuständigen Berufsberatungsfachkraft.
Über Ihre regionale Agentur für Arbeit erfolgen auch die Ausschreibungen zu außerschulischen Maßnahmen der Berufsorientierung. Die Grundlage dafür ist die Rahmenvereinbarung zwischen dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus und der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit über die kooperative Umsetzung von Berufsorientierungsmaßnahmen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

Zur Bundesagentur für Arbeit

Partner: Arbeitskreis SCHULEWIRTSCHAFT

In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten in vielen Arbeitskreisen SCHULEWIRTSCHAFT Unternehmen und Schulen zusammen, um Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Unternehmen zu unterstützen. Die Themen und Schwerpunkte sind vielfältig und regional verschieden.

Ziele und Aufgaben, Veranstaltungen, Service