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Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Unter nachhaltiger Entwicklung versteht man eine Entwicklung, die die
Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig
zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung
ihres Lebens erhält.  

Der rechtliche Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in
Mecklenburg-Vorpommern ergibt sich aus dem Schulgesetz 
(insbesondere  
§ 3 und § 5)  und der  
Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für
Bildung, Wissenschaft und Kultur vom 30. Mai 2008


Ansprechpartner im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur:

Dr. Matthias Bethke, Tel.: 0385 588 7712
e-mail:  m.bethke@bm.mv-regierung.de




Regionalberater für Bildung für nachhaltige Entwicklung:  

Regionalberater im Schulamtsbereich Schwerin:
Uwe Leinigen
Regionalberater im Schulamtsbereich Rostock:
Dr. Carsten Hammer
Regionalberater im Schulamtsbereich Neubrandenburg:
Dagmar Jakob
Regionalberaterin im Schulamtbereich Greifswald:
Bärbel Schreiber
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 


Ziel der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist der Erwerb der „Gestaltungskompetenz“. Gestaltungskompetenz zu besitzen bedeutet, über Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissensstände zu verfügen, die Veränderungen im Bereich ökonomischen, ökologischen und sozialem Handeln möglich machen, ohne dass diese Veränderungen immer nur eine Reaktion auf vorher schon erzeugte Probleme sind. Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, ihr Lebensumfeld aktiv und eigenverantwortlich mit zu gestalten.

Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass lokale und regionale Eingriffe in den Naturhaushalt und in gesellschaftliche Entwicklungen in Wechselwirkungen stehen mit globalen Prozessen. Im Ergebnis dieser globalen Prozesse fallen die Auswirkungen lokaler menschlicher Tätigkeiten auf jeden Einzelnen wieder zurück.

Die technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten der Gegenwart wirken zunehmend auf die Zukunft und können das Leben künftiger Generationen bedrohen. Deshalb ist ein verantwortlicher Umgang mit ihnen nötig. Der Weg zur Nachhaltigkeit führt über die Bildung und ist ein langfristiges Ziel.

Transfer 21 Mecklenburg –Vorpommern beteiligt sich  mit 13 anderen Ländern am bundesweiten Programm Transfer-21. Unter wissenschaftlicher Begleitung werden ausgehend von den Ergebnissen des BLK "21" Programms, besonders des Modellversuches "Mecklenburg-Vorpommern als Lernfeld für nachhaltige Entwicklung" und auf der Grundlage des von der BLK-Projektgruppe "Innovation im Bildungswesen" für die Durchführung des BLK "21" Transferprogramms verabschiedeten Transferkonzeptes (Endfassung 2004) Inhalte und Methoden für die Gestaltung des Unterrichts und Organisationsformen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung erprobt und in die Regelpraxis implementiert.

Folgende Transferaufgaben werden in das Zentrum der inhaltlichen Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern gestellt:

  • Ausbau von dauerhaften Beratungs- und Unterstützungsstrukturen im Land M-V durch die Bildung von regionalen Netzwerken aus Schulen und außerschulischen Partnern 
  • Die Ergebnisse der am Programm beteiligten Schulen und auch die Gesamtergebnisse der anderen Länder weiter verbreiten und verfügbar machen um in der Summe 10% der Schulen im Land mit den Fachinhalten zur nachhaltigen Entwicklung zu erreichen 
  • Ausweitung der mit dem BLK Programm "21" begonnenen Entwicklung auf Grundschulen und Ganztagsschulen 
  • Fortbildung von Multiplikatoren durch die Teilnahme am Multiplikatorenprogramm des Transferprogramms und landesspezifisch erarbeitete Fortbildungen 
  • Integration der Fachthemen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in die 2. Phase der Lehrerbildung

In regionalen Arbeitskreisen mit jeweils 9 Kernschulen wird in allen Schulamtsbereichen Bildung für eine nachhaltige Entwicklung als zentrale Orientierung für den Unterricht und die außerunterrichtliche Arbeit an ausgewählten Inhalten und mit veränderten methodisch, didaktischen Herangehensweisen erprobt und bei entsprechender Eignung in die Regelpraxis überführt. Regionalkoordinatoren leiten die Arbeitskreise an.

Weitere Informationen unter: www.nachhaltigkeit-in-mv.de

Schulen die sich an der Implementierung von Bildung für eine nachhaltige Entwicklung beteiligen möchten, können folgende Unterstützung bekommen:

  • Sie können an den Fortbildungen in den regionalen Arbeitskreisen teilnehmen
  • Sie können den Regionalkoordinator oder die Multiplikatoren (Berater für nachhaltige Entwicklung) für die Unterstützung bei der Aufnahme von BNE in ihre Projekte, Lehrpläne oder das  Schulprogramm anfordern
  • Sie können mit den Kernschulen in Ihrer Region kooperieren
  • Sie erhalten den regelmäßigen Projektkurier des Programms Transfer-21 und werden über die Landesaktivitäten der Netzwerke zur BNE informiert.