Wir wünschen „Gesundheit und viel Glück“, so beginnen oft Gratulationszeilen. Menschen wünschen anderen Menschen und besonders Personen, die sie mögen, vor allem Gesundheit. Gesundheit bestimmt unser ganzes Leben. Jeder möchte sie haben. Diejenigen, die gesund sind oder sich gesund und fit fühlen, beachten ihre Gesundheit kaum, machen sich wenig Gedanken darüber. Erst wenn man krank ist, weiß man, wie wichtig es ist, für sich selbst etwas zu tun. Aber was ist nun Gesundheit?
Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Gesundheit als „biopsychosoziale Einheit“
definiert. Gesundheit ist damit nicht nur „Freisein von Krankheiten“. Der Mensch ist
nur dann gesund, wenn sein soziales Umfeld stimmt und er sich physisch und psychisch wohl fühlt.
Von diesem Grundsatz gehen wir bei der schulischen Gesundheitserziehung und -förderung aus. Wenn es
in der Ottawa-Charta der WHO heißt, „Menschen können ihr Gesundheitspotenzial nur dann
weitgehend erhalten, wenn sie auf die Faktoren, die ihre Gesundheit beeinflussen, auch Einfluss
nehmen können“, so ist damit auch der Lebensraum Schule angesprochen.
Ziel ist es, dass Schüler und Lehrer sich der Bedeutung ihrer Gesundheit bewusst werden und
miteinander und mit sich selbst behutsamer und achtsamer umzugehen lernen.
Für solche ganzheitlichen Ansätze der Gesundheitserziehung ist es notwendig, dass die Lehrer
die Lebenswelten der Schüler kennen und berücksichtigen, auf ihre Probleme und Bedürfnisse eingehen
und ihnen Verantwortung übertragen. Mit rein informativen und abschreckenden Methoden allein, z.B.
der Darstellung eines Raucherbeins oder einer mit Metastasen verseuchten Lunge, kann kaum
nachhaltige Wirkung erzielt werden.
Um die Ziele der Gesundheitserziehung in allen Schularten und in allen Klassenstufen zu
erreichen, brauchen wir Lehrer, die sich dieser Aufgabe stellen. Seit dem 19. Juli 1996 ermöglicht
ein Erlass des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-
Vorpommerns die Berufung von Beauftragten für Gesundheitserziehung an den allgemein bildenden
Schulen. Das L.I.S.A. hat in den Regionalinstituten (Rostock und Greifswald) Mitarbeiter als
Gesundheitsbeauftragte berufen. Die zuständigen Kollegen koordinieren und organisieren gemeinsam
mit den Gesundheitsbeauftragten bei den Schulämtern die Fortbildung der Lehrer.
Neuheiten: