Heringsdorf/Pasewalk (dpa/mv) - Mit zwei Ausstellungen und Lesungen in Vorpommern wollen
mehrere Organisationen dazu beitragen, Vorurteile gegen die polnischen Nachbarn auszuräumen. Eine
Ausstellung sei seit Montag im Rathaus von Heringsdorf auf der Insel Usedom zu sehen, die zweite
Schau werde von Mittwoch (15.08.) an in der Europaschule Arnold Zweig in Pasewalk gezeigt, sagte
Niels Gatzke von der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Waren
am Montag in Heringsdorf. Die Ausstellungen seien vom Deutschen Polen-Institut Darmstadt erarbeitet
worden, zu den Lesungen am Montagabend und am Mittwoch werde der Schriftsteller Matthias Kneip
erwartet.
In Heringsdorf werde unter anderem erläutert, wie sich der Wandel Polens vom kommunistischen
Satellitenstaat zur parlamentarischen Demokratie vollzog und welchen Einfluss die Geschichte auf
das
jetzige Verhältnis beider Länder habe. Die Schau in Pasewalk beleuchte das Verhältnis beider
Staaten näher. Wichtige politische Ereignisse, wie die Vertreibung von Polen und Deutschen nach
1945 und
die zwangsverordnete Freundschaft in der DDR-Zeit, würden aus beider Sicht dargestellt, damit
eine Seite die andere Seite künftig besser verstehe.
Die Ausstellung in Pasewalk läuft bis 22. August, die Schau in Heringsdorf wird bis 29.
August zu sehen sein. Im Süden Vorpommerns leben seit längerer Zeit schon mehrere hundert polnische
Bürger auf
deutscher Seite. Rechtsextremisten versuchen immer wieder, vorhandene Ressentiments zwischen
Deutschen und Polen zu fördern und daraus politisches Kapital zu schlagen.
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