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Zusatzinformationen

Informationen für Eltern

Sehr geehrte Eltern,

Ihr Kind geht in die sechste Klasse und schreibt in diesem Schuljahr die Vergleichsarbeit VerA6. Hier finden Sie Antworten auf Fragen, die oft zu Vergleichsarbeiten gestellt werden.  

Warum werden Vergleichsarbeiten geschrieben?

Vergleichsarbeiten verfolgen das Ziel, die Leistungen von Schülern im Hinblick auf festgelegte und verbindliche Bildungsstandards in den getesteten Bereichen der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch zu erfassen.
Dabei geht es nicht vordergründig um eine Überprüfung von Wissens- und Könnenselementen, sondern um den Entwicklungsstand fachspezifischer Fähigkeiten. Die Ergebnisse sagen etwas über die Stärken und Schwächen unserer Schüler aus und Lehrerinnen und Lehrer bekommen dadurch wertvolle Hinweise zum Lernen in der Klasse.
Den Schulen ermöglichen die Vergleichsarbeiten darüber hinaus eine Standortbestimmung. Es werden landesweite Vergleichswerte ermittelt. Damit kann sich die Schule Ihres Kindes mit den Ergebnissen vergleichen, die in Mecklenburg-Vorpommern in Schulen mit ähnlichen Standortvoraussetzungen erreicht werden. Eine solche schulübergreifende Einordnung der Ergebnisse liefert wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung des Lehrens und Lernens und hilft den Kollegien, den Erfolg ihrer pädagogischen Arbeit besser einzuschätzen.   

Wer nimmt an Vergleichsarbeiten teil?

Die Teilnahme an den Vergleichsarbeiten ist für alle Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen verpflichtend. Ausgenommen werden können Schülerinnen und Schüler, die weniger als sechs Monate in Deutschland leben und die deutsche Sprache noch nicht ausreichend beherrschen. Deren Teilnahme liegt im Ermessen der Lehrerinnen und Lehrer.   

Wann finden die Vergleichsarbeiten statt?

Die Vergleichsarbeiten finden Ende Februar bis Anfang März in allen sechsten Klassen des Landes statt.
Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils zwei Unterrichtsstunden mit einer Pausenunterbrechung von ca.10 min.
In besonderen Ausnahmefällen können Schulen nach Absprache von den Terminen abweichen.   

Was wird in Vergleichsarbeiten geprüft?

In den Vergleichsarbeiten werden die Kompetenzen der Schüler in Deutsch, Mathematik und Englisch überprüft.

Im Fach Deutsch können folgende Kompetenzbereiche getestet werden:
- Lesen – mit Texten und Medien umgehen
- Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
- Schreiben
- Teilbereich Hören  

Im Fach Mathematik können folgende Kompetenzbereiche und Leitiden getestet werden:
Kompetenzbereiche
- Probleme mathematisch lösen
- mathematisch modellieren
- mathematisch argumentieren
- kommunizieren
- mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik
  umgehen
- mathematische Darstellungen verwenden  
Leitideen
- Zahl
- Messen
- Raum und Form
- Funktionaler Zusammenhang
- Daten und Zufall

Im Fach Englisch können folgende Kompetenzbereiche getestet werden:
- Hörverstehen
- Leseverstehen
- Schreiben
- freiwilliges Modul Sprechen

Welche Aufgaben werden gestellt?

Alle Aufgaben für die Vergleichsarbeiten orientieren sich an den nationalen Bildungsstandards und an den Kompetenzerwartungen in den Rahmenplänen der jeweiligen Fächer. In M-V arbeiten in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch Aufgabenentwicklergruppen. Diese setzen sich aus kompetenten Fachlehrern zusammen, die durch Fachdidaktiker und durch das Landesinstitut für Schule und Ausbildung M-V unterstützt werden. Alle Aufgaben werden in einzelnen Klassen vorgetestet. Haben sich diese bewährt, kommen sie in die Pilotierung. Dazu werden alle Aufgaben in Testhefte gestellt und diese auf breiter Basis bei Schülern erprobt. Man erkennt bei der Pilotierung eindeutig, welche Aufgaben für Schüler einer Altersstufe zu schwer, zu leicht oder auch missverständlich sind. In der Pilotierung fallen dann alle Aufgaben durchs Raster, die sich nicht als Testaufgaben erweisen. Darüber hinaus kann man die Bearbeitungszeit der einzelnen Aufgaben für Schüler gut berechnen. Wenn alle Aufgaben „geeicht“ sind, kann man den Schulen verlässliche Vergleichswerte angeben.
In den Testheften der Vergleichsarbeiten findet man nur Aufgaben, die den Weg durch Pilotierung und Normierung gegangen sind. Diese Aufgaben zielen nicht auf die Überprüfung dessen, was ihr Kind in den unmittelbar vorangegangenen Unterrichtsstunden gelernt hat. Stattdessen wird untersucht, welches Wissen und welche Fähigkeiten die Schülerinnen und Schüler langfristig im Unterricht erworben haben und inwieweit sie diese anwenden können.   

Wie kann sich mein Kind vorbereiten?

Alle Schülerinnen und Schüler werden rechtzeitig von den Lehrkräften über den Ablauf und die Anforderungen der Vergleichsarbeiten informiert. Eine besondere Vorbereitung, beispielsweise durch kurzfristiges Üben von Aufgaben, ist nicht erforderlich.
Wichtig ist aber dies: Bitte bestärken Sie Ihr Kind, sich nach bestem Vermögen an den Vergleichsarbeiten zu beteiligen.   

Werden die Vergleichsarbeiten benotet?

Vergleichsarbeiten dürfen nicht als Klassenarbeiten bewertet werden, denn sie dient als Ganzes der Überprüfung von Kompetenzen und Kompetenzzuwächsen mit dem Ziel einer Diagnose über Stärken und Schwächen der Schüler. Vergleichsarbeiten sind weiterhin mit dem Ziel erstellt, anhand der erreichten Ergebnisse trennscharfe Aussagen zu einzelnen Leistungen der Schüler zu treffen.
Deshalb können aus der Vergleichsarbeit nur jene Aufgabenteile für eine Benotung ausgewählt werden, die einen Bezug zum vorangegangenen Unterricht haben. Wird dies durch die Schule festgelegt, wird für diese Aufgaben ein begründeter Bewertungsmaßstab erstellt. Damit ist dann eine Bewertungsgrundlage für eine Note mit dem Wert einer Kurzkontrolle, aber nicht einer Klassenarbeit, gegeben.   

Wie erfolgt die Auswertung?

Die Vergleichsarbeiten der einzelnen Schülerinnen und Schüler werden von den Fachlehrern der Schule ausgewertet. Es müssen dazu zentral verbindliche Korrekturhinweise benutzt werden, die für alle Klassen gleich sind. Die Klassen- und Schulergebnisse werden dann per Internet durch die Universität Jena nach normierten Verfahren ausgewertet. Das Ergebnis des einzelnen Kindes erfahren nur die jeweiligen Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sowie die Lehrerinnen und Lehrer der Schule. Die Auswertung auf Klassen- und Schulebene erfolgt anonym. Die Vorgaben des Datenschutzes werden selbstverständlich eingehalten.   

Wie werden die Ergebnisse dargestellt?

Nach Auswertung der Vergleichsarbeit durch die Schule erhalten Sie die Ergebnisse Ihres Kindes auf Anfrage durch den Klassenlehrer. Die Ergebnisse geben Auskunft darüber, welches Fähigkeitsniveau Ihr Kind in den untersuchten Teilleistungsbereichen jeweils erreicht hat. Diese Informationen helfen Stärken zu erkennen und machen Bereiche sichtbar, in denen Förderung und Unterstützung angebracht sein könnten. Die Ergebnisse bieten außerdem eine gute Grundlage für Gespräche mit den Lehrkräften über den Lernstand Ihres Kindes.   

Was geschieht mit den Ergebnissen?

Nach Vorliegen der landesweiten Vergleichswerte wird die Schulleitung in der Schulkonferenz die Ergebnisse der Schule insgesamt erläutern, um Schlussfolgerungen für die weitere Arbeit zu ziehen.   

Wo gibt es weitere Informationen?

Weitere Informationen zu den Vergleichsarbeiten in den Klassen 3, 6 und 8 finden Sie unter der Adresse:
www.bildung-mv.de/de/schule/qualitaet/  

Wer hat die Vergleichsarbeiten entwickelt?

Die Vergleichsarbeiten in Klasse 6 werden im Rahmen des Länderverbundprojektes VerA6 vorbereitet und durchgeführt. Daran beteiligt sind die Bundesländer Hessen, Hamburg, Sachsen, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Nationale und internationale Experten begleiten und beraten die Aufgabenentwickler bei der Erstellung der Testaufgaben. Die Auswertung liegt bei der Universität Jena.