Die Externe Qualitätsanalyse einer Schule wird frühzeitig angekündigt und umfassend vorbereitet.
Zunächst stellt sich das EVA-Team an der beteiligten Schule vor und informiert Schulleitung.
Lehrkräfte, Eltern- und Schülervertreter über das Anliegen und den Ablauf der Externen Evaluation.
Bevor die Evaluatoren einige Wochen später zu einem zwei- bis dreitägigen Besuch erneut an
die Schule kommen, sichten und analysieren sie das von der Schule zur Verfügung gestellte
Datenmaterial. Dazu gehören z.B. Daten zu Größe und Ausstattung der Schule, die Quoten von
Schulabgängern, Wiederholern und Schulartwechslern, die Häufigkeit des Unterrichtsausfalls und die
Ergebnisse der Abschlussprüfungen.
In die Analyse einbezogen werden auch das Schulprogramm und anderen Dokumente, die Aufschluss
über die Arbeitsweise der Schule geben. Zusammen mit den ebenfalls vorab zur Auswertung
eingereichten Fragebögen für Lehrer, Eltern und Schüler ergibt sich für das EVA-Team ein erster
Eindruck von den Gegebenheiten der Schule.
Das EVA-Team unternimmt einen Rundgang durch das Schulgebäude und durch das Schulgelände, um
sich einen Eindruck von Zustand und Ausstattung der Räume zu verschaffen und führt Gespräche mit
allen Personengruppen, die am Schulleben beteiligt sind.
Besonderes Gewicht wird während des Schulbesuchs auf die Beobachtung und Bewertung der Lehr-
und Lernprozesse gelegt. In einem Losverfahren wird festgelegt, welche Unterrichtsstunden mit Hilfe
eines standardisierten Beobachtungsbogens beobachtet werden. Dabei geht es nicht um die Leistung
des e i n z e l n e n Lehrers, sondern um den Gesamteindruck von der sich entwickelnden
Unterrichts- und Lernkultur an der Schule und ihrer Bedingungen.
Der Beobachtungsbogen für den Unterrichtsbesuch findet sich ebenso wie die Fragebögen und
eine Übersicht über die zur Verfügung zu stellenden Daten im Manual zur Externen Evaluation. Die
Bögen werden im L.I.S.A. im Dezernat für Qualitätssicherung statistisch ausgewertet.
Die Ergebnisse der Externen Qualitätsanalyse fasst das EVA-Team in einem Abschlussbericht
zusammen. Das Team beschreibt die Stärken und Schwächen der Schule und stellt dar, wie ausgeprägt
diese innerhalb der Qualitätsbereiche sind.
Der Evaluationsbericht wird der Schule übermittelt, die ihn an die Schulkonferenz
weiterleitet. Die Schule erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, die dem Bericht ggf. beigefügt wird.
Den Bericht erhalten auch die Schulaufsicht und das Dezernat für Qualitätssicherung im
Landesinstitut für Schule und Ausbildung. Dort werden die Ergebnisse landesbezogen ausgewertet. Die
Erkenntnisse liefern wichtiges Steuerungswissen und bilden eine wesentliche Grundlage für die
Weiterentwicklung der Schulen des Landes.