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Schulartunabhängige Orientierungsstufe

Seit dem Schuljahr 2006/2007 bilden die Jahrgangsstufen 5 und 6 die schulartunabhängige Orientierungsstufe. Diese wird an Regionalen Schulen, Gesamtschulen, Sport- und Musikgymnasien sowie in Ausnahmefällen auch an Grundschulen angegliedert. In der Orientierungsstufe wird durch Beobachtung, Förderung und Erprobung das Erkennen der Interessengebiete und Lernmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler erleichtert, ebenso wie die Wahl der nachfolgenden Bildungsgänge ab der Jahrgangsstufe 7. Gemeinsames Lernen und individuelle Förderung sind die Kernpunkte in der schulartunabhängigen Orientierungsstufe der Jahrgangsstufen 5 und 6.

Vorteile des gemeinsamen Lernens

  • Die Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen, Interessen und Neigungen sollen von- und miteinander lernen, sowie die Fähigkeit zum Zusammenleben und zur gegenseitigen Rücksichtnahme erwerben.
  • Lehrerteams stimmen die Gestaltung des Unterrichts miteinander ab, tauschen Erfahrungen aus, legen gemeinsam Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen für den einzelnen Schüler fest.
  • In dünn besiedelten Gebieten können durch diese Orientierungsstufe viele Schulen erhalten bleiben. Den Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6 wird so die Möglichkeit gegeben, eine Schule in der Nähe des Wohnortes zu besuchen. 

Individuelle Förderung

Der Unterricht orientiert sich an den aus der Grundschule vertrauten Formen des kindgerechten, anschaulichen und handlungsorientierten Lernens. Offene Formen des Unterrichts machen es möglich, dass die Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler variiert werden können:

  • unterschiedliche Schwierigkeitsstufen,
  • unterschiedliches Material- und Medienangebot,
  • individuelle Hilfe durch Mitschüler und Lehrer,
  • Zusatzaufgaben,
  • individuelle Bearbeitungszeit,
  • zusätzliche Förderstunden je Jahrgangsstufe.