Ministerium für Bildung,
Wissenschaft und Kultur
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Staatliches Schulamt
Rostock
Telefon: (0381) 7000 203
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An dem Projekt RBB nehmen elf beruflichen Schulen des Staatlichen Schulamtes Rostock teil. Im
Rahmen der Entwicklung zukünftig bestandsfähiger beruflicher Schulen werden gemäß der
Schulentwicklungspläne der Landkreise Bad Doberan und Güstrow sowie der Hansestadt Rostock zu fünf
Regionalen Beruflichen Bildungszentren zusammengeführt.
Im Landkreis Güstrow werden die drei beruflichen Schulen zu einer beruflichen Schule mit
überwiegend agrarwirtschaftlichen Profil (in der Projektstruktur mit A bezeichnet) vereinigt.
Die Hansestadt Rostock wird die Bildungszentren Wirtschaft (W), Gesundheit (G),
Dienstleistung und Gewerbe (DG) mit einer Nebenstelle in Bad Doberan und das Bildungszentrum
Technik (T), aus den jetzt noch drei beruflichen Schulen Bautechnik, Elektrotechnik/Elektronik und
Metalltechnik als bestandsfähige berufliche Schulen vorhalten.
Die Projektorganisation folgt den Grundsätzen der Transparenz sowie klar definierter
Arbeitsbereiche und Arbeitsaufgaben. Auf Grund der hochkomplexen Projektinhalte wurde eine
Projektstruktur (Abbildung – Projektstruktur) gewählt, die den Arbeitsprozess im
Bildungsbereich nachvollzieht.
Die Verantwortung für das RBB-Projekt liegt beim Referat für berufliche Schulen des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern. Im Rahmen der Projektleitung übernimmt der Projektleiter Steuerungs- und Regelungsfunktion im Hinblick auf die Implementierung des Gesamtprojektes und die Unterstützung der Projektschulen in organisatorischen, personellen und finanziellen Fragen. Sie sorgt im Rahmen des Projektes für die enge Verbindung Schulentwicklung und Q2E, die Schulprogrammarbeit an den übrigen Schulen und den möglichen Transfer der Ergebnisse des RBB-Projektes an die nicht am Projekt beteiligten beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Die Aufgaben des Projektkoordinators umfassen die strategische Planung, die Koordinierung und inhaltliche Begleitung auf der regionalen Ebene sowie die Abstimmung und Kooperation der Projektschulen untereinander. Darüber hinaus konzentrieren sich die Aufgaben des Projektkoordinators auf die Entwicklungs- und Planungsarbeiten in den Handlungsfeldern, die Einführung des Qualitätsmanagementsystems Q2E, die Prozessdokumentation, Ergebnissicherung und –verstetigung sowie den Transfer der Ergebnisse.
Die Regionale Lenkungsgruppe setzt sich zusammen aus dem Projektleiter, dem Projektkoordinator, der Schulrätin für berufliche Schulen, den Schulleitern, dem für das Q2E-System zuständigen Mitarbeiter des Landesinstituts für Schule und Ausbildung und einem Vertreter des Lehrerbezirkspersonalrates. Die Regionale Lenkungsgruppe übernimmt sowohl steuernde als auch operative Aufgaben und ist die Schnittstelle zwischen der Lenkungsebene und der Ebene der Ergebnisbearbeitung.
An jeder, der am Projekt beteiligten beruflichen Schulen, wird eine schulische Lenkungsgruppe gebildet. Ihr gehören der Schulleiter, Q2E-Multiplikatoren sowie weitere Lehrkräfte als RBB-Verantwortliche an. Die Koordination dieses Teams erfolgt über einen gewählten Leiter der schulischen Lenkungsgruppe. Jede berufliche Schule hat für seine Weiterentwicklung zu einem Regionalen Beruflichen Bildungszentrum Entwicklungsperspektiven und Einzelprojekte skizziert und einen schulischen Projektstrukturplan auf der Basis der Handlungsfelder des RBB-Konzepts zu entwickeln. Für die konkrete Umsetzung dieser Projekte sowie für die Ergebnisbearbeitung ist die Schulische Lenkungsgruppe zuständig.
Das Landesinstitut für Schule und Ausbildung (L.I.S.A.) ist für die Q2E-Beratung der Projektschulen und die Erprobung des Qualitätsentwicklungssystems zuständig. Es sorgt im Rahmen des Projektes für die enge Verbindung Schulentwicklung und Q2E, die Schulprogrammarbeit an den übrigen Schulen und den möglichen Transfer der Ergebnisse des RBB-Projektes an allen bestandsfähigen beruflichen Schulen.
Auf der Ebene der Schulischen Lenkungsgruppe ist nach Möglichkeit ein Vertreter des Personalrates der Schule in das Projekt einzubeziehen, da im Rahmen der Weiterentwicklung der beruflichen Schulen zu Regionalen Beruflichen Bildungszentren wesentliche Elemente im Bereich der Personalentwicklung bearbeitet werden.
Die überregionale Abstimmung von Ergebnissen aus den Projekten in anderen norddeutschen Ländern – Hamburg (Stiftungsmodell), Niedersachsen (Pro Regionale Kompetenzzentren), Schleswig- Holstein (Regionale Bildungszentren) wird regelmäßig durch länderübergreifende Informationsveranstaltungen sichergestellt. Übertragbare Ergebnisse des Projektes „Mehr Selbstständigkeit an Schulen“ der allgemein bildenden Schulen sowie aus Reformvorhaben anderer Länder der Bundesrepublik Deutschland werden in die Projektarbeit einbezogen.
Aus den Projektzielen wurden fünf interne und externe Handlungsfelder abgeleitet, die von den beteiligten Projektschulen zu bearbeiten sind. Die externen Handlungsfelder nehmen im Rahmen der Schulentwicklung eine Sonderstellung ein und werden im Zusammenhang mit den „zuständigen Stellen“ bearbeitet. Alle schulischen Elemente stellen Teilprojekte dar, die zu einem dieser Handlungsfelder Umsetzungsstrategien erproben und dazu beitragen, die jeweils übergeordnete Zielstellung zu erreichen.
Das Projekt beginnt zum Schuljahr 2006/2007 und erstreckt sich über eine Laufzeit von drei
Jahren. Er gliedert sich in die Startphase (September 2006), die Aufbauphase (September 2006 bis
Februar 2008) und die Evaluationsphase (März 2008 bis Februar 2009). Zur Unterstützung der
Projektarbeit wird eine wissenschaftliche Beratung angestrebt.
Das Projekt wird als offener Schulentwicklungsprozess durchgeführt, so dass alle beruflichen
Schulen in den Schulentwicklungsprozess zu Regionalen Beruflichen Bildungszentren einbezogen werden
können. In regelmäßigen Abständen werden Projektkonferenzen durchgeführt, die darauf abzielen, die
übrigen beruflichen Schulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern über den jeweiligen Stand des
Projektes zu informieren und in den Entwicklungsprozess zu integrieren.