Ganztagsschulen bilden seit einigen Jahren einen Schwerpunkt in der
Schulentwicklung. Die erste Schule in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Ganztagskonzept für alle
Schüler, die Olof-Palme-Schule, wurde von der Bürgerschaft der Hansestadt Stralsund 1994 ins Leben
gerufen.
Die Anzahl der Ganztagsschulen ist inzwischen auf 185 (Schuljahr 2009/2010) gestiegen.
PISA und andere internationale Vergleiche haben gezeigt, dass in Deutschland Anstrengungen
nötig sind, um zu besseren Bildungserfolgen zu gelangen. Soziale Herkunft, familiäre Verhältnisse
sowie Migrationshintergründe sollen nicht über den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen
entscheiden.
Ganztagsschulen sind in Mecklenburg-Vorpommern gefragt, da sie als eine zukunftsweisende
Schulform mehr Zeit und Raum für die Umsetzung innovativer pädagogischer Konzepte bieten.
Ganztagsschulen sind ein Erfolg versprechender Weg zur nachhaltigen Verbesserung der
Bildungschancen für Kinder und Jugendliche. Sie schaffen Freiräume für eine flexible
Unterrichtsgestaltung und bieten Vorraussetzungen, Schüler individuell zu fördern.
Mit dem neuen Schulgesetz (in Kraft getreten am 01.08.2009) ist eine umfassende
Qualitätsoffensive eingeleitet worden, die auf die Verbesserung der Bildungs- und Erziehungsarbeit
und damit auf die Entwicklung der Einzelschule gerichtet ist. Diese neue Entwicklung geht von
zentralen Rahmenvorgaben aus und gibt allen Schulen gleichzeitig mehr Gestaltungsspielräume zur
Stärkung ihrer Eigenverantwortung.
Die Entwicklung der Ganztagsschulen wird auch in den nächsten Jahren im Mittelpunkt der
Schulentwicklung unseres Landes stehen. Die Landesregierung wird das Netz der Ganztagsschulen
weiter ausbauen. Dabei kommt der Entwicklung der gebundenen Ganztagsschule eine besondere Bedeutung
zu.