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Schulentwicklung

Dass sich Schule im Umbruch befindet, ist nicht erst seit PISA in aller Munde. Schule muss auf mannigfaltige soziale und demographische Entwicklungen reagieren und insbesondere veränderten Bildungsanforderungen gerecht werden. Schule befindet sich somit in einem Wandlungsprozess, in dem Schulentwicklung eine zentrale Rolle zukommt. Für das Land Mecklenburg-Vorpommern hat Schulentwicklung im Rahmen von Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung eine entscheidende Bedeutung.
Langfristig angelegte Schulentwicklung zielt darauf ab, die Qualität von Schule und Unterricht nachhaltig zu entwickeln und zu sichern. Sie versteht Schule als lernende Organisation, die sich daran messen lassen muss, ob sie die Schülerinnen und Schüler erreicht.

Schulentwicklung in Mecklenburg–Vorpommern hat viele Gesichter: sei es die Selbstständige Schule - das neue Leitbild für die Qualität von Schule -, der Ausbau der Ganztagsschulen oder das Landesprogramm Anschub.de – für die gute gesunde Schule MV

Auch das Längere gemeinsame Lernen, das Lernen in der Heterogenität der Gruppe mit dem Ziel, das Leistungsniveau unter Wahrung der Chancengleichheit zu heben, ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung.

Schulentwicklung ist ein pädagogisch und organisatorisch anspruchsvoller Prozess, der veränderte Lehrerverantwortung und veränderten Unterricht voraussetzt. Die Landesagentur für Schulberatung, Fort- und Weiterbildung berät in Fragen der Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung und organisiert zudem bedarfsgerechte Fortbildungen für Lehrkräfte.

Die EU fördert und unterstützt im Rahmen verschiedener Programme die Möglichkeit von Innovationen im Bildungsbereich. Was 2005 als erfolgreiches Projekt begann, erfährt mit dem Schuljahr 2008/09 eine landesweite Ausdehnung: Produktives Lernen – ein besonderes schulisches Bildungsangebot an 25 allgemein bildenden Schulen im Land. Grenzüberschreitende europäische Zusammenarbeit steht im Focus von INTERREG-Projekten. Seit 2004 ist das Land Mecklenburg-Vorpommern, vertreten durch das Bildungsministerium, Partner in verschiedenen europäischen Bildungsprojekten .

Die äußere Schulentwicklung der beruflichen Schulen ist in der Schulnetzplanung fixiert. Sie gibt Auskunft über die Bestandsfähigkeit und Profilierung der einzelnen Schulstandorte. Die innere Schulentwicklungsplanung ist durch die schrittweise Entwicklung von Regionalen Beruflichen Bildungszentren (RBB) und die damit verbundenen Einführung des Qualitätsmanagementsystems Q2E gekennzeichnet.