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Medienprojekt des Monats

Medienprojekt des Monats:  Foto AG Ludwislust

Auf einem Blick:

... die Foto AG aus Ludwigslust besteht seit März 2009 und hat seit ihrem Bestehen  viele kreative Fotoideen und Fotoprojekte von Schülern umgesetzt. Neben Vermittlung des Fotohandwerks steht besonders die künstlerische Positionierung im Mittelpunkt.

Auslöser:

 Ein Zeitungsartikel im Winter 2008 in dem sich Schüler über die mangelnde Anzahl von ausserschulischen Angeboten beschwert haben, nahm ich als Anlass mich mit der Schulsozialarbeiterin Frau Ramona Stein in Verbindung zu setzen. Frau Stein und ich gründeten fortan auch ohne bestätigte Finanzmittel die Foto AG.

Idee:

Ein wöchentliches Angebot zu kreeiren, in dem junge Schüler auf unkonventionelle Weise künstlerische Fotografie vermittelt bekommen. Die Umsetzung der Projekte erfolgt bewusst in der Räumen des Dozenten MOE und im öffenlichen Raum um die Kreativität der jungen Teilnehmer nicht im gewohnten Schulgebäuden zu ersticken .

Zielgruppe:

alle  Fotobegeisterte Schüler aller Klassenstufen

Laufzeit:

So lange es Projektgelder ermöglichen, soll die Foto Ag weiterhin ein fester Bestandteil ausserschulischer Angebote im Goethe-Gymnasium Ludwigslust sein.

Projektphasen: 

genereller Projektablauf:

Kursbeginn mit neuen Gruppen:  Nach dem „Beschnuppern“ und Kennenlernen beginnen wir mit fototheoretischen Grundlagen und technischen Erläuterungen an. Zügig werden dann sowohl künstlerische Positionen gefunden, Projektplanungen erarbeitet aber auch spaßig-kreativer Umgang mit dem Thema Fotografie vermittelt.

Projektablauf mit etablierten Gruppen:

In den ersten 45 Minuten wird bei Tee der Schulalltag ausgewertet, „gebrainstormt“ um Ideen zu sammeln (z.B. Projekt Visualisierung deutscher Sprichwörter) und die 2. Projektstunde geplant. Anschließend werden dann fotografisch die Projekte in der AG bedient. Zur Zeit haben wir 2 Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmern und die 2 Unterrichtsstunden sind in der Regel immer stark überzogen, da sich die Teilnehmer oft in eine Art „Rausch“ fotografieren. Am Ende stehen dann stets Ausstellungskonzepte, in denen dann die Projektergebniss präsentiert werden.

 

Technische Umsetzung:

Briefing, Ideenfindung, Projektplanung und Auswertung finden über Email-Kanäle und über die Plattform „facebook“ statt. Die kreativ-technische Umsetzung erfolgt mit sämtlichen Profi-Foto-Equipment aus dem Hause MOE4 ( Fotograf Christian Möller www.moe4.de). Zur Präsentationszwecken nutzen wir die klassischen Abzüge oder digitale Slide-shows auf DVD und Beamern und Fernsehern

Schülermeinungen

Zu finden mit anderen Werken und Informationen auf der Webseite www.moe4.de/fotoag

Foto- Projekt „homeland in war“  Wie sieht Krieg in meiner Heimat aus?

Im letzten Schuljahr haben interessierte Schüler unserer Schule innerhalb einiger Workshops erste fotografische Versuche mit dem Thema „Heimat“ unternommen. Auch in diesem Schuljahr soll dieses Thema mithilfe des Workshops „Künstler für Schüler“ fortgeführt werden. 

Inhalt:

Es werden weniger ästhetische Inszenierungen umgesetzt, statt dessen soll der Schwerpunkt auf dem fotografisch-künstlerischen Aspekt mehr im dokumentarisch-realen Motiv umgesetzt werden.
Wir werden bekannte Häuser, Plätze und Sehenswürdigkeiten für konstruierte Lichtbildwerke in einen kriegsähnlichen Zustand versetzen. Hierbei muss der Ort vor der Aufnahme präpariert und verfremdet werden. Bereits hier soll ein neues Bewusstsein sowohl für Begriffe wie Frieden, als auch eine Art analoges Verständnis für Bildmanipulation vermittelt werden.
Es sollen verstärkt mediale Einflüsse von Fernsehkriegsbildern reflektiert und die Fantasie der Teilnehmer gefördert werden.
In diesem Projekt sollen die Teilnehmer stets nach neuen künstlerischen Positionen, die sich mit der Reflektion des umgebenden Lebensraum befassen, gesucht werden.
Neben kommunikativer Teamarbeit und der Vermittlung fotografisch-technischer Grundlagen die natürlich auch fortan fester Bestandteil unserer Arbeit ist, werden zukünftig nicht nur Möglichkeiten der digitalen Verfremdungen von Fotografien am Computer erklärt, sondern auch andere Stilmittel mit einbezogen.
Am Ende des Projektes soll eine große Ausstellung  in Ludwigslust entstehen, die sowohl der breiten Öffentlichkeit des Städtedreiecks Ludwigslust- Grabow- Neustadt- Glewe, als auch allen Schülern des Landkreises eine Vorstellung von Krieg geben soll.
Gleichzeitig fördert das Projekt die Möglichkeit jedes Betrachters der Werke eine selbstverständliche Position zu vertreten gegen aufkeimende antidemokratischen Bewegungen in unserer Region.

Das Projekt „Homeland in war“ hat das Ziel, von der gemeinsamen Konzeption, über die Umsetzung bis zur Ausstellung allen Teilnehmern sowohl fotografische Kenntnisse, künstlerische Positionen als auch ein neues Bewusstsein für Demokratie und Frieden zu vermitteln.
Nach der erfolgreichen Umsetzung der Lichtbildwerke und deren Ausstellung, ist die Idee über diese sozialkritischen Fotos mit der Bevölkerung ins Gespräch zu kommen. „Homeland in war“ soll anregen, inspirieren, mahnen und auch Raum für künstlerische Konfrontationen sowie Disskusionen schaffen.

In Gesprächen der Jugendlichen wurde deutlich, dass auch politisches Engagement wirkungsvoll sein kann, wenn man sich mit den unterschiedlichen Sichtweisen beschäftigt, auch wenn diese negativ sind. Die Generation der Jugend ist diejenige, die die Zukunft des Landes gestaltet und Verantwortung übernehmen muss. Deshalb ist es wichtig, dass die Jugendlichen wesentlich stärker als bisher, und vor allem gleichberechtigt in die Gestaltung der Gesellschaft mit einbezogen werden. „Homeland in war“ fungiert hierbei als eine künstlerische Möglichkeit dazu.

Schule

Goethe Gymnasium Ludwigslust

Ansprechpartner

 Frau Ramona Stein (Sozialarbeiterin am Goethe Gymnasium Ludwigslust)

 Herr Christian Möller (Medienkünstler und Fotograf) Email: cm[ät]moe4[dot]de