Zum
neunten Mal wurden die innovativsten Schulen Deutschlands gesucht. Lehrer der drei ausgezeichneten
Schulen nahmen am Fortbildungsprogramm „Intel® Lehren“ teil und setzen nachhaltige
Konzepten für die Förderung von Schülern im Umgang mit neuen Medien aktiv ein.
„ Neue Medien in den Unterricht einzubinden bietet eine Fülle von positiven Lehr- und Lernchancen für die Schule und schafft einzigartige Möglichkeiten des „digital en Kompetenzerwerbs“ für den Schüler – das belegen die drei, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgezeichneten Konzepte, die mit dem Intel Schulpreis prämiert wurden.“ Herr Tesch, Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK) und Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern, lobte die drei Preisträger, in seinem Grußwort.
Alle drei Schule zeichnen sich durch ein inovatives, durchdachte und schülerorientierte Medienkonzept aus, das den Lernerfolg der Schüler im Fokus hat. Sie sind praxistauglich und auf andere Schulen übertragbar, nach Einschätzung der Jury.
An dieser Stelle möchten wir den Gewinnern aus Mecklenburg-Vorpommer besonders gratulieren:
Grundschule Matzlow für den 2. Preis
Auszug
aus der Laudatio:
„Bereits im Jahre 2000 startete die Grundschule Matzlow im Rahmen des Schulversuches „KleGS – Kreatives Lernen in der Grundschule“ mit dem Einsatz des Internets als Informationsmedium im Unterricht. Relativ schnell kamen Webprojekte wie „Die Lewitz“, „Der Weißstorch“, „Sagen“ und viele andere hinzu. Diese Projekte unter dem Motto „Von Kindern für Kinder geschrieben“ beschäftigen sich mit Themen aus der eigenen Region und sind zum festen Bestandteil des Schulalltags geworden. Dabei setzen sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur in Büchern, Lexika oder dem Internet mit dem Inhalt auseinander, sondern gestalten eigene Texte und Zeichnungen oder Fotografieren um die wichtigsten Dinge über das Internet anderen Kindern zur Verfügung stellen zu können.
Auch Eltern, Großeltern, der Natur- und Umweltbund sowie Spezialisten aus der Region sind bei den Schülern zu Gast, um die Projekte inhaltlich anzureichern und bei der Umsetzung zu helfen.
Die Gestaltung der Webseiten übernahm die Schularbeitsgemeinschaft „Computer und
Internet“ der 3. und 4. Klasse mit Unterstützung einer kompetenten Mutti und zweier
Lehrerinnen – wie es dem Wettbewerbsantrag zu entnehmen ist.
Sich
frühzeitig mit neuen Medien aktiv und nachhaltig auseinander zu setzen und darüber hinaus die
Grundschule Matzlow zu einem sozialen Zentrum für die Region zu öffnen, zeichnet diesen Preisträger
des „Intel-Schulpreises 2009“ aus.
Es haben nicht nur alle Lehrerinnen den Intel Grund- und Aufbaukurs absolviert, sondern auch die Schüler führen jährlich drei Medienprojekten durch, die dann in ihren Portfolios dokumentiert werden.Der Schulalltag ist durch Werkstattunterricht, Wochenpläne, Projekt- und Freiarbeit gekennzeichnet.“
Regionale Schule Gerhart-Hauptmann, Stralsund für den 3.Preis
Auszug aus der Laudatio:
„Im Zuge der Fusion der Gerhart-Hauptmann-Schule mit dem benachbarten Goethe-Gymnasium zu einem Schulzentrum wurden neue Lernmodelle entwickelt, um die Attraktivität des Schulzentrums zu steigern. Dafür hat die ehemalige Regionale Schule langfristig eine Lernkonzeption auf Jahrgangsebene entwickelt.
Viele Anregungen zu neuen Unterrichtsformen und –methoden konnten dabei von der
Intel-Lernplattform gewonnen werden, die ein ständiger Begleiter dieses Prozesses ist.
An der Gerhart-Hauptmann-Schule ging es den Lehrkräften darum, den meist lehrgangsförmigen
Unterricht durch eine dreiwöchige Projektphase zu unterbrechen. Bei der Entwicklung und Umsetzung
dieser Idee wurde die Schule durch die medienpädagogische Beraterin und einem am Schulamt tätigen
Unterrichtsberater unterstützt.
Nach achtwöchiger Vorbereitungszeit ist es dem Lehrerteam gelungen mit dem Projekt
„Stadtforscher“ ein interessantes Szenario zu entwickeln, um Schülerinnen und Schüler
für ein umfangreiches Medienprojekt zu begeistern.
Mittels fachübergreifender Aufgaben waren die Schüler herausgefordert Wissen anzuwenden und damit komplexe Problemstellungen zu lösen. Die Lernumgebung innerhalb der Schule bot den Schülern einen permanenten Zugriff auf Computer, Kameras und Internet. Die Tandemarbeit der Schüler wurde mittels einer Online-Plattform strukturiert.
Die Schüler präsentierten ihre Ergebnisse als Podcasts, Filme und Webblogs, aber auch in
klassischen Formaten wie Poster, Zeitung und Faltblatt.
Mit diesem konkreten Fall hat sich über ein halbes Jahr das gesamte Jahrgangsteam der Klasse
8 beschäftigt. Klassenleiterin Frau Berger und ihre 8. Klasse haben sich für das
„Experiment“ geöffnet.
Die Lernkonzeption wird nun auf die Jahrgangsstufe 9 übertragen und ebenso an die neue Jahrgangsstufe 8 vererbt. Unter dem Titel „Stadtforscher“ wird auch im kommenden Jahr das Vorhaben umgesetzt. In der Klasse 9 wird es darum gehen eigene komplexe Aufgabenstellungen zu entwickeln und jahrgangsstufenübergreifend umzusetzen.“