Dr. Jan Hartmann
Dezernent für Medienpädagogik
L.I.S.A. M-V
Telefon: (03 85) 76017 - 47
E-Mail:
j.hartmann@lisa-mv.de
Die Landesinitiative – Neue Medien, Schule und Unterricht forcierte das Programm zur Integration neuer Medien in den Unterricht von 1998 erheblich.
Die ausgewiesenen Schwerpunktbereiche der Landesinitiative waren:
Auf der Grundlage der Richtlinie über die Förderung der IT-Medienausstattung der allgemein
bildenden Schulen (erstmalig 28.11.2001) wurde die Grundausstattung der Schulen verbessert sowie
besondere Medienprojekte durch Sachzuwendungen (ab 2004 auch Geldzuwendungen) gefördert.
Im Rahmen der Landesinitiative werden Modellprojekte mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten gefördert:
Im Zeitraum 2001 bis 2005 wurden insgesamt ca. 665 Projekte genehmigt und durchgeführt. Ausgewählte Projektberichte werden auf dem Bildungsserver veröffentlicht.
In den letzten beiden Förderjahren wurden auch Mittel zum Erwerb von Landeslizenzen eingesetzt. Landeslizenzen ermöglichen es den Schulen, Software auf allen Computern der Schule sowie zur Unterrichtsvorbereitung der Lehrerinnen und Lehrer einzusetzen.
Es wurden insgesamt 44 Titel für die Schulen des Landes beschafft.
Durch die Beteiligung von 4000 Lehrern an der „Intel – Lehren für die Zukunft“ Initiative, konnte diesen Kollegen über die Landeslizenzen hinaus ein umfangreiches Medienpaket (MS-Office, Mediator, Lernsoftware u.a.) zur Verfügung gestellt werden.
Parallel zur Ausstattung der Schulen wurden den Lehrerinnen und Lehrer in einem breit angelegten modularen Fortbildungsprogramm die Möglichkeit gegeben, sich die notwendige Medienkompetenz für den Einsatz neuer Medien im Unterricht und zur Unterrichtsvorbereitung anzueignen.
Im Programm zur Integration Neuer Medien in den Unterricht von 1998 ist eine modulare Fortbildung konzipiert und in der Landesinitiative 2001 fortgeschrieben worden:
Modul I: Grundkurs zum Erwerb einer grundlegenden PC-Kundigkeit (in Eigenverantwortung der Schulen) 20h
Modul II: Pädagogische Überlegungen zum PC-Einsatz im Unterricht (fachübergreifend), insbesondere zum unterrichtlichen Einsatz von elektronischen Lexika und Präsentations-Software 22h
Modul III: Einsatz neuer Medien im Fachunterricht 8h
Modul IV: Unterrichtliche Nutzung von Informations- und
Kommunikationsnetzen 30h
Für die Durchführung der Module II und IV hat das Land zunächst zehn Lehrerstellen und mit
Beginn des Schuljahres 2002/2003 fünf Lehrerstellen zur Verfügung gestellt. Vom L.I.S.A. waren 20
Studienleiter des L.I.S.A. beteiligt, so dass die Fortbildungen im Team (Lehrer/Studienleiter)
durchgeführt werden konnten.
Über den Projektzeitraum haben ca. 9.000 Lehrerinnen und Lehrer das Modul II absolviert. Ca.
4000 Lehrende besuchten auch das Modul IV und haben gleichzeitig das Zertifikat „Intel
– Lehren für die Zukunft“ erworben.
Das Modul III wurde bis zum Schuljahresende 2005/2006 angeboten. Daran haben ca. 3200
Lehrerinnen und Lehrer teilgenommen.
Die Kooperation mit der Wirtschaft als eine Schwerpunktaufgabe der Multimediainitiative des
Bildungsministeriums verfolgte das Ziel, regionale und überregionale Unternehmen zu gewinnen, die
das Land bei der Ausstattung der Schulen und der Fortbildung der Lehrer unterstützen.
Durch Unterstützung von „Schulen ans Netz“ / Deutsche Telekom verfügen alle Schulen
über einen kostenfreien Zugang zum Internet. Diese Zugänge wurden in den letzten beiden Jahren
schrittweise breitbandig ausgebaut.
Zusätzlich wurden durch die Projektförderung der Initiative „Schulen ans Netz“ 2
PC-Labore sowie zahlreiche Medienecken gesponsort.
Der Sparkassenverband M-V hat in Zusammenarbeit mit dem NDR 24 Schulen mit PC-Netzen (1
Server, 5 Arbeitsplätze) ausgestattet.
Die Fortbildungsinitiative zum Einsatz neuer Medien im Unterricht wurde durch die Firmen Intel
und Microsoft im Rahmen von „Intel – Lehren für die Zukunft“ mit ca. 4000
Fortbildungspaketen (Software und Handreichnungen) sowie 65 Trainer-Notebooks, 4 Beamern und einem
Fortbildungslabor (incl. Smartboard) unterstützt.
Über einen Partnerschaftsvertrag mit Microsoft konnten die 20 Stützpunktschulen des Landes
über drei Jahre kostenfrei alle Microsoft-Produkte anfordern.
Die Firma Hewlett-Packard hat dem L.I.S.A. weitere 25 Notebooks für Fortbildungszwecke zur
Verfügung gestellt.
Das Networking Academy Program der Firma Cisco hat zum Ziel, Schülern von allgemein- und berufsbildenden Schulen eine international anerkannte Qualifikation zum Aufbau und Betrieb von Netzwerken zu ermöglichen. Cisco hat dabei die Ausbildung von acht Trainern und die Ausstattung der Regionalakademie am MPZ des L.I.S.A. übernommen.
Die Intel-Initiative befindet sich in der 2. Runde. Die Pilotschule (Gymnasium Grimmen) erhält
insgesamt 15 Notebooks in der Pilotphase. Es werden didaktische Lernpfade erarbeitet und
E-Learning-Materialien entwickelt, die in der Lehrerfortbildung eingesetzt werden.
Durch die Förderung der Ausstattung der Schulen über die Landesinitiative wurden die Schulträger finanziell erheblich entlastet. Das Ziel eine landesweite Chancengleichheit in den Rahmenbedingungen zur Nutzung neuer Medien in den Schulen herzustellen, wurde damit erreicht.
Grundbedingung der Förderung war die Bereitschaft der Schulträger für die Folgekosten der Technikbetreuung und ihre Erneuerung aufzukommen.
Da die Schnittstelle zwischen technischer und pädagogischer Systembetreuung fließend ist, muss eine kontinuierliche Betreuung der eingesetzten Geräte (einschließlich Einweisung der Kollegen, Softwareinstallation, Sicherungsmaßnahmen, usw.) in den Schulen erfolgen.
Da Land trägt dieser Problematik Rechnung, indem es für jeweils 15 vernetzte PC eine
Anrechnungsstunde für pädagogische Systembetreuer zur Verfügung stellt.
Die medienpädagogische Beratung ist eine Grundvoraussetzung zur Sicherung der Nachhaltigkeit der Investitionen der letzten Jahre, damit die zu Verfügung gestellte Technik didaktisch sinnvoll und verantwortungsbewusst eingesetzt wird. Es geht hier in erster Linie um einen integrativen Medieneinsatz zur Unterstützung von Lernarrangements und Schulprogrammarbeit.
Die Landesinitiative wurde in den vergangenen Jahren stets durch ein regional agierendes Team
von Projektbetreuern (je ein Betreuer pro Schulamt) in enger Zusammenarbeit mit dem MPZ
medienpädagogisch begleitet. Es hat sich gezeigt, dass viele Schulen die neuen
Entwicklungspotentiale, allein durch einen hohen Ausstattungsgrad an IT, nicht vollständig
aufgreifen können. Gemeint ist dabei die Erprobung eines fachspezifischen oder fächerübergreifenden
und projektorientierten Unterrichts. Dazu bedarf es einer kontinuierlichen externen Beratung und
Begleitung an diesen Schulen.
Seit dem Schuljahr 2006/07 stehen in jedem Schulamtsbereich je ein Medienpädagogischer
Berater zur Verfügung.