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Deutsch

Zusatzinformationen

Doris Lipowski

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
(0385) 588 - 72 02 
E-Mail

Hospitationen in Schulen

Der Hospitationsaufenthalt ausländischer Lehrkräfte an deutschen Schulen bzw. deutscher Lehrkräfte an ausländischen Schulen stellt für beide Seiten eine Bereicherung dar. Die Hospitanten erhalten Einblick in die pädagogischen Gegebenheiten des Bildungswesens des jeweiligen Gastlandes und erweitern ihre fachliche und sprachliche Qualifikation. Sie vertiefen bzw. aktualisieren ihr landeskundliches Wissen über das Land, knüpfen persönliche Kontakte und initiieren im Idealfall eine Schulpartnerschaft oder europäische Projekte. Dies geschieht durch tägliche Teilnahme am Unterricht, sei es in Form von Hospiationen oder durch aktives Mitgestalten, durch die enge Zusammenarbeit mit dem Lehrerkollegium, durch Kurzbesuche an anderen Schulen und durch die Teilnahme an Aktivitäten außerhalb des Unterrichts (z. B. Lehrerkonferenzen, Lehrersport, Wandertage etc.).

 


Hospiation für ausländische Lehrkräfte  

aus Frankreich

Es werden für das Schuljahr 2010/2011 deutsche Gastschulen zur Aufnahme französischer Lehrkräfte (Deutschlehrer/innen bzw. Lehrer/innen anderer Fachrichtungen mit Deutschkenntnissen) für ein zweiwöchiges Hospitationsprogramm gesucht. Der Hospitationstermin wird zwischen Schule und Hospitant individuell vereinbart. Die aufnehmenden Schulen werden gebeten, für die private Unterbringung der französischen Lehrkräfte in Gastfamilien Sorge zu tragen, damit diese in ein deutsches Umfeld eintauchen und durch Familienanschluss einen Einblick in das deutsche Alltagsleben bekommen können. Schulen, die an der Aufnahme einer Lehrkraft interessiert sind, senden einen Meldebogen bis zum 30. März 2010 in dreifacher Ausfertigung an das Bildungsministerium, Ref. 200. Weitere Informationen sind dem Merblatt zu entnehmen. Dieses Programm ist nicht auf Gegenseitigkeit ausgelegt. Gleichwohl kann eine interessierte Lehrkraft der gastgebenden Einrichtung ebenfalls einen Antrag auf Vermittlung im Rahmen des Hospiationsprogramms stellen (s. u.).


PASCH

Für ein vom Auswärtigen Amt unterstütztes Hospitationsprogramm (Schulen: Partner der Zukunft) werden jeweils für einen dreiwöchigen Hospitationszeitraum im November (voraussichtlich 07. - 27.11.2010) Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I und/der II gesucht, die bereit sind, eine Deutschlehrkraft aufzunehmen und zu betreuen. Dabei können die Schulen einen Wunsch für ein bestimmtes Land äußern, der nach Möglichkeit Berücksichtigung findet. 2009 waren z. B. LehrerInnen aus Mexiko, Paraguay und der Russischen Föderation an Schulen des Landes. Für die Unterbringung in Gastfamilien wird eine Aufwandspauschale gewährt. Auch die Schule erhält für die Betreuung einen Zuschuss, der für die Abdeckung der Unkosten vorgesehen ist. Weiterer Einzelheiten zum Programm sind einem Merkblatt zu entnehmen. Schulanträge müssen bis zum 20.03.2010 an das Bildungsministerium gerichtet werden.


Hospitation für ausländische Schüler

Internationales Preisträgerprogramm

Kurse zur deutschen Sprache und Landeskunde


Hospitation deutscher Lehrkräfte an Schulen im Ausland

Frankreich

Durch einen zwei- oder dreiwöchigen Aufenthalt an einer französischen Schule wird deutschen Lehrkräften die Möglichkeit geboten, das Schulwesen des anderen Landes kennen zu lernen. Voraussetzung für die Teilnahme am Programm ist eine mindestens dreijährige Berufserfahrung nach dem 2. Staatsexamen. Es können sich erfahrene und engagierte Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I und / oder II mit der Lehrbefähigung für das Fach Französisch, aber auch Lehrer/innen einer anderen Fachrichtung mit zumindest grundlegenden Französischkenntnissen bewerben. Der Termin und die Dauer der Hospitation werden bei erfolgreicher Vermittlung individuell mit der französischen Gastschule vereinbart. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 30. März 2010 in dreifacher Ausfertigung auf dem Dienstweg beim Bildungsministerium, Ref. 200, eingereicht werden. Weitere Informationen sind dem Merkblatt zu entnehmen. Schulen können auch einen Antrag stellen, wenn sie eine Lehrkraft aus Frankreich aufnehmen und betreuen möchten (s. o.).


Großbritannien

In Zusammenarbeit mit UK-German Connection London bietet der Pädagogische Austauschdienst im Sekretariat der Kultusministerkonferenz auch im Schujahr 2010/2011 deutschen Lehrkräften die Möglichkeit, zwei oder drei Wochen an britischen Schulen zu hospitieren und sich damit sowohl sprachlich als auch pädagogisch und landeskundlich fortzubilden. Es können sich Lehrkräfte für Englisch der Primarstufe und der Sekundarstufen I und/oder II bewerben. Als Termin für die Hospitation in Großbritannien wurde ein Zeitraum zwischen dem 08. bis 26. November 2010 vereinbart. Die Hospitation kann aber auch nach genseitiger Vereinbarung zwischen der deutschen Lehrkraft und der gastgebenden Schule bis Mitte März 2011 durchgeführt werden.

Die erforderlichen Unterlagen stehen nachfolgend zur Verfügung:

- Informationsblatt
- Bewerbungsunterlagen
- Ausfüllhinweise

Bewerbungsunterlagen sind bis zum 1. Juni 2010 auf dem Dienstweg an das Bildungsministerium, Ref. 200 zu richten.


Spanien

In Zusammenarbeit mit dem Organismo Autónomo de Programas Educativos Europeos (OAPEE) im Ministerio de Educacion (MEC) bietet der Pädagogische Austauschdienst im Sekretariat der Kultusministerkonferenz deutschen Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit, zwei oder drei Wochen an einer spanischen Schule zu hospitieren und sich damit sowohl sprachlich als auch landeskundlich fortzubilden. Es können sich Lehrkräfte für Spanisch der Sekundarstufen I und /oder II bewerben. Das deutsch-spanische Hospitationsprogramm beruht prioritär auf Gegenseitigkeit. Deutsche Interessenten müssen sich bereit erklären, ihrerseits eine spanische Lehrkraft zur Hospitation an der Heimatschule aufzunehmen. Hospitationen ohne Gegenseitigkeit sind nur an Kontakt- oder Partnerschulen möglich. In diesen Fällen muss der Bewerbung eine schriftliche Zustimmung (ggf. per E-Mail) der spanischen Schulleitung beigefügt werden. Ein Hospitationstermin wird nicht vorgegeben, sondern wird nach erfolgter Vermittlung individuell im Kontakt zwischen dem deutschen Interessenten und der spanischen Gastschule vereinbart. Es besteht die Wahl zwischen einem Aufenthalt von zwei oder drei Wochen im 1. Halbjahr 2011.

Die erforderlichen Unterlagen stehen nachfolgend zur Verfügung:

- Informationsblatt
- Bewerbungsunterlagen
- Ausfüllhinweise

Bewerbungsunterlagen sind bis zum 1. September 2010 auf dem Dienstweg an das Bildungsministerium, Ref. 200 zu richten.



Hospitationsaufenthalte im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen

Lehrkräfte, die einen Hospiationsaufenthalt an einer ausländischen Schule im Rahmen von Regionalpartnerschaften oder bilateralen Vereinbarungen planen, können in individueller Absprache mit einer Partnerschule einen Hospitationsaufenthalt vereinbaren. Ggf. kann Unterstützung bei der Vermittlung einer Hospitationsschule gegeben werden. Unter bestimmten Bedingungen kann dafür ein Zuschuss (Zuschussantrag) im Rahmen des EU-Programms für lebenslanges Lernen beantragt werden.  Der Zeitraum des Hospitationsaufenthaltes ist dem Antragsverfahren und - terminen für einen Zuschuss anzupassen. Das Bildungsministerium hat Vereinbarungen, die Hospiationsaufenthalte und Job-shadowing (für Schulleiter) explizit zum Ziel haben, mit folgenden Regionen:

Poitou Charentes/Frankreich
Piemont/Italien


Hospitationsaufenthalte an ausländischen Schulen im Rahmen des EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen 

Im Rahmen des EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen (Aktion COMENIUS/Schulbildung) können Lehrerinnen und Lehrer einen Hospitationsaufenthalt an einer Schule im europäischen Ausland (nur in am Programm teilnahmeberechtigten Staaten) durchführen und einen Zuschuss beantragen. Dieser Hospitationsaufenthalt ist im Sinne des Programms eine Lehrerfortbildung.