Ministerium für Bildung,
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Weiterbildung ist die Fortsetzung oder Wiederaufnahme organisierten Lernens nach dem Abschluss einer ersten Bildungsphase in Schule, Hochschule und Beruf mit dem Ziel, die erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erneuern, zu vertiefen und zu erweitern oder neue Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen (§ 2 Abs. 1 Weiterbildungsgesetz M-V).
Damit ist die Weiterbildung das geeignete Mittel, um dem wachsenden Anspruch des Lebenslangen Lernens gerecht werden zu können.
Lebenslanges Lernen ist eines der zentralen Stichwörter des 21. Jahrhunderts. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung schreibt: "Lebenslanges Lernen hilft, den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und Ausgrenzung soweit wie möglich zu vermeiden. Im Rahmen einer Gesamtstrategie soll das Ziel verfolgt werden, die Bildungsteilhabe zu erhöhen, allen Menschen mehr Chancen zur persönlichen, ihren Begabungen entsprechenden gesellschaftlichen und beruflichen Entwicklung zu ermöglichen und den Standort Europa mitzugestalten" ( http://www.bmbf.de/de/411.php ).
Lernen und Bildung endet längst nicht mehr nach der Schule, der Ausbildung oder dem Studium. Vielmehr geht es um einen lebenslangen Prozess, der bildend den Zugang zur Lebens- und Arbeitswelt mit dem Ziel der Anpassung an neue Anforderungen unseres Zeitalters ermöglicht. Die Teilnahme an Weiterbildung, das Nachholen von Schulabschlüssen, den Erwerb von Zusatzqualifikationen und deren Zertifizierung sind Schlüsselfunktionen des Lebenslangen Lernens. Vor allem ist es aber ein Konzept zur Befähigung der eigenverantwortlichen Gestaltung des Lebensweges, es bietet Lösungen, Orientierungen und Perspektiven, so dass Partizipation, Chancengleichheit und Zusammenhalt, wie es auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung definiert, verwirklicht werden können.
In Deutschland sind nach Schätzungen des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung e.V. ca. 4 Millionen Erwachsene betroffen. Diese sog. funktionalen Analphabeten verfügen trotz absolvierter Schulpflicht über so geringe Lese- und Schreibkenntnisse, dass sie nicht in der Lage sind, ein Formular auszufüllen oder eine Zeitung zu lesen.
Auch Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan betonte in einer Rede die Bedeutung einer soliden Grundbildung als Schlüssel für Qualifizierung, Beschäftigung und Teilhabe an der Gesellschaft. "Lernen im Lebenslauf setzt Grundkompetenzen wie Lesen, Schreiben und Rechnen voraus. Wir müssen deshalb den funktionalen Analphabetismus abbauen, um persönliche, gesellschaftliche und wirtschaftliche Teilhabe aller zu ermöglichen. Nur so können wir auch die rund vier Millionen Menschen mit funktionalem Analphabetismus in das Lernen im Lebenslauf einbeziehen. Wir müssen neue Wege finden, um Lern- und Beteiligungsbarrieren abzubauen und die Teilnahme an Grundbildungskursen und vor allem am selbständigen ‚Weiterlernen danach’ zu erhöhen."
Die Grundbildung gehört in Mecklenburg-Vorpommern zur Kernaufgabe der Volkshochschulen, dort finden Interessenten Angebote und Unterstützung.
Zu den Volkshochschulen des Landes gelangen Sie unter:
Des Weiteren stehen Ihnen u.a. unter folgenden Links Internet-Lernangebote und weitere Informationen zur Verfügung:
www.ich-will-schreiben-lernen.de
Grundlage einer jeden Qualifizierung ist der Schulabschluss. Er stellt das Eingangstor für die Arbeitswelt dar. Durch geringer werdende Beschäftigungsmöglichkeiten und steigende Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt ist er somit eine wirkliche und notwendige Investition.
Wichtig zu wissen ist dabei, dass ein Schulabschluss über den 2. Bildungsweg jederzeit nachgeholt werden kann. Aber auch das Erlangen eines höheren Bildungsabschlusses kann der beruflichen Umorientierung oder Verbesserung dienen.
In Mecklenburg- Vorpommern kann der Schulabschluss an Abendgymnasien, beruflichen Schulen oder über Nichtschülerprüfungen, auf die Volkshochschulen vorbereiten, oder bei anderen privaten Trägern nachgeholt werden.
Konkrete Angebote finden Sie in der Angebotsdatenbank , welche ständig aktualisiert wird.
Ergänzende Informationen zum Nachholen eines Schulabschlusses finden Sie unter:
http://infobub.arbeitsagentur.de/bbz/modul1/modul_1_3.html
Demografische Entwicklungen und technologischer Fortschritt - eine Wissensgesellschaft, in der wir längst angekommen sind, fordert Qualifizierungen. Die Teilnahme an einer Weiterbildung bietet Ihnen auch nach der Erstausbildung die Möglichkeit, Ihre beruflichen Handlungskompetenzen nicht nur zu erhalten, sondern auch anzupassen und zu erweitern. Durch die anerkannten Zertifizierungen gehört Weiterbildung zu den sichersten Garanten, um einen Aufstieg im Beruf zu erzielen bzw. zur Sicherung seines Arbeitsplatzes beizutragen.
Relevante Weiterbildungsangebote können Sie in der Angebotsdatenbank recherchieren. Die Datenbank wird ständig aktualisiert.
Geeignete Ansprechpartner für die berufliche Weiterbildung sind auch die Volkshochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.
Neben dem Aspekt der beruflichen Qualifizierung hat die Weiterbildung gerade auch im außerberuflichen Bereich eine große Bedeutung. Sie dient der persönlichen Weiterentwicklung, öffnet Horizonte für neue Themengebiete und fördert soziale Integration. Oftmals ist auch die Weiterbildung außerhalb des Berufes eine Ergänzung zur fachlichen Qualifizierung.
Interessenten steht eine Vielzahl verschiedener Weiterbildungsangebote zur Verfügung. Diese können in der Angebotsdatenbank recherchiert werden.
Auch für diesen Bereich sind die Volkshochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern ein geeigneter Ansprechpartner.