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Mehrsprachigkeit ist im Allgemeinen, erst recht jedoch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, eine wesentliche Voraussetzung für Kommunikation und gegenseitiges Verständnis.
Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Kenntnisse in der Sprache des Nachbarlandes, spielen in Grenzregionen eine besondere Rolle im Rahmen
· des täglichen grenzüberschreitenden Personenverkehrs;
· der Nutzung von Dienstleistungen im Nachbarland;
· der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Personen, Organisationen, Institutionen, Kommunen, Verwaltungseinrichtungen und
· der grenzüberschreitenden wirtschaftlichen Kooperation.
Das hält auch die Koalitionsvereinbarung für die 5. Legislaturperiode des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern fest. Hier heißt es im Punkt 350: „Die Koalitionspartner befördern weiterhin die Deutsch- Polnische Zusammenarbeit …. Das Erlernen von Polnisch durch zweisprachige Angebote in Kindergärten und Schulen, aber auch Einrichtungen der beruflichen Aus- und Fortbildung in der Grenzregion wird unterstützt.“
In M-V ist das Modellprojekt „Mehrsprachige Erziehung in Kindergärten und weiterführenden Einrichtungen“, das durch die Deutsch-Polnische Gesellschaft M-V e.V. ins Leben gerufen wurde, hervorzuheben. Innerhalb des Modellprojektes wird in den folgenden Kindertagesstätten Polnisch durch Muttersprachlerinnen angeboten:
· in Ahlbeck die Kindertageseinrichtung „Uns Lütt Puppenstuw“,
· in Altwarp die Kindertageseinrichtung „Sanddüne“,
· in Eggesin die Kindertageseinrichtungen „Villa Märchenland“ und „Kinderland“,
· in Jatznick die Kindertageseinrichtung „Gänseblümchen“,
· in Mönkebude die Kindertageseinrichtung „Haffknirpse“,
· in Pasewalk die Kindertageseinrichtungen „Storchennest“,„Haus der fröhlichen Jahreszeiten“,
· in Penkun die Kindertageseinrichtung „Pusteblume“,
· in Nadrensee die Gemeinde-Kita,
· in Ueckermünde die Kindertageseinrichtung „Stadtmitte“
· in Strasburg die Kindertageseinrichtung „Kunterbunte Kinderwelt“ und
· in Galenbeck/ OT Kotelow die Kindertageseinrichtung „Storchennest“.
Die Kinder sollen auf die Zukunft im europäischen Haus vorbereitet werden. Es ist ein gesellschaftliches Anliegen, schon frühzeitig die Grundlagen für Weltoffenheit, Toleranz und Solidarität zu legen und die frühkindliche Bildung diesbezüglich zu fördern.