Lehrerpreis -Rückblick 2013

Foto: Jens Büttner
Foto: Jens Büttner

Herzlichen Glückwunsch!
Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger des Lehrerpreises 2013.

Neun Lehrerinnen und Lehrer des Landes sind zum ersten Mal als Lehrer des Jahres ausgezeichnet worden. Mit diesem Preis soll den Lehrerinnen und Lehrern das Ansehen entgegen gebracht werden, das ihnen für ihre wichtige und verantwortungsvolle Arbeit gebührt. Ministerpräsident Erwin Sellering als Schirmherr des Lehrerpreises hat am 13. Dezember 2012 gemeinsam mit Bildungsminister Mathias Brodkorb die Preisträger in einer Festveranstaltung in Schwerin geehrt. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld von 2.500 Euro verbunden.

Die Lehrerinnen und Lehrer des Jahres 2013 sind:

Öffentliche Schulen:

Madelaine Blaudzun, Musiklehrerin am Käthe Kollwitz Gymnasium in Rostock
Frau Blaudzun kommt ein großer Anteil bei der Entwicklung des Käthe Kollwitz Gymnasiums zu einem Musikgymnasium zu, heisst es in der Begründung der Jury. Sie hat gleich mehrere Chöre aufgebaut: da ist zum einen der "Newcomerschor", in dem inzwischen rund 100 Schülerinnen und Schüler zweier 5. und 6. Klassen mitwirken. "Singers" - so lautet der Nahme des Chors der 9. bis 12. Klassen, und in dieser Altersgruppe hat sich unter ihrer Anleitung in diesem Jahr auch noch ein Kammerchor zusammengefunden. Damit nicht genug: neben einem Lehrerchor wirken auch die Eltern in einem Chor am musikalischen Leben des Gymnasiums  als "The mamas and the papas" mit.  Frau Blaudzun hat die Gabe, andere für die Musik zu begeistern, am Singen und Musizieren Spaß zu haben  - und das ist weit über die Schulgrenzen hinaus bei diversen Veranstaltungen und Wettbewerben zu hören. Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern und Eltern gleichermaßen war es ein großes Bedürfnis, mit dem Vorschlag für den Lehrerpeis 2013 Frau Blaudzun auf diese Weise Danke zu sagen!

Angelika Schwarz, Leiterin der "Schule am See" in Satow
Besonders beeindruckt war die Jury davon, wie die Schülerinnen und Schüler begründet haben, warum Frau Schwarz unbedingt Lehrerin des Jahres 2013 werden soll. Die Schüler der 2 b z.B. schrieben: "Wir wollen Frau Schwarz als Lehrerin des Jahres, weil sie für uns die Beste ist! Wir danken ihr für die neue Schule und alles andere!" Alle Schülerinnen und Schüler haben den Brief unterschrieben und ihn mit einem kleinen Herzchen oder einer Blume verziert. Die Schüler der 5 a meinten: "We like Frau Schwarz", und dass sie Lehrerin des Jahres werden sollte, "...weil sie sehr nett und freundlich ist, immer alles gut erklärt, sie sehr viel für die Schule tut, uns das neue Grundschulgebäude ermöglicht hat, sie z.B. das Grundschulfest ermöglichte, ihr Unterricht Spaß macht." Auch die Klassen 6a, 8, 9a und 10 ließen es sich nicht nehmen, Frau Schwarz für den Lehrerpreis vorzuschlagen. Eltern und Kollegen schlossen sich gerne an. Das abschließende Fazit der Jury: Frau Schwarz ist mit ihrem Kollegium ein Vorbild, wie Schule im ländlichen Raum gestaltet werden kann.

André Farin, Stellvertretender Leiter der Regionalen Schule mit Grundschule in Gingst
"Das ist eine tolle Bestätigung für die Arbeit und motiviert sehr", sagte André Farin der Ostseezeitung. Er unterrichtet Deutsch, Englisch und Geschichte und versteht es ausgezeichnet, die Schülerinnen und Schüler für den Unterricht zu begeistern, den er anspruchsvoll und praxisorientiert gestaltet. Er hat mit den Schülern z.B. einen Rügen-Führer für Kinder erarbeitet und macht sie so mit der Heimatgeschichte vertraut und schafft eine regionale Verbundenheit. Sei es die Entwicklung der Schulpartnerschaft mit einem polnischen Gymnasium, die Organisation von Studienreisen, die Entwicklung eines Schulstammtisches für die Unterrichtsentwicklung oder  Projektarbeit im Bereich "Schule plus" oder für die "Druckwerkstadt im Grünen" - das alles sind Aktionen, die über den eigentlichen Unterricht hinaus gehen. Schulleiter Eckhard Mosteck schrieb u.a., er habe seinen Kollegen Farin immer als "...freundlichen, hoch motivierten und unwahrscheinlich belastbaren Kollegen kennen und schätzen gelernt."

Beate Fohrenkamm, Deutsch-, Kunst- und Sachkundelehrerin an der Grundschule Eggesin
Seit 20 Jahren arbeitet Beate Fohrenkamm an der Grundschule Eggesin. Die Schulleiterin Frau Blume bewertet das Engagement von Beate Fohrenkamm als einmalig, und weiter: "In diesem Jahr gibt sie ihre pädagogischen Erfahrungen an unserere Referendarin weiter, die sie im Fach Sachunterricht mit tollen pädagogischen Ideen begleitet. Sie hat eine sehr einfühlsame, sehr individuelle Art, Schule zu leben. Bei allen ist sie beliebt und hoch geschätzt, und wenn man heute schnell sagt, jemand ist unersetzbar, dann glaube ich mit guter Überzeugung sagen zu können: "Ihre Einmaligkeit ist unersetzbar." Sie sollte die Lehrerin des Jahres 2013 werden, denn die unzähligen Stunden, die sie für "unsere" Schule und damit insbesondere für die Bildung und Erziehung in Mecklenburg-Vorpommern einen ganz hervorragenden Beitrag leistet, haben es verdient, gewürdigt und beispielgebend bekannt gemacht zu werden."  Was hiermit geschehen ist!

Dagmar Fettig, Deutsch-, Mathematik- und Kunstlehrerin an der Grundschule "Kletterrose" in Burg Stargard
Frau Fettig arbeitet seit 2005 an der Burg Stargarder Grundschule und wird als engagierte und erfolgreiche Lehrerin geschätzt. Auch der Elternrat der 4 a hat im Namen der Eltern und Kinder dieser Klasse Frau Fettig für den Lehrerpreis 2013 vorgeschlagen mit den Worten: "Unsere Kinder sind ihre Kinder, und die sind, um es mit Frau Fettigs Worten zu sagen, einfach nur toll. Jedes einzelne der inzwischen 28 Kinder ist bei ihr aufs Beste aufgehoben. Über das zu erwartende Maß hinaus und oft auch unter Zurückstellung des Privatlebens fördert und unterstützt sie jedes einzelne Kind in seinem Lern- und Entwicklungsprozess. Sie kennt jedes Kind ganz genau und wirkt ganz gezielt als Lehrer und Erzieher auf es ein. So manches Elternteil war schon erstaunt, wie gut sie sein Kind kennt und was sie aus diesem Kind 'herausholen' kann. Frau Fettig ist Lehrer aus vollem Herzen und mit ganzer Seele. Die Arbeit in der Schule ist ihr Leben und damit begeistert sie die Kinder und die Eltern gleichermaßen.... Für Frau Fettig ist Lehrerin sein nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung!"

Marion Burchard, Leiterin der Grundschule Matzlow
Seit 1994 leitet Frau Burchard die Grundschule in Matzlow im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Eine moderne, zeitgemäße Schule - dafür hat sie sich immer eingesetzt, schreibt das Kollegium in seiner Begründung:"Initiiert von Frau Burchard hat unsere Grundschule schon 1993 Englischunterricht in den Klassen 3 und 4 angeboten - später, ab 2000/2001 sogar in Klasse 1 und 2. Auch das Fach Niederdeutsch wurde ab 1998 in den Klassen 3 und 4 unterrichtet...." Die Matzlower Grundschule ist Multimediaschule - auch das ein Verdienst von Schulleiterin Burchard. Inzwischen war die Grundschule Matzlow mit einem von Kindern gestalteten Internetprojekt auf der Kölner Bildungsmesse und hat den intel-Förderpreis erhalten. Ein besonderes Anliegen ist ihr die Integration von Kindern mit Behinderungen. Bereits seit 5 Jahren lernen Kinder mit Handicaps im gemeinsamen Unterricht an dieser Schule. Die  Schule wurde auf Initiative von Fau Burchard 2010 für eine kindergerechte und integrative Gestaltung des Schulalltags saniert.

Silke Hammersdorfer, Biologie- und Sportlehrerin am Gymnasium "Am Sonnenkamp" in Neukloster
Ob Schulleitung, Gesamtelternrat oder Schülerschaft - alle sind sich einig, dass Silke Hammersdorfer eine ganz besonders engagierte Lehrerin ist und haben sie deshalb für den Lehrerpreis vorgeschlagen.  In einem Artikel in der Ostssezeitung über Silke Hammersdorfer haben Schülerinnen und Schüler nicht mit Komplimenten für ihre Lehrerin gespart. Moritz aus Klasse 7 sagte der OZ z.B. "Sie bringt uns gute Lernstrategien bei. Vor allem das Kärtchenlegen im Bio-Unterricht hilft mir."  Vanessa, auch aus der 7., meint: "Sie ist eine tolle Lehrerin, weil immer spontan und lustig. Ihr Unterricht wird einfach nie langweilig." Johanna aus der 9.Klasse: "Sie engagiert sich für alle Schüler und macht viel in ihrer Freizeit. Ihr Nähkurs ist super." Und Chris aus der 9. sagte der OZ: "Wenn wir mit irgendwas nicht klarkommen, können wir uns jederzeit an sie wenden. Wir vertrauen ihr."

Jeannine Parlow,  Deutsch- und Geschichtslehrerin an der Integrierten Gesamtschule "Bertolt Brecht"  in Schwerin
"Ich möchte die Schüler nicht verändern. Sie sind perfekt so, wie sie sind. Man muss sich nur Zeit nehmen, das Beste aus ihnen 'rauszuholen", so Jeannine Parlow gegenüber der Schweriner Volkszeitung. Es waren ihre Schülerinnen und Schüler, die sie klammheimlich zur Lehrerin des Jahres 2013 nominiert haben, Kollegium und Elternschaft haben sich gern angeschlossen. Die Klassenspecherin der 7. schrieb z.B.: "...Frau Parlow ist die netteste, hilfsbereiteste und coolste Lehrerin, die wir alle kennen. Wir sind alle froh, dasss wir das Glück haben, sie als Klassenleiterin zu haben. Sie setzt sich für alles und jeden ein. Frau Parlow muss man erlebt haben." Die stellvertretende Schulleiterin Vera Arndt hebt hervor, dass Frau Parlow großen Wert auf einen höflichen und wertschätzenden Umgang der Schüler miteinander legt. Immer wieder zeigt sie ihnen, dass dies eine Tugend ist....und bereitet dadurch die Kinder nicht nur fachlich auf ihr späteres Leben vor.

Freie Schulen:

Annette Elsner, Grundschullehrerin für Deutsch, Mathematik, Sachkunde, katholische Religion und Englisch an der Don-Bosco-Schule in Rostock
Seit 1998 arbeitet Annette Elsner an der Schule in der Rostocker Südstadt.  Sie hat sich sehr für die Entwicklung des Schulkonzeptes und für die Erweiterung zur weiterführenden Schule eingesetzt. Wenn die Schule heute gute Partnerschaften  z.B. zur Polizei, zur Norddeutschen Philharmonie oder zur Buchhandlung pflegt, so ist dies das Verdienst von Annette Elsner. Den Norddeutschen Neuesten Nachrichten sagte sie, dass sie besonders für die etwas ruhigeren Kinder immer einen Blick mehr hat, weil sie weiß, was es heißt, unterzugehen. Sie selbst sei in der Schule immer ein stilles Kind gewesen. Zwar mit guten Zensuren in der Grundschule, aber später hätte es auch mal Hänger gegeben. "Das ist aber auch gut so, denn ich denke, jeder Lehrer sollte auch Misserfolge aus eigener Erfahrung kennen." Schließlich müssten Lehrer den Kindern dabei helfen, auch mit Misserfolgen umzugehen.