Neuer Landesbeauftragter für Niederdeutsch

16.11.2016
Bildungministerin Birgit Hesse und der neue Landesbeauftragte Mathias Hoffmann
Bildungministerin Birgit Hesse und der neue Landesbeauftragte Mathias Hoffmann

Mecklenburg-Vorpommern hat einen neuen Landesbeauftragten für Niederdeutsch an den Schulen. Der Studienrat Mathias Hoffmann hat die Funktion von Jane Sonnenberg übernommen, die wieder vollständig in den Schuldienst zurückgekehrt ist. Der 30-Jährige engagiert sich schon lange in der Vermittlung des Niederdeutschen und unterrichtet am Gymnasium „Am Sonnenberg“ in Crivitz. Bildungsministerin Birgit Hesse hat den neuen Landesbeauftragten für Niederdeutsch am 16. November 2016 vorgestellt.

„In seinem Unterricht begeistert Mathias Hoffmann seine Schülerinnen und Schüler für Plattdeutsch“, lobte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Er zeigt, dass die niederdeutsche Sprache nicht nur etwas für ältere Menschen sein muss, weil er selbst ein junger Lehrer ist. Mir ist die Förderung der niederdeutschen Sprache sehr wichtig. Ich freue mich darüber, dass sich Herr Hoffmann in größerem Rahmen dafür engagieren möchte. Er wird den Lehrerinnen und Lehrern, die sich seit vielen Jahren für die Förderung des Plattdeutschen an ihren Schulen einsetzen, ein guter Ansprechpartner sein“, so Hesse.

Mathias Hoffmann wurde in Crivitz geboren und wuchs in Raben Steinfeld bei Schwerin auf. Er hat einige Zeit in Norwegen gelebt und studierte Germanistik mit dem Schwerpunkt Niederdeutsch, evangelische Theologie und Skandinavistik in Greifswald. Mit seiner Doppelqualifikation erlangte er die Abschlüsse als Grundschul- und Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch, Niederdeutsch, ev. Religion und Norwegisch. Seine Schule, das Gymnasium „Am Sonnenberg“ in Crivitz, ist eines der sechs künftigen Profilschulen für Niederdeutsch in Mecklenburg-Vorpommern. Das heißt, Schülerinnen und Schüler können dort künftig das Abitur im Fach Niederdeutsch ablegen.

„Plattdeutsch ist eine lebendige Sprache und hat bei uns zu Hause immer eine große Rolle gespielt“, sagte der neue Landesbeauftragte Mathias Hoffmann. „Ich habe mich in Gremien für das Niederdeutsche engagiert und beim Plattdeutschwettbewerb mitgearbeitet. Durch das Landesheimatprogramm der Landesregierung ist das Niederdeutsche hoch angebunden. Als Landesbeauftragter möchte ich mich dafür einsetzen, dass das Plattdeutsche an unseren Schulen und in unserem Land wieder mehr gesprochen wird“, betonte Hoffmann.

Der neue Landesbeauftragte für Niederdeutsch widmet sich im Umfang von 16 Lehrerwochenstunden der Förderung und Pflege der niederdeutschen Sprache an den Schulen. Davon sind drei Lehrerwochenstunden zur Organisation des alle zwei Jahre stattfindenden Plattdeutschwettbewerbs vorgesehen. Zu seinen Aufgaben gehören die Umsetzung des Landesheimatprogramms an den Schulen und die Zusammenarbeit mit den anderen Profilschulen für Niederdeutsch. Hinzu kommen die Erarbeitung von Unterrichtsmaterialien sowie die Mitarbeit in landes- und länderübergreifenden Gremien.

(Pressemitteilung des Bildungsministeriums)

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